Was ist ein Klettergerüst für draußen?
Ein Klettergerüst ist ein fest verankertes Spielgerät, an dem Kinder klettern, hangeln und balancieren. Klettergerüste für draußen sind aus wetterfestem Holz oder Stahl gebaut und für Kitas, Schulen und öffentliche Spielplätze gedacht.
Im Unterschied zum Spielturm steht beim Klettergerüst die Bewegung im Vordergrund, nicht das Rollenspiel. Viele Modelle haben gar kein Podest. Kinder klettern an Netzen, Sprossen, Seilen oder Griffen und steigen auf demselben Weg wieder ab. Andere verbinden Kletterelemente mit Plattformen, Brücken und Rutschen.
Welche Arten von Klettergerüsten gibt es?
Klettergerüste unterscheiden sich vor allem darin, woran die Kinder klettern. Im Sortiment finden Sie diese Bauformen:
- Kletternetze: Seilnetze in einem Rahmen aus Holz oder Stahl, oft mit mehreren Ebenen.
- Kletterwände: Wände mit Griffen, schräg oder senkrecht.
- Brücken: Hängebrücken und Wackelbrücken zum Balancieren in geringer Höhe.
- Klettergerüste mit Plattform: Gerüste mit Podest, Leiter und oft einer Rutsche.
- Kletteranlagen: große Kombinationen aus mehreren Elementen für viele Kinder gleichzeitig.
Das Kletternetz Andre aus Lärchenholz ist ein typisches Netzgerüst für Kinder ab 3 Jahren.
Alle Netzmodelle finden Sie unter Kletternetze, Modelle mit Abstieg über die Rutsche unter Klettergerüste mit Rutsche.
Was lernen Kinder beim Klettern?
Klettern trainiert Kraft, Koordination und Gleichgewicht. Kinder lernen dabei, ihren Körper und ihre eigenen Grenzen einzuschätzen.
An einem Netz muss ein Kind ständig entscheiden, wohin es Hand und Fuß setzt. Auf einer Wackelbrücke gleicht es Bewegungen aus, an Sprossen hält es das eigene Gewicht. Weil sich mehrere Kinder ein Gerät teilen, üben sie auch Rücksicht und Warten. Brücken und Netze als Übergang fördern zusätzlich das Gleichgewicht, Seilbrücken und Hangelstrecken die Kraft in Armen und Schultern. Ein gutes Klettergerüst bietet deshalb mehrere Wege nach oben, vom leichten bis zum schwierigen.
Gibt es Klettergeräte für die Krippe?
Ja. Für Kinder unter 3 Jahren gibt es niedrige Klettergerüste, Brücken und Tunnel mit der Altersangabe ab 1 Jahr. Ihre Fallhöhe liegt meist unter 1 m.
Neben kleinen Klettergerüsten gehören dazu Holzbrücken, Wackelbrücken und Spieltunnel, an denen die Kinder krabbeln und erste Schritte auf beweglichem Grund üben. Ein Beispiel ist der Spieltunnel Elsa aus Lärchenholz mit einer Fallhöhe von 18 cm.
Das Klettergerüst Bosse aus pulverbeschichtetem Stahl ist ab 1 Jahr freigegeben und hat eine Fallhöhe von 50 cm. Bei Krippengeräten zählt vor allem, dass Kinder sie allein und sicher erreichen. Die Norm stellt an Geräte für unter 3-Jährige, die leicht zugänglich sind, zusätzliche Anforderungen.
Was eignet sich zum Klettern im Kindergarten?
Für den Kindergarten passen Klettergerüste mit der Altersangabe ab 3 Jahren. Das ist die mit Abstand größte Gruppe im Sortiment.
Kindergartenkinder klettern gern, schätzen Höhen aber noch nicht sicher ein. Bewährt haben sich Geräte mit mehreren Schwierigkeitsstufen und Podesten zwischen 100 und 150 cm. Eine Rutsche als zweiter Abstieg entzerrt den Betrieb, wenn viele Kinder gleichzeitig spielen. Die Kletteranlage Ursa aus pulverbeschichtetem Stahl hat Podeste zwischen 120 und 150 cm und eine Gerätelänge von über 11 m.
Welche Klettergeräte eignen sich für Schulen?
Für Schulen eignen sich Klettergerüste mit höheren und anspruchsvolleren Elementen. Einige Modelle im Sortiment sind erst ab 5, 6 oder 9 Jahren freigegeben.
Das Klettergerüst Liva aus Lärchenholz ist ab 6 Jahren ausgewiesen und hat eine Fallhöhe von 297 cm. Die Kletteranlage Elda aus Lärchenholz und HPL ist für Kinder ab 9 Jahren gedacht. Auf Schulhöfen werden Geräte stärker beansprucht als in vielen Kitas. Zusätzlich zur DIN EN 1176 gelten dort die Regeln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).
Wie hoch dürfen Kinder klettern?
Die freie Fallhöhe eines Klettergerüsts darf nach DIN EN 1176 höchstens 3 m betragen. Die Gesamthöhe des Geräts kann darüber liegen, etwa durch Pfosten oder Dächer.
Die freie Fallhöhe ist der Abstand vom höchsten Punkt, an dem ein Kind stehen oder hängen kann, bis zum Boden darunter. Im Sortiment reichen die Fallhöhen von wenigen Zentimetern bei Brücken bis 300 cm bei großen Gerüsten. Die Fallhöhe bestimmt zwei Dinge: wie groß der Fallraum ist und welcher Boden unter das Gerät gehört.
Ist Holz oder Stahl das bessere Material?
Holz und Stahl sind beide gut geeignet. Holz wirkt natürlicher, Stahl ist schlanker und wartungsarm. Die Wahl hängt vor allem von Optik, Nutzung und Pflegeaufwand ab.
| Material | Eigenschaften |
|---|---|
| Lärche | häufigstes Holz im Sortiment, mäßig dauerhaft, vergraut mit der Zeit |
| Robinie | sehr dauerhaft ohne Imprägnierung, gewachsene, unregelmäßige Form |
| Eiche | schweres Hartholz, im Sortiment kombiniert mit Stahl |
| Stahl pulverbeschichtet | farbig, robust, schlanke Bauweise |
| Edelstahl | rostfrei, für Griffe, Handläufe und Verbindungen |
Das Klettergerüst Arved verbindet Eichenholz mit pulverbeschichtetem Stahl. Bei Robinienholz sind Schrauben und Verbinder aus Edelstahl, um Kontaktkorrosion zu vermeiden. Lärche hält am längsten, wenn sie keinen direkten Kontakt zum Erdreich hat. Viele Holzpfosten stehen deshalb auf verzinkten Stahlfüßen oder Bodenankern. Wenn Sie sich für Holz entschieden haben, finden Sie alle Modelle unter Holz Klettergerüste.
Wie viel Fläche braucht ein Klettergerät?
Die Sicherheitszone eines Klettergerüsts reicht im Sortiment von etwa 13 m² bis über 500 m². Sie steht auf jeder Produktseite als Länge mal Breite.
Begriff erklärt: Fallraum. Der Fallraum ist die Fläche rund um das Gerät, auf die ein Kind fallen kann. Bis 1,5 m Fallhöhe ist er mindestens 1,5 m breit. Darüber berechnet er sich aus zwei Dritteln der Fallhöhe plus 0,5 m, bei 3 m Fallhöhe also 2,5 m.
Im Fallraum dürfen keine anderen Geräte, Bänke, Bäume oder Kanten stehen. Auch der Freiraum zählt. Das ist der Raum, den Kinder beim Spielen am Gerät brauchen. Er darf sich nicht mit dem Frei- oder Fallraum eines anderen Geräts überschneiden. Planen Sie zusätzlich Wege so, dass sie nicht durch den Fallraum führen.
Welcher Fallschutz gehört unter Klettergeräte?
Unter ein Klettergerüst gehört ab 60 cm Fallhöhe ein stoßdämpfender Boden. Bis 1 m reicht in der Praxis oft dichter Rasen, darüber braucht es Schüttgut oder Fallschutzplatten.
| Fallhöhe | Geeigneter Boden |
|---|---|
| bis 60 cm | keine Anforderung |
| bis 1 m | Rasen oder Oberboden |
| bis 2 m | 30 cm Sand, Kies, Hackschnitzel oder Rindenmulch |
| bis 3 m | 40 cm Schüttgut oder geprüfte Fallschutzplatten |
Bei Schüttgut sind 10 cm Zuschlag eingerechnet, weil Kinder das Material beim Spielen wegschieben. Kontrollieren Sie die Schichtdicke deshalb regelmäßig, vor allem unter Ab- und Aufstiegen. Fallschutzplatten und fugenlose Beläge aus Gummigranulat müssen nach DIN EN 1177 geprüft sein. Ihre Dicke bleibt gleich, und ein fugenloser Belag lässt sich auch mit dem Rollstuhl befahren.
Ab welcher Höhe braucht ein Podest ein Geländer?
Für Kinder ab 3 Jahren braucht ein Podest ab 1 m Höhe ein Geländer und ab 2 m eine geschlossene Brüstung. Bei Geräten für unter 3-Jährige ist schon ab 60 cm eine Brüstung nötig.
Ein Geländer ist ein Handlauf mit Zwischenraum, über den ein Kind nicht stürzen soll. Eine Brüstung ist eine Wand oder ein Gitter, das auch das Durchklettern verhindert. Querstangen, die wie eine Leiter wirken, sind an Absturzsicherungen nicht erlaubt. Bei Modellen mit Podest steht die Plattformhöhe auf der Produktseite.
Worauf achtet die Norm bei Netzen und Seilen?
Netze und Seile dürfen keine Stellen haben, an denen sich Kleidung, Kordeln oder Haare verfangen. Für Raumnetze, also Netze, in denen Kinder in alle Richtungen klettern, gibt es mit DIN EN 1176-11 einen eigenen Normteil.
Viele Kletterseile für den öffentlichen Bereich haben einen Kern aus Stahldraht mit einer Ummantelung aus Kunststoffgarn. Das macht sie abriebfest und widerstandsfähig gegen Vandalismus. Abstehende Gewinde von Schrauben und Bolzen müssen dauerhaft abgedeckt sein, etwa mit Hutmuttern. Bei der operativen Inspektion sehen Sie sich Seile, Knoten und Klemmen deshalb besonders genau an.
Wie wird das Gerät im Boden befestigt?
Klettergerüste werden mit Fundamenten im Boden verankert, meist mit einbetonierten Pfosten oder Bodenankern. Welche Befestigung vorgesehen ist, zeigt der Fundamentplan zum Produkt.
Bei lockerem Untergrund müssen die Fundamentköpfe mindestens 20 cm unter der Spielebene liegen, damit niemand darauf stürzt. Den Aufbau übernimmt ein Fachbetrieb aus unserem Netzwerk von Montagepartnern in ganz Deutschland. Er bietet die Montage in einem eigenen Angebot an und kann auch Fundamente, Erdarbeiten und Fallschutz übernehmen. Haben Sie eigenes Fachpersonal, etwa einen Bauhof, ist auch Eigenmontage möglich.
Wie oft muss ein Klettergerät geprüft werden?
Ein Klettergerüst wird nach dem Aufbau einmal abgenommen und danach in drei Stufen regelmäßig geprüft. Verantwortlich ist der Betreiber.
- Abnahme: vor der ersten Nutzung durch einen Spielplatzprüfer.
- Sichtkontrolle: je nach Nutzung täglich bis wöchentlich.
- Operative Inspektion: alle 1 bis 3 Monate, mit Blick auf Seile, Netze und Verbindungen.
- Hauptinspektion: einmal im Jahr durch einen qualifizierten Prüfer nach DIN 79161.
Wie kommt das Gerät zu Ihnen?
Klettergerüste kommen per Spedition als Terminlieferung, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.
Die Geräte kommen als Bausatz mit Aufbauanleitung, teils vormontiert, und werden unabgeladen geliefert. Die meisten Teile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen, ein Gabelstapler macht es leichter. Ein LKW mit Hebebühne ist bei Klettertürmen nicht möglich, weil lange Pfosten über die Palette ragen. Beauftragen Sie die Montage über uns, geht die Ware direkt an den Montagepartner.
Suchen Sie ein Gerät mit mehr Spielfunktionen, etwa Spielhaus und Rutsche, finden Sie passende Modelle unter Spieltürme.
Wo kann man Klettergerüste kaufen?
Klettergerüste kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Unser Kundendienst berät Sie persönlich zu Auswahl und Planung, am einfachsten über die Kontaktseite. Sie bestellen direkt online oder fordern über Angebot erhalten ein kostenloses und unverbindliches Angebot an, auf Wunsch einzeln je Produkt für Förder- oder Haushaltsanträge.