Was sind Federwippen aus Holz?
Federwippen aus Holz sind Wipptiere, deren Sitz und Körper aus massivem Holz bestehen. Sie sitzen auf einer Stahlfeder, die in einem Anker im Boden steckt. Das Kind bringt die Wippe mit dem eigenen Gewicht in Bewegung, nach vorn, nach hinten und zur Seite.
Die Modelle im Sortiment sind aus Robinienholz gebaut und für den öffentlichen und gewerblichen Einsatz nach DIN EN 1176 geprüft. Viele kombinieren das Holz mit Teilen aus Stahl. Sie stehen in Krippen und Kitas, auf öffentlichen Spielplätzen, in Wohnanlagen und an Hotels. Überall dort gilt die DIN EN 1176. Die Federwippe Monty aus Robinienholz ist 82 cm hoch und für Kinder ab 2 Jahren freigegeben.
Aus welchem Holz sind die Wipptiere gebaut?
Die Holzwippen im Sortiment bestehen aus Robinie. Das ist ein Laubholz, das ursprünglich aus Nordamerika stammt und heute in Europa angebaut wird.
Robinie ist das schwerste und härteste heimische Nutzholz. Das frische Kernholz ist gelbgrün bis grünlichbraun und dunkelt unter Licht nach. Für Spielgeräte wird nur das Kernholz verwendet, weil das helle Splintholz am Rand nicht dauerhaft ist.
Begriff erklärt: Dauerhaftigkeitsklasse. Die DIN EN 350 teilt Holzarten in fünf Klassen ein, je nachdem wie gut sie Pilzen und Fäulnis widerstehen. Klasse 1 ist sehr dauerhaft, Klasse 5 nicht dauerhaft. Robinie liegt in Klasse 1 bis 2.
Warum eignet sich Robinie für eine Federwippe?
Robinie hält im Freien sehr lange und braucht keinen chemischen Holzschutz. Sie ist die einzige in Europa angebaute Holzart in den Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2.
Gerbstoffe im Kernholz schützen es von Natur aus gegen Pilze, Insekten und Fäulnis. Eine Imprägnierung ist deshalb nicht nötig, und auf die Holzoberfläche kommt kein Holzschutzmittel, das Kinder anfassen. Das Holz ist zudem fest und elastisch genug, um die ständigen Stöße beim Wippen aufzunehmen.
| Holzart | Dauerhaftigkeitsklasse | Ohne Erdkontakt |
|---|---|---|
| Robinie | 1 bis 2 | 50 Jahre und mehr |
| Lärche | 3 bis 4 | 10 bis 20 Jahre |
| Douglasie | 3 bis 4 | 10 bis 20 Jahre |
Die Werte sind Richtwerte aus der Fachliteratur für das Holz an sich. An stark beanspruchten Teilen von Spielgeräten berichten Prüfer aus der Praxis von 10 bis 12 Jahren. Der Kern bleibt dabei hart, das Holz verwittert von außen.
Kann eine Holzfederwippe splittern?
Das Risiko ist gering. Geschliffene Robinie aus splintfreiem Kernholz hat eine glatte, fast samtige Oberfläche und neigt kaum zum Splittern.
Die DIN EN 1176 verlangt für Spielgeräte ausdrücklich Holz mit geringer Splitterneigung und glatte, splitterarme Oberflächen. Trotzdem ist Holz ein Naturstoff. Über die Jahre kann sich an Kanten und Griffstellen eine Faser lösen.
Deshalb gehört die Holzoberfläche zu jeder Sichtkontrolle. Eine raue Stelle lässt sich früh glatt schleifen, bevor sie zum Problem wird.
Sind feine Risse in der Robinie normal?
Ja. Robinie neigt von Natur aus zu feinen Rissen. Das ist eine natürliche Eigenschaft des Holzes und kein Mangel.
Die Risse schwächen die Statik nicht. Auf Dauer grau wird das Holz ebenfalls: Im Freien bildet sich eine silbergraue Patina. Sie ist rein optisch und ändert nichts an der Haltbarkeit. Die Oberfläche fühlt sich auch nach dem Vergrauen glatt an.
Wichtig: Ein feiner Riss in Längsrichtung ist normal. Lose Teile, tiefe Querrisse oder Stellen, an denen Finger hängen bleiben können, gehören dagegen sofort gemeldet und vom Fachmann geprüft.
Wie pflegt man eine Federwippe aus Robinie?
Robinie braucht kaum Pflege. Ölen ist kein Muss, sondern eine Frage der Optik.
- Naturbelassen: Das Holz vergraut und bleibt dabei haltbar. Ein Anstrich ist nicht nötig.
- Geölt: Wer den warmen Holzton länger erhalten will, behandelt das Holz mit einem pigmentierten Pflegeöl. Öle müssen meist ein- bis zweimal im Jahr erneuert werden.
- Geprüfte Mittel: Für Spielgeräte kommen nur Öle und Lasuren in Frage, die nach DIN EN 71-3 für Spielzeug geprüft sind.
Zur Wartung nach DIN EN 1176-7 gehören außerdem das Nachziehen der Schrauben und die Holzpflege. Wie oft das nötig ist, steht in der Wartungsanleitung des jeweiligen Modells.
Wozu haben die Holzwippen Teile aus Stahl?
Die Feder und viele tragende Teile sind aus Stahl, weil sie die größten Kräfte aufnehmen. Das Holz bildet Sitz und Körper des Wipptiers.
Bei den Modellen im Sortiment ist der Stahl entweder pulverbeschichtet oder feuerverzinkt. Feuerverzinkung schützt Stahl durch eine Zinkschicht vor Rost. Eine Pulverbeschichtung ist eine eingebrannte Farbschicht, die zusätzlich schützt und farbige Akzente ermöglicht.
Die Federwippe Maja verbindet Robinie mit pulverbeschichtetem Stahl und ist 65 cm hoch. Bei der Federwippe Joan ist der Stahl feuerverzinkt.
Holz oder HDPE: Welche Federwippe passt besser?
Holz passt zu naturnahen Spielflächen und Kitas mit Holzgeräten. HDPE passt dorthin, wo kräftige Farben gewünscht sind und möglichst wenig Pflege anfallen soll.
| Merkmal | Robinie | HDPE |
|---|---|---|
| Optik | natürlich, vergraut mit der Zeit | bunt, durchgefärbt |
| Pflege | wenig, Öl nach Wunsch | sehr wenig |
| Oberfläche | glatt, feine Risse normal | splitterfrei |
| Motive | vor allem Tiere | Tiere, Fahrzeuge, neutrale Formen |
HDPE ist ein fester, durchgefärbter Kunststoff. Die Farbe kann nicht abblättern. Die größere Auswahl an Farben und Formen zeigt die Seite Kunststoff Federwippen.
Ab welchem Alter sind Holzfederwippen freigegeben?
Die Holzfederwippen im Sortiment sind laut Produktdaten für Kinder ab 2 Jahren freigegeben. Damit eignen sie sich schon für die Krippe.
Ab 3 Jahren können die meisten Kinder ohne Hilfe sicher wippen. Jüngere Kinder brauchen anfangs oft eine helfende Hand. Für Kinder unter 3 Jahren gelten in der DIN EN 1176 strengere Anforderungen, etwa an Fangstellen. Griffe für die Kleinsten sollten höchstens 30 mm dick sein, damit kleine Hände sie gut umfassen.
Weitere Modelle für die Kleinsten, auch aus Kunststoff, finden Sie unter U3 Federwippen.
Welche Motive gibt es aus Robinienholz?
Die meisten Holzmodelle sind Tiere. Die Federwippe Monty ist als Fahrzeug gestaltet.
Holz gibt den Tieren eine ruhige, natürliche Form, die gut zu Naturspielplätzen und Kitas mit Holzgeräten passt. Die Federwippe Flip ist 97 cm lang und 73 cm hoch, die Federwippe Ginger mit 62 cm Höhe das niedrigste Modell.
Mehrere Tiere lassen sich zu einer kleinen Themenwelt zusammenstellen, etwa einem Bauernhof. Die Federwippe Rudi aus Robinie und feuerverzinktem Stahl ist 103 cm lang und passt gut als zweites Tier daneben. Alle Wipptiere aus Holz und Kunststoff zeigt die Seite Federtiere.
Wie viel Fläche braucht ein Wipptier aus Holz?
Rund 8 bis 9 m² inklusive Sicherheitszone. Rund um eine Federwippe müssen in jeder Wippstellung mindestens 1 m frei bleiben.
Bei den Holzmodellen reicht die Sicherheitszone von 316 × 256 cm (Federwippe Monty) bis 347 × 266 cm (Federwippe Flip). In dieser Fläche dürfen keine Bänke, Bäume oder andere Geräte stehen. Die Fallräume von zwei Federwippen dürfen sich auch untereinander nicht überschneiden, weil beide Geräte in Bewegung sind.
Ein guter Platz liegt in einem ruhigen Teil des Spielbereichs, abseits von Schaukeln und Rutschenausläufen. Laufwege sollten nicht durch den Fallraum führen. Steht in der Nähe eine Bank, können Erzieherinnen und Eltern die Kleinsten gut im Blick behalten.
Welcher Boden gehört unter die Holzwippe?
Unter jede Federwippe gehört ein stoßdämpfender Boden. Beton, Asphalt oder Pflaster sind nicht zulässig.
Die kritische Fallhöhe liegt bei den Holzmodellen laut Produktdaten bei 60 cm. Als Fallschutz nennen die Produktdaten:
- Sand
- Holzhackschnitzel
- Kies
- Fallschutzmatten
Lose Materialien brauchen bis 2 m Fallhöhe eine Schicht von mindestens 30 cm. Darin stecken 10 cm Zuschlag, weil spielende Kinder das Material zur Seite schieben. Holzhackschnitzel passen optisch gut zu Holzgeräten.
Wie wird die Feder im Boden befestigt?
Die Stahlfeder sitzt auf einem feuerverzinkten Bodenanker, der in ein Betonfundament gesetzt wird. So steht die Wippe auch bei kräftigem Schwung sicher.
Größe und Tiefe des Fundaments zeigt der Fundamentplan des jeweiligen Modells. Er gehört zusammen mit der Aufbauanleitung zum Produkt.
Was prüft der Spielplatzprüfer an Holz und Feder?
Geprüft werden das Holz, die Feder, die Griffe und der Boden darunter. Die DIN EN 1176-7 sieht dafür drei Stufen vor: die häufige Sichtkontrolle, die operative Inspektion alle 1 bis 3 Monate und die jährliche Hauptinspektion durch einen Prüfer nach DIN 79161.
- Holz: glatte Oberfläche, keine Splitter, keine tiefen Risse oder losen Teile.
- Feder: Ermüdung, Rost, Risse und Quetschstellen zwischen den Windungen.
- Griffe und Fußstützen: fester Sitz, nichts lässt sich ohne Werkzeug drehen.
- Bodenanker: fester Halt im Fundament.
- Fallschutz: ausreichend Material unter und um das Gerät.
Halten Sie jede Prüfung schriftlich fest. Die Unterlagen belegen im Schadensfall, dass der Betreiber seine Pflichten erfüllt hat.
Wie kommt eine Federwippe aus Robinie auf den Spielplatz?
Die Wippe kommt per Spedition als Terminlieferung, als Bausatz mit Aufbauanleitung. Den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab, der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.
Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die meisten Teile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen abladen. Da Federwippen auf Paletten passen, ist gegen Aufpreis auch ein LKW mit Hebebühne möglich.
Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Montagepartner aus unserem Netzwerk in ganz Deutschland, mit eigenem Angebot. Er setzt auch das Fundament und bringt den Fallschutz ein. Mit eigenem Fachpersonal, etwa einem Bauhof, ist Eigenmontage möglich. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer die Wippe ab, diese Abnahme organisiert der Betreiber. Mehr zu den Bauformen zeigt die Übersicht Federwippen.
Wo kann man Federwippen aus Holz kaufen?
Federwippen aus Holz kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Ein kostenloses und unverbindliches Angebot erhalten Sie über Angebot erhalten, für Förder- oder Haushaltsanträge auf Wunsch einzeln je Produkt. Bei Fragen zu Holzart, Motiv und Fläche berät Sie unser Kundendienst persönlich über die Kontaktseite.