Was sind Outdoor-Sportgeräte?
Outdoor-Sportgeräte sind fest im Boden verankerte Geräte, an denen Menschen draußen trainieren, balancieren oder Ball spielen. Sie stehen frei zugänglich auf Schulhöfen, in Parks, auf Vereinsgeländen und in Wohnanlagen.
Anders als Geräte für den Garten sind sie für viele Nutzer am Tag gebaut. Sie bleiben das ganze Jahr draußen und müssen Regen, Frost und grobe Behandlung aushalten. Für jede Geräteart gibt es eine eigene Sicherheitsnorm. Die Sportgeräte im Sortiment sind TÜV-geprüft nach der jeweils einschlägigen Norm.
Welche Sportgeräte gibt es für draußen?
Das Sortiment teilt sich in fünf Gruppen. Sie unterscheiden sich darin, wer trainiert und wie trainiert wird.
- Fitnessgeräte: Stationen für Kraft, Ausdauer und Koordination, die größte Gruppe im Sortiment.
- Calisthenics: Reck, Barren und Kombinationen für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht.
- Multisportanlagen: fest aufgebaute Spielfelder für Ballspiele wie Fußball und Basketball.
- Balancierbalken: niedrige Balken, Balancierpfade oder Wackelbrücken für Gleichgewicht und Koordination.
- Fitnessparcours: mehrere Stationen, die zu einem Rundkurs verbunden sind.
Dazu kommen einzelne Geräte für den Freizeitsport, etwa Tischtennisplatten und ein Tischkicker aus Beton. Einen Überblick über Kraft- und Ausdauerstationen finden Sie unter Fitnessgeräte.
Welche Normen gelten für Sportgeräte im öffentlichen Raum?
Für Sportgeräte im Freien gibt es drei Normen. Welche gilt, hängt von der Geräteart und von den Nutzern ab.
| Norm | Gilt für | Nutzer |
|---|---|---|
| DIN EN 1176 | Spielplatzgeräte, auch Balancier- und Klettergeräte | Kinder |
| DIN EN 16630 | fest installierte Fitnessgeräte im Freien | ab 14 Jahren oder über 1,40 m Körpergröße |
| DIN EN 15312 | frei zugängliche Multisportgeräte | vor allem Kinder und Jugendliche, nicht unter 36 Monaten |
Die drei Normen grenzen sich gegenseitig ab. Die DIN EN 16630 gilt ausdrücklich nicht für Spielplatzgeräte und nicht für Multisportgeräte. Im Sortiment gibt es Geräte nach allen drei Normen. Ein Teil der Geräte trägt beide Zertifikate DIN EN 16630 und DIN EN 1176. Welche Prüfung ein Gerät hat, steht auf der Produktseite unter Zertifikate.
Für welches Alter sind die Geräte gedacht?
Das hängt von der Norm ab. Geräte nach DIN EN 16630 sind für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene gedacht. Für jüngere Kinder sind Geräte nach DIN EN 1176 vorgesehen.
Ein großer Teil der Geräte im Sortiment ist ab 3 Jahren ausgewiesen, darunter alle Multisportanlagen und Fitnessparcours sowie die meisten Balancierbalken und Recks. Einzelne Geräte sind schon ab 1 Jahr freigegeben. Multisportgeräte nach DIN EN 15312 sind für Kinder ab 3 Jahren und Jugendliche gebaut. Die genaue Altersangabe steht auf jeder Produktseite.
Wichtig: Stehen Fitnessgeräte für Erwachsene neben einem Spielplatz, kommen auch Kinder an die Geräte. Prüfen Sie dann, ob Geräte mit Zertifikat nach DIN EN 1176 besser passen.
Welche Sportgeräte eignen sich für Schulen?
Für Schulen eignen sich Geräte, an denen viele Kinder gleichzeitig spielen oder trainieren. Gefragt sind vor allem Multisportanlagen und Balancierbalken, dazu Recks und Tischtennisplatten.
In der Grundschule passen Geräte nach DIN EN 1176 mit der Altersangabe ab 3 oder ab 6 Jahren. Der Balancierbalken Marc aus Lärchenholz ist ab 3 Jahren freigegeben und hat eine Fallhöhe von 36 cm. Für weiterführende Schulen kommen Fitness- und Calisthenics Geräte nach DIN EN 16630 dazu, wenn jüngere Kinder keinen Zugang haben.
Ballspiel in der Pause lässt sich mit einem Korb oder einer Platte einfach anbieten. Der Basketballkorb Balte aus feuerverzinktem Stahl und HDPE ist nach DIN EN 15312 geprüft und 366 cm hoch.
Können auch Erwachsene und Senioren trainieren?
Ja. Fitnessgeräte nach DIN EN 16630 sind ausdrücklich für Jugendliche und Erwachsene gebaut. Viele Kommunen stellen sie in Parks auf, damit alle Generationen dort trainieren können.
Für den Einstieg eignen sich Geräte mit geführter Bewegung, etwa Stepper, Rudergeräte und Beintrainer. Dort gibt das Gerät den Bewegungsablauf vor. Wer mehr Kraft aufbauen will, trainiert an Reck und Barren. Das Outdoor Fitnessgerät Burga aus Edelstahl und HDPE ist nach DIN EN 16630 geprüft. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht finden Sie unter Calisthenics Geräte.
Was ist ein Fitnessparcours?
Ein Fitnessparcours ist eine Reihe von Stationen, die zu einem Rundkurs verbunden sind. Die Nutzer laufen von Station zu Station und trainieren dabei Ausdauer und Koordination.
Im Sortiment gibt es fertige Parcours, fast alle aus Lärche oder Robinie. Sie verbinden Elemente zum Balancieren und Klettern mit Hindernissen in einem Gerät. Der Fitnessparcours Ciro aus Robinienholz ist nach DIN EN 1176 geprüft und ab 3 Jahren freigegeben. Seine Sicherheitszone misst 12,7 × 12,7 m. Alle Modelle finden Sie unter Fitnessparcours.
Welche Geräte gibt es für Ballsport?
Für Ballsport gibt es neben Multisportanlagen auch Geräte für Basketball. Dazu kommen Tischtennisplatten und Tischkicker aus Beton. Die Multisportanlagen sind die größten Geräte der Kategorie.
Eine Multisportanlage ist ein fest aufgebautes Spielfeld für mehrere Ballsportarten, je nach Modell etwa Fußball, Basketball und Hockey. Die größte Anlage im Sortiment misst rund 41,7 × 23,8 m, die kleinste 5,4 × 5,4 m. Für kleinere Flächen eignen sich Tischtennisplatten. Die Tischtennisplatte Levi ist aus Beton und misst 274 × 152 cm. Alle Ballspielfelder finden Sie unter Multisportanlagen.
Aus welchen Materialien sind Outdoor-Sportgeräte gebaut?
In den meisten Outdoor-Sportgeräten im Sortiment ist Stahl verbaut. Holz kommt bei einem großen Teil der Geräte vor, Beton nur bei einzelnen Modellen.
- Pulverbeschichteter Stahl: farbig beschichtet und gut zu greifen, typisch für Fitnessstationen.
- Feuerverzinkter Stahl: mit Zinkschicht gegen Rost, oft bei Multisportanlagen und Verbindungen.
- Lärche: das häufigste Holz im Sortiment, mit natürlicher Optik für Parks und Schulhöfe.
- Robinie: eines der dauerhaftesten Hölzer Europas.
- HDPE: ein fester Kunststoff für Paneele und Verkleidungen.
- Beton: schwer und standfest, bei Tischtennisplatten und Tischkicker.
Robinie liegt in den Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2 nach DIN EN 350 und verträgt auch Erdkontakt. Lärche liegt in den Klassen 3 bis 4 und sollte nicht direkt im Erdreich stehen. Holz vergraut im Freien mit der Zeit zu einem silbergrauen Ton. Das ist eine rein optische Veränderung.
Wie viel Platz braucht ein Sportgerät?
Jedes Gerät braucht eine Sicherheitszone, also eine freie Fläche rund um das Gerät. Im Sortiment reicht sie von etwa 9,5 m² bei kleinen Fitnessstationen bis rund 416 m² beim größten Fitnessparcours.
Zur Sicherheitszone gehört der Fallraum. Das ist die Fläche, auf die ein Nutzer fallen kann. Bis 1,5 m Fallhöhe ist er mindestens 1,5 m breit. Darüber gilt zwei Drittel der Fallhöhe plus 0,5 m. Planen Sie zusätzlich Wege und Platz für Wartende ein, damit niemand durch den Fallraum laufen muss.
Welcher Untergrund passt unter die Geräte?
Ab 60 cm freier Fallhöhe stellt die Spielplatznorm Anforderungen an den Boden, ab 1 m braucht es stoßdämpfendes Material. Viele Geräte im Sortiment liegen bei 60 cm oder darüber, die höchste Fallhöhe beträgt 299 cm.
Für Fitness- und Balanciergeräte nennen die Produktdaten Sand, Hackschnitzel, Kies und Fallschutzmatten. Bei Multisportanlagen sind es Fallschutzmatten und Wetpour, also ein fugenloser Belag aus gegossenem EPDM-Granulat. Für lose Schüttung gelten diese Schichtdicken:
- Bis 1 m Fallhöhe reicht in der Praxis dichter, gepflegter Rasen oder Oberboden.
- Bis 2 m Fallhöhe sind 30 cm Sand, Kies, Holzhackschnitzel oder Rindenmulch nötig.
- Bis 3 m Fallhöhe sind es 40 cm Schüttgut oder geprüfte Fallschutzplatten.
In diesen Werten sind 10 cm Zuschlag enthalten, weil Nutzer das Material zur Seite schieben. Die zulässige Fallhöhe pro Gerät steht auf der Produktseite.
Wie werden Sportgeräte im Boden verankert?
Sportgeräte im öffentlichen Raum stehen fest verankert im Boden, meist auf Betonfundamenten. Wie tief und wie groß die Fundamente sind, steht im Fundamentplan zum jeweiligen Gerät.
Die Fundamente dürfen selbst keine Gefahr sein. Liegen sie im Fallraum unter losem Fallschutz, müssen die Fundamentköpfe mindestens 20 cm unter der Oberfläche liegen oder durch Geräteteile abgedeckt sein. Auf vorhandenem Beton oder Asphalt lassen sich manche Geräte auch aufdübeln, wenn darüber Fallschutzplatten liegen.
Wer prüft die Geräte nach dem Aufbau?
Vor der ersten Nutzung wird das aufgebaute Gerät abgenommen. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst, sie ist nicht Teil der Montage.
Bei Geräten nach DIN EN 1176 nimmt ein Spielplatzprüfer das Gerät ab, der nicht am Aufbau beteiligt war. Danach folgen regelmäßige Sichtkontrollen, operative Inspektionen und eine jährliche Hauptinspektion. Auch die DIN EN 16630 und die DIN EN 15312 enthalten Vorgaben zu Inspektion und Wartung. Dokumentieren Sie jede Kontrolle, denn im Schadensfall dient sie als Nachweis.
Wie werden die Geräte geliefert?
Die meisten Sportgeräte kommen per Spedition als Terminlieferung. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Die Geräte kommen als Bausatz und werden unabgeladen geliefert. Die meisten Einzelteile tragen 2 bis 3 Erwachsene von Hand, mit Gabelstapler oder Radlader geht es einfacher. Die Tischtennisplatten und der Tischkicker aus Beton bilden eine Ausnahme. Sie kommen mit Kran-LKW bis zum Aufstellort, und der Fahrer lädt ab. Dafür brauchen Sie eine Zufahrt für den LKW und eine Person vor Ort. Details stehen unter Versand und Zahlung.
Wer baut die Sportgeräte auf?
Den Aufbau übernimmt ein Fachbetrieb aus unserem Netzwerk von Montagepartnern in ganz Deutschland. Sie erhalten dafür ein eigenes Angebot, getrennt vom Angebot für die Lieferung.
Der Montagepartner setzt die Fundamente nach dem Fundamentplan des Geräts, übernimmt Erdarbeiten und bringt den Fallschutz ein. Bei größeren Projekten kommt er vorab zu einem Termin vor Ort. Mit Montage geht die Ware direkt an ihn, Sie müssen nichts abladen. Ein Bauhof mit eigenem Fachpersonal kann die Geräte auch selbst aufbauen.
Wo kann man Outdoor-Sportgeräte kaufen?
Outdoor-Sportgeräte kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Sie bestellen direkt online oder fordern über Angebot erhalten ein kostenloses und unverbindliches Angebot an. Für Förderanträge und Ausschreibungen gibt es das Angebot auf Wunsch einzeln je Produkt. Bei der Wahl der passenden Norm und Fläche berät Sie unser Kundendienst persönlich über die Kontaktseite.