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Was sind Holz Klettergerüste und wofür werden sie eingesetzt?

Klettergerüste aus Holz gehören zu den vielseitigsten Spielplatzgeräten für den Außenbereich. Sie bestehen überwiegend aus massiven Holzpfosten und Querbalken, ergänzt durch Kletterelemente wie Seilwände, Sprossenleitern, Kletterstege oder Hängebrücken. Je nach Modell kommen zusätzlich Materialien wie pulverbeschichteter Stahl, Edelstahl, PP-Seile oder HDPE-Kunststoffpaneele zum Einsatz.

Eingesetzt werden Holz Klettergerüste auf öffentlichen Spielplätzen, in Kindergärten, auf Schulhöfen und in Wohnanlagen. Sie fördern Motorik, Koordination, Gleichgewichtssinn und Kraft. Gleichzeitig bieten sie Kindern die Möglichkeit, Risiken einzuschätzen und ihre eigenen Grenzen kennenzulernen.

Das Sortiment reicht von kompakten Kletterstrukturen für kleinere Flächen bis hin zu weitläufigen Anlagen mit mehreren Spielstationen. Das Klettergerüst Theo kombiniert verschiedene Kletterelemente auf einer Grundfläche von 585 × 404 cm und eignet sich für Kinder ab 3 Jahren. Einen Überblick über alle verfügbaren Modelle finden Sie in der Kategorie Klettergerüste, die neben Holzgeräten auch Varianten aus Stahl umfasst.

Welche Holzarten kommen bei Klettergerüsten zum Einsatz?

Die Wahl der Holzart beeinflusst Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Optik eines Klettergerüsts. Bei Spielplatzgeräten nach DIN EN 1176 muss das verwendete Holz eine geringe Splitterneigung aufweisen und den Anforderungen an Witterungsbeständigkeit genügen. Drei Holzarten sind im Sortiment vertreten.

Lärchenholz

Lärche ist die am häufigsten verwendete Holzart für Klettergerüste im gewerblichen Bereich. Sie erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 nach DIN EN 350 und zählt damit zu den beständigsten heimischen Nadelhölzern. Lärchenholz besitzt eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Witterung, die durch eingelagerte Harze und Extraktstoffe entsteht.

Die Rohdichte liegt bei etwa 0,55 g/cm³, was eine gute Festigkeit bei moderatem Gewicht ergibt. Im Außenbereich vergraut Lärche zu einem gleichmäßigen Silbergrau. Diese Patina ist rein optisch und beeinträchtigt die Haltbarkeit nicht.

Für den Erdkontakt ist Lärchenholz nur bedingt geeignet. Die Pfosten werden bei Klettergerüsten aus Lärche daher in der Regel mit Pfostenschuhen oder Bodenankern montiert. Das Klettergerüst Kilian ist ein Modell aus Lärchenholz mit einer Grundfläche von 312 × 479 cm.

Gut zu wissen: Lärchenholz lässt sich ohne chemische Imprägnierung im Außenbereich einsetzen. Konstruktiver Holzschutz, also die Vermeidung von Staunässe und direktem Erdkontakt, ist dabei der wichtigste Faktor für eine lange Lebensdauer.

Robinienholz

Robinie erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 nach DIN EN 350. Das ist die höchste Einstufung unter allen in Europa kultivierten Holzarten. Robinienholz benötigt keine Imprägnierung und kann sogar im direkten Erdkontakt verbaut werden, ohne dass die Haltbarkeit leidet.

Mit einer Rohdichte von etwa 0,74 g/cm³ ist Robinie das schwerste und härteste heimische Nutzholz. Die hohe Biegefestigkeit und Elastizität machen es besonders geeignet für dynamisch beanspruchte Spielgeräte. Nach dem Schleifen fühlt sich die Oberfläche angenehm samtig an, was gerade bei Kinderspielgeräten ein Vorteil ist.

Das Klettergerüst Joschua besteht aus einer Kombination von Robinien- und Lärchenholz. Es verbindet die natürliche Dauerhaftigkeit der Robinie mit der bewährten Konstruktionsweise aus Lärche.

Eichenholz

Eiche wird bei einzelnen Modellen eingesetzt und erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 2 nach DIN EN 350. Sie zeichnet sich durch eine hohe Abriebfestigkeit und eine markante Maserung aus. Die Rohdichte liegt bei etwa 0,71 g/cm³.

Bei der Montage von Eichenholz-Geräten sind Edelstahlschrauben erforderlich, da Eisenmetalle in Verbindung mit dem hohen Gerbsäuregehalt des Holzes schwarzblaue Verfärbungen verursachen.

Holzart Dauerhaftigkeitsklasse Erdkontakt ohne Schutz Imprägnierung nötig Pflegebedarf
Robinie 1–2 Ja Nein Gering
Eiche 2 Eingeschränkt Nein Gering bis mittel
Lärche 3–4 Nein Nein Mittel

Für welches Alter sind Holz Klettergerüste geeignet?

Die meisten Holz Klettergerüste im Sortiment sind für Kinder ab 3 Jahren konzipiert. Dieses Mindestalter ergibt sich aus den Anforderungen der DIN EN 1176, die für verschiedene Altersgruppen unterschiedliche Sicherheitsvorgaben definiert.

Für Kinder unter 3 Jahren gelten verschärfte Anforderungen an Absturzsicherung und Fangstellen. Geräte, die für diese Altersgruppe zugänglich sind, müssen beispielsweise bereits ab 600 mm Fallhöhe eine Brüstung aufweisen. Bei Geräten für Kinder ab 3 Jahren ist ein Geländer erst ab 1.000 mm Fallhöhe erforderlich.

Einige Modelle sind bewusst so gestaltet, dass sie auch jüngeren Kindern zugänglich sind. Das Kletternetz Kira aus Stahl und HDPE ist bereits ab 1 Jahr geeignet und bietet mit einer Fallhöhe von nur 54 cm einen altersgerechten Einstieg ins Klettern. Weitere Modelle für jüngere Kinder finden Sie in der Kategorie Kindergarten Klettergerüste.

Wichtig: Das angegebene Mindestalter bezieht sich auf die sicherheitstechnische Auslegung des Geräts. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, die Altersfreigabe vor Ort durch geeignete Beschilderung zu kommunizieren.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Klettergerüste aus Holz?

Klettergerüste für öffentliche und halböffentliche Spielplätze müssen der DIN EN 1176 entsprechen. Diese europäische Normenreihe legt sicherheitstechnische Anforderungen an Konstruktion, Material, Montage und Prüfung fest. Alle Holz Klettergerüste im Sortiment der Gewerbefabrik sind TÜV-geprüft und nach DIN EN 1176 zertifiziert.

Die Norm regelt unter anderem:

  • Fangstellen: Öffnungen dürfen keine Gefahr für Kopf, Hals, Finger oder Kleidung darstellen. Standardisierte Prüfkörper stellen sicher, dass kritische Maße eingehalten werden.
  • Fallhöhen: Die maximale freie Fallhöhe bei Spielplatzgeräten beträgt 3.000 mm. Bei den Holz Klettergerüsten im Sortiment liegen die Fallhöhen je nach Modell zwischen 175 cm und 236 cm.
  • Absturzsicherung: Je nach Fallhöhe und Zielgruppe sind Geländer oder Brüstungen vorgeschrieben.
  • Materialanforderungen: Holz muss eine geringe Splitterneigung aufweisen. Niederschläge müssen ungehindert ablaufen können, um Staunässe zu vermeiden.

Neben der Konstruktionsnorm ist auch die DIN EN 1177 relevant. Sie definiert die Anforderungen an stoßdämpfende Spielplatzböden und legt fest, welche Bodenmaterialien bei welcher Fallhöhe zulässig sind.

Hinweis: Die Einhaltung der DIN EN 1176 wird in der Rechtsprechung regelmäßig als Maßstab für die Verkehrssicherungspflicht herangezogen. Betreiber öffentlicher Spielplätze sollten ausschließlich normkonforme Geräte beschaffen.

Wo lassen sich Holz Klettergerüste aufstellen?

Platzbedarf und Sicherheitszone

Jedes Klettergerüst benötigt neben der eigentlichen Gerätefläche eine Sicherheitszone. Diese Zone muss frei von Hindernissen bleiben, damit Kinder bei einem Sturz nicht auf feste Gegenstände fallen.

Die Größe der Sicherheitszone variiert je nach Modell. Beim Klettergerüst Vera mit einer Gerätefläche von 689 × 604 cm beträgt die Sicherheitszone 998 × 885 cm. Bei kompakteren Modellen fällt sie entsprechend kleiner aus.

Bei der Planung sollten Sie die Sicherheitszone als Mindestfläche betrachten. Fallräume verschiedener Klettergerüste dürfen sich überschneiden, sofern keines der Geräte eine erzwungene Bewegung erzeugt. Klettergerüste zählen zu den statischen Geräten, sodass eine Überlappung der Fallräume mit anderen statischen Geräten möglich ist.

Geeignete Untergründe

Der Untergrund im Fallbereich muss stoßdämpfende Eigenschaften aufweisen. Welches Material geeignet ist, hängt von der Fallhöhe ab:

  • Sand (Korngröße 0,2–2 mm): Geeignet bis 3.000 mm Fallhöhe bei mindestens 200 mm Schichtdicke (bis 2.000 mm Fallhöhe) bzw. 300 mm (bis 3.000 mm Fallhöhe), jeweils zuzüglich 100 mm für den Wegspieleffekt
  • Holzschnitzel (5–30 mm, ohne Rinde): Gleiche Werte wie Sand
  • Rindenmulch (zerkleinerte Nadelholzrinde, ≤ 20 mm): Gleiche Werte wie Sand
  • Kies (2–8 mm): Gleiche Werte wie Sand
  • Rasen: Nur bis 1.500 mm Fallhöhe geeignet, bei intensiver Nutzung jedoch nicht empfehlenswert
  • Fallschutzplatten (Gummi/EPDM): Für verschiedene Fallhöhen herstellbar, erfordern HIC-Prüfung nach DIN EN 1177

Da die Fallhöhen der Holz Klettergerüste im Sortiment zwischen 175 cm und 236 cm liegen, kommen lose Schüttmaterialien wie Sand oder Holzschnitzel als bewährte Lösung infrage. Bei Modellen mit Fallhöhen über 200 cm beträgt die erforderliche Mindestschichtdicke 400 mm (300 mm zuzüglich 100 mm Wegspieleffekt). Bei Modellen mit Fallhöhen bis 200 cm genügen 300 mm (200 mm zuzüglich 100 mm).

Wie werden Holz Klettergerüste geliefert?

Die Klettergerüste werden als Bausatz per Spedition geliefert. Die Bauteile sind teilweise vormontiert, um den Aufbau vor Ort zu erleichtern. Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Sie benötigen daher geeignete Entladehilfsmittel wie einen Radlader oder Gabelstapler.

Vor der Lieferung stimmt das Team der Gewerbefabrik einen konkreten Liefertermin mit Ihnen ab. So können Sie die Entladung und den Aufbau rechtzeitig organisieren.

Gut zu wissen: Wenn Sie den Montageservice der Gewerbefabrik nutzen, übernimmt das Montageteam auch das Entladen der Speditionslieferung. Das spart Ihnen die Organisation eigener Entladehilfsmittel.

Wer übernimmt die Montage?

Für den fachgerechten Aufbau bietet die Gewerbefabrik einen deutschlandweiten Montageservice an. Ein erfahrenes Montageteam übernimmt den vollständigen Aufbau des Klettergerüsts vor Ort, einschließlich der Verankerung im Boden.

Die Montage durch einen Fachbetrieb bietet mehrere Vorteile:

  • Normgerechter Aufbau nach DIN EN 1176
  • Korrekte Verankerung und Fundamentierung
  • Prüfung aller sicherheitsrelevanten Verbindungen
  • Dokumentation für die Erstabnahme

Alternativ können Sie den Aufbau in Eigenregie durchführen, sofern qualifiziertes Personal und geeignetes Werkzeug vorhanden sind. Die mitgelieferte Montageanleitung enthält alle erforderlichen Informationen.

Nach der Fertigstellung muss eine Erstabnahme durch eine Person erfolgen, die an der Installation nicht unmittelbar beteiligt war. Diese Prüfung ist Voraussetzung für die Freigabe des Geräts zur öffentlichen Nutzung.

Wenn Sie ein Angebot für Klettergerüst und Montage zusammen benötigen, können Sie über die Angebotsanfrage alle Details in einem Schritt klären.

Wie pflegt man ein Klettergerüst aus Holz?

Holz Klettergerüste sind für den dauerhaften Außeneinsatz konstruiert und benötigen vergleichsweise wenig Pflege. Der wichtigste Faktor für eine lange Lebensdauer ist der konstruktive Holzschutz, der bereits in der Bauweise berücksichtigt ist: Gefälle an horizontalen Flächen, Tropfkanten und die Vermeidung von Staunässe.

Die DIN EN 1176-7 schreibt ein dreistufiges Inspektionssystem vor:

  1. Visuelle Routine-Inspektion (täglich bis wöchentlich): Prüfung auf Sauberkeit, Vandalismus, scharfe Kanten, fehlende Teile und freiliegende Fundamente. Kann von unterwiesenem Personal durchgeführt werden.
  2. Operative Inspektion (alle 1–3 Monate): Detaillierte Prüfung von Verschleißteilen wie Seilen, Ketten und Verbindungselementen. Erfordert sachkundiges Personal mit Normkenntnissen.
  3. Jährliche Hauptinspektion: Umfassende Prüfung des Gesamtzustands durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN 79161.

Für die Holzoberflächen gilt: Lärchenholz und Robinienholz können naturbelassen bleiben. Die natürliche Vergrauung zu Silbergrau ist ein rein optischer Prozess und beeinträchtigt die Stabilität nicht. Wer die ursprüngliche Holzfarbe erhalten möchte, kann die Oberflächen mit einem pflegenden Öl behandeln. Bei Spielgeräten muss dieses Öl nach DIN EN 71-3 geprüft sein, um die Unbedenklichkeit bei Hautkontakt sicherzustellen.

Zusammengefasst: Der Pflegeaufwand bei Holz Klettergerüsten beschränkt sich im Wesentlichen auf die normgerechte Inspektion und gelegentliches Nachziehen von Verbindungen. Eine chemische Nachbehandlung ist bei Lärche und Robinie nicht erforderlich.

Welche Vorteile bietet Holz gegenüber Stahl bei Klettergerüsten?

Holz und Stahl haben als Materialien für Klettergerüste jeweils eigene Stärken. Die Entscheidung hängt von den Anforderungen des konkreten Projekts ab.

Optik und Einbindung in die Umgebung

Holz Klettergerüste fügen sich auf natürliche Weise in Grünflächen, Parks und Kindergärten ein. Die warme Materialanmutung von Lärche oder Robinie harmoniert mit Bäumen, Sträuchern und naturnahen Spiellandschaften. Stahl Klettergerüste wirken dagegen moderner und eignen sich gut für urbane Umgebungen.

Haptik

Holz fühlt sich bei Berührung angenehmer an als Metall, besonders bei niedrigen Temperaturen. Im Winter kühlt Holz deutlich weniger aus als Stahl, im Sommer heizt es sich weniger stark auf.

Nachhaltigkeit

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Lärchenholz stammt häufig aus europäischer Forstwirtschaft, Robinienholz überwiegend aus osteuropäischen Plantagen. Beide Holzarten sind FSC- oder PEFC-zertifiziert verfügbar.

Wartung

Holz erfordert regelmäßige Sichtprüfungen auf Rissbildung und Abschilfern. Stahl ist in dieser Hinsicht wartungsärmer, kann aber bei beschädigter Beschichtung korrodieren.

Langlebigkeit

Robinienholz erreicht im Außenbereich Standzeiten von 30 bis 50 Jahren im Erdkontakt. Lärchenholz hält ohne Erdkontakt 10 bis 20 Jahre. Pulverbeschichteter Stahl ist bei intakter Beschichtung ebenfalls sehr langlebig.

Das Klettergerüst Lotte zeigt, wie ein kompaktes Holz Klettergerüst aus Lärche auf einer Fläche von 284 × 374 cm vielfältige Klettermöglichkeiten bietet. Wer sich für die Stahl-Alternative interessiert, findet in der Kategorie Stahl Klettergerüste eine Auswahl an Modellen mit pulverbeschichteten Stahlkonstruktionen.