Was sind Spieltürme und Klettergerüste?
Spieltürme und Klettergerüste sind feste Spielgeräte, auf denen Kinder klettern, balancieren und in die Höhe steigen. Diese Seite zeigt beide Gerätegruppen zusammen, damit Sie Türme und Gerüste direkt vergleichen und für eine Fläche kombinieren können.
Ein Spielturm hat erhöhte Podeste mit Aufstieg, Dach oder Spielhaus und meist eine Rutsche als Abstieg. Ein Klettergerüst stellt das Klettern selbst in den Mittelpunkt, mit Netzen, Wänden, Stangen und Hangelstrecken. Dazu kommen Spielanlagen, die mehrere Türme über Brücken oder Tunnel verbinden. Die Altersangaben reichen von ab 1 Jahr bis ab 9 Jahre.
Spielturm oder Klettergerüst: Was passt besser?
Ein Spielturm passt, wenn viele Spielarten an einem Gerät stattfinden sollen: klettern, rutschen, verstecken und Rollenspiel. Ein Klettergerüst passt, wenn Bewegung, Kraft und Geschicklichkeit im Vordergrund stehen.
| Frage | Spielturm | Klettergerüst |
|---|---|---|
| Was tun die Kinder? | klettern, rutschen, Rollenspiel | klettern, hangeln, balancieren |
| Typischer Abstieg | Rutsche | Netz, Stange oder Leiter |
| Gut für | gemischte Gruppen, Kita | bewegungsfreudige Kinder, Schulhof |
| Spielidee | Burg, Haus, Schiff | Parcours und Herausforderung |
Viele Geräte liegen dazwischen. Auch manche Klettergerüste haben eine Rutsche, und einige Spieltürme bringen Kletterwand oder Netz mit. Eine noch größere Auswahl je Gruppe finden Sie unter Spieltürme und Klettergerüste.
Wann ist ein Spielturm die bessere Wahl?
Ein Spielturm ist die bessere Wahl, wenn jüngere und ältere Kinder dasselbe Gerät nutzen. Unten wird gespielt, oben geklettert und am Ende gerutscht.
Türme mit Dach oder Wandelementen laden zum Rollenspiel ein und bieten einen geschützten Platz. Der Ablauf ist für Kinder leicht zu verstehen: aufsteigen, oben spielen, abrutschen. Deshalb eignen sich Spieltürme gut als erstes großes Gerät auf einer Kita-Fläche. Die Bauformen reichen vom Einzelturm mit Rutsche über Türme mit Spielhaus bis zu Doppeltürmen mit Brücke. Für Krippen gibt es eigene niedrige Türme, eine Auswahl zeigt die Seite U3 Spieltürme.
Wann eignet sich ein Klettergerüst besser?
Ein Klettergerüst eignet sich besser, wenn Kinder sich gezielt anstrengen und Neues ausprobieren sollen. Es fördert Kraft, Koordination und Gleichgewicht.
Klettergerüste bieten oft mehrere Wege nach oben, etwa über Netz, Wand oder Seil. So finden geübte und ungeübte Kinder ihre eigene Route. Für Raumnetze gilt mit der DIN EN 1176-11 ein eigener Normteil mit Regeln zu Knoten, Maschenweite und Seilstärke. Modelle mit Netz sammelt die Seite Kletternetze.
Unser Tipp: Auf dem Schulhof nutzen viele Kinder in kurzer Zeit dieselbe Anlage. Ein Klettergerüst mit mehreren Aufstiegen verteilt die Kinder besser als ein Turm mit nur einer Leiter.
Welche Kletterangebote passen zu welchem Alter?
Maßgeblich ist die Altersangabe auf der Produktseite. Als Faustregel steigen Podesthöhe und Schwierigkeit mit dem Alter.
| Alter | Typische Podesthöhe | Geeignete Kletterelemente |
|---|---|---|
| 1 bis 3 Jahre | bis etwa 100 cm | breite Stufen, Rampen, niedrige Netze, Brüstungen |
| 3 bis 6 Jahre | 100 bis 150 cm | einfache Kletterwände, Leitern, Rutschen |
| 6 bis 12 Jahre | 150 bis 250 cm | Netze, Stangen, Brücken, höhere Rutschen |
Im Sortiment sind die meisten Modelle ab 3 Jahren freigegeben. Auch viele Spieltürme sind schon ab 1 Jahr ausgewiesen. Einige Klettergerüste sind erst ab 5, 6 oder 9 Jahren freigegeben.
Was können Krippenkinder schon klettern?
Krippenkinder klettern auf niedrigen Podesten mit breiten Aufstiegen und geschlossenen Seitenwänden. Für Geräte, die Kinder unter 3 Jahren leicht erreichen, ist ab 60 cm Fallhöhe eine Brüstung Pflicht.
Der Spielturm Steppke aus Lärchenholz ist ab 1 Jahr freigegeben und hat ein Podest auf 55 cm Höhe. Viele Krippentürme im Sortiment liegen bei 55 oder 90 cm Fallhöhe. Die Spielanlage Gerda aus Lärchenholz ist ebenfalls ab 1 Jahr freigegeben. Ihre Podeste steigen von 25 auf 90 cm an, so üben die Kinder Schritt für Schritt.
Welche Geräte fordern Grundschulkinder heraus?
Grundschulkinder suchen Höhe, mehrere Routen und schwierigere Elemente. Geeignet sind hohe Klettergerüste und Anlagen mit Netzen, Stangen und Brücken.
Das Klettergerüst Laurin aus Robinienholz ist ab 5 Jahren freigegeben und hat 150 cm Fallhöhe. Die Kletteranlage Elda aus Lärchenholz und HPL ist ab 9 Jahren freigegeben und erreicht 267 cm Fallhöhe. Die höchste erlaubte Fallhöhe liegt nach Norm bei 3 m. Einige Gerüste im Sortiment reichen bis an diese Grenze.
Auf Schulhöfen werden die Geräte überdurchschnittlich stark genutzt und verschleißen schneller. Zusätzlich zur DIN EN 1176 gelten dort die Regeln der DGUV.
Lassen sich Spieltürme und Klettergerüste auf einer Fläche kombinieren?
Ja, Spieltürme und Klettergerüste lassen sich gut auf einer Fläche kombinieren. Wichtig ist, dass sich bestimmte Sicherheitsbereiche der Geräte nicht überschneiden.
Die Norm unterscheidet zwei Bereiche. Der Freiraum ist der Raum, den Kinder bei der Nutzung brauchen. Der Fallraum ist die Fläche, auf die ein Kind fallen kann. Fallräume verschiedener Geräte dürfen sich meist überschneiden. Freiräume zweier Geräte dürfen das nicht.
Eine Ausnahme betrifft Rutschen. Sie zählen zu den Geräten mit erzwungener Bewegung, also mit Tempo und Richtung durch das Gerät. Ihr Fallraum darf sich nicht mit dem eines anderen Geräts überlappen. Planen Sie den Auslauf der Rutsche deshalb immer mit freiem Abstand zum Klettergerüst.
Wie plant man Turm und Gerüst nebeneinander?
Am einfachsten zeichnen Sie die Sicherheitszonen beider Geräte maßstabsgetreu in einen Lageplan. Die Maße stehen auf jeder Produktseite.
- Sicherheitszone jedes Geräts aus der Produktseite übernehmen.
- Rutschenausläufe frei von anderen Fallräumen halten.
- Laufwege zwischen den Geräten außerhalb der Fallräume legen.
- Ruhige Bereiche wie das Spielhaus vom Klettergerüst trennen.
- Krippengeräte so stellen, dass ältere Kinder nicht hindurchlaufen.
Fallräume dürfen nicht über Grundstücksgrenzen oder in Verkehrsflächen ragen. Für die erste Planung mit Ihrem Team können Sie den Katalog für Spielgeräte anfordern.
Welche Anlagen eignen sich für viele Kinder gleichzeitig?
Für viele Kinder gleichzeitig eignen sich große Spielanlagen mit mehreren Türmen, Brücken und Kletterelementen. Sie verteilen die Kinder auf viele Spielpunkte.
Die Kletteranlage Abbe aus Lärchenholz ist ab 3 Jahren freigegeben und hat Podeste von 90 bis 210 cm Höhe. Ihre Sicherheitszone misst rund 30,6 × 17 m. Der Spielturm Silja aus Robinienholz und Edelstahl hat Podeste auf 150 bis 210 cm. Er braucht eine Sicherheitszone von rund 21,4 × 16,7 m.
Brücken zwischen den Türmen bringen zusätzlichen Spielwert. Wackel- und Hängebrücken üben das Gleichgewicht, Seil- und Netzbrücken Kraft und Koordination, Tunnel die Raumwahrnehmung. Mehr als 50 Modelle im Sortiment brauchen eine Sicherheitszone von über 100 m².
Welches Material hält bei Kletteranlagen am längsten?
Am längsten halten Edelstahl, feuerverzinkter Stahl und Robinienholz. Lärche hält ohne Erdkontakt ebenfalls viele Jahre, braucht aber mehr Pflege.
Die meisten Spieltürme und Gerüste im Sortiment haben eine Tragkonstruktion aus Lärchenholz. Dazu kommen Robinie, Eiche, pulverbeschichteter und feuerverzinkter Stahl, Edelstahl sowie HDPE und HPL. Die Recherche nennt folgende Richtwerte für die Lebensdauer:
- Robinie, splintfrei: etwa 20 bis 50 Jahre, auch ohne Imprägnierung.
- Lärche: etwa 10 bis 15 Jahre, ohne Erdkontakt und mit Pflege.
- Feuerverzinkter Stahl: etwa 25 bis 30 Jahre und mehr bei sachgemäßer Wartung.
- Edelstahl: mehr als 30 Jahre, kaum Korrosion.
- HDPE: mehr als 20 Jahre, UV-beständig und splitterfrei.
Robinie ist die einzige in Europa angebaute Holzart in den Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2, Lärche liegt in Klasse 3. Bei Robinie gehören Verbindungen aus Edelstahl dazu, um Kontaktkorrosion zu vermeiden.
Wie dick muss der Fallschutz unter hohen Kletteranlagen sein?
Bei losem Material wie Sand, Kies oder Holzschnitzeln brauchen Sie bis 2 m Fallhöhe 30 cm Schichtdicke. Über 2 m bis 3 m Fallhöhe sind es 40 cm. Darin sind jeweils 10 cm Zuschlag enthalten, weil spielende Kinder das Material zur Seite schieben.
Bei kombinierten Anlagen richtet sich der Fallschutz nach der höchsten Fallhöhe aller Elemente. Fallschutzplatten brauchen einen Prüfbericht nach DIN EN 1177, der zur Fallhöhe passt. Rasen kommt in der Praxis nur bis 1 m Fallhöhe in Frage, weil er bei starker Nutzung nicht hält.
Wie werden große Türme und Gerüste im Boden befestigt?
Große Türme und Gerüste werden in Betonfundamenten oder mit Bodenankern verankert. Wie genau, zeigen Aufbauanleitung und Fundamentplan zum jeweiligen Gerät.
Üblich ist eine Einbautiefe von mindestens 60 bis 80 cm, möglichst frostfrei. Bei lockerem Untergrund müssen Sockel und Befestigungen mindestens 40 cm und Fundamentköpfe mindestens 20 cm unter der Spielebene liegen. Alternativ deckt ein Geräteteil sie wirksam ab. So stolpert kein Kind über freiliegenden Beton im Fallraum.
Was prüft man an Türmen und Gerüsten im laufenden Betrieb?
Im Betrieb prüfen Sie vor allem Holz, Verbindungen, Absturzsicherungen, Netze und den Fallschutz. Die Intervalle gibt die DIN EN 1176-7 vor, von der Sichtkontrolle bis zur jährlichen Hauptinspektion.
Typische Prüfpunkte:
- Holz auf Fäulnis, Risse, Splitter und Verformung.
- Schrauben und Metallteile auf Korrosion und Lockerung.
- Geländer und Brüstungen auf Vollständigkeit und Stabilität.
- Seile und Netze auf Verschleiß und lose Befestigungen.
- Fallschutz auf Schichtdicke, Fundamente auf Unterspülung.
Wie kommt eine große Kletteranlage auf Ihre Fläche?
Die Anlage kommt per Spedition als Terminlieferung, als Bausatz mit Aufbauanleitung. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die meisten Teile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen. Ein LKW mit Hebebühne ist bei Spieltürmen und Spielanlagen nicht möglich, weil lange Pfosten und Balken über die Palette ragen. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Montagepartner aus unserem Netzwerk, mit eigenem Angebot. Dann geht die Ware direkt an ihn. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer die Anlage ab, das organisiert der Betreiber selbst. Bei Fragen zur Planung erreichen Sie uns über die Kontaktseite.
Wo kann man Spieltürme und Klettergerüste kaufen?
Spieltürme und Klettergerüste kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Unser Kundendienst berät Sie persönlich bei der Wahl zwischen Turm, Gerüst oder Kombination. Ein kostenloses und unverbindliches Angebot fordern Sie über Angebot erhalten an, auf Wunsch auch einzeln je Gerät für Förder- oder Haushaltsanträge.