Was gehört zum Stadtmobiliar?
Zum Stadtmobiliar gehören alle fest aufgestellten Möbel im öffentlichen Raum: Sitzbänke, Sitzgruppen und Tische, dazu Fahrradparksysteme, Abfallbehälter und Pflanzkübel. Sie stehen in Parks, auf Plätzen und Schulhöfen, an Wohnanlagen, auf Firmengeländen und Campingplätzen.
Anders als Gartenmöbel bleiben diese Möbel das ganze Jahr draußen. Viele Menschen nutzen sie täglich, oft ohne Aufsicht. Deshalb sind Gestelle, Verbindungen und Oberflächen auf Dauerbelastung und Wetter ausgelegt.
| Produktgruppe | Wofür |
|---|---|
| Sitzbänke und Rundbänke | Ausruhen an Wegen, Plätzen und Spielplätzen |
| Sitzgruppen, Tische, Picknicktische | Essen, Arbeiten, Treffen im Freien |
| Liegestühle | Erholung in Freibad, Hotel und Park |
| Fahrradparksysteme | Fahrräder sicher abstellen und anschließen |
| Abfallbehälter | Sauberkeit an Bänken, Wegen und Eingängen |
| Pflanzkübel | Begrünung, Gliederung von Flächen, Abgrenzung |
Alle Möbel zum Sitzen, Liegen und für Tische finden Sie gesammelt unter Außenmobiliar.
Aus welchen Materialien sind Stadtmöbel gebaut?
Die meisten Stadtmöbel im Sortiment haben ein Gestell aus Stahl, entweder pulverbeschichtet oder feuerverzinkt. Sitzflächen und Verkleidungen sind aus Holz, HPL, Recycling-Kunststoff oder Beton.
- Stahl: feuerverzinkt heißt, der Stahl ist mit einer Zinkschicht gegen Rost geschützt. Pulverbeschichtet heißt, er hat eine eingebrannte Farbschicht, oft in RAL-Farben.
- Holz: im Sortiment vor allem Lärche, Eiche und Tropenholz, dazu Robinie, Fichte und andere Nadelhölzer. Holz heizt sich in der Sonne weniger auf als Metall.
- HPL: ein unter hohem Druck gepresstes Schichtmaterial. Es ist sehr witterungsbeständig und lässt sich gut von Graffiti reinigen.
- Recycling-Kunststoff: splittert nicht und muss weder gestrichen noch geölt werden.
- Beton: sehr schwer und dadurch gut gegen Diebstahl und Vandalismus geschützt. Er heizt sich aber stark auf und kühlt stark aus.
Bei Fahrradständern und Abfallbehältern überwiegt Stahl. Bei Pflanzkübeln gibt es neben Stahl auch viele Modelle aus Beton, Lärchenholz und Kunststoff.
Wie lange halten Stadtmöbel im Freien?
Stadtmöbel aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahl halten im Freien etwa 20 bis 30 Jahre, Beton deutlich länger. Bei Holz hängt die Lebensdauer stark von der Holzart ab.
| Material | Lebensdauer (Richtwert) | Pflege |
|---|---|---|
| Stahl verzinkt und pulverbeschichtet | 20 bis 30 Jahre | gering |
| Beton | 30 bis 80 Jahre und mehr | sehr gering |
| Recycling-Kunststoff | 25 bis 50 Jahre und mehr | sehr gering |
| Robinie | über 50 Jahre ohne Erdkontakt | mittel |
| Eiche | 20 bis 40 Jahre ohne Erdkontakt | mittel |
| Lärche | 10 bis 20 Jahre ohne Erdkontakt | mittel bis hoch |
Die Werte sind Richtwerte. Wie lange ein Möbel tatsächlich hält, hängt vom Standort, von der Nutzung und von der Pflege ab. Stahl rostet vor allem dort, wo die Beschichtung beschädigt ist. Solche Stellen sollten Sie früh ausbessern lassen.
Worauf sollten Kommunen bei Parkbänken achten?
Wichtig sind eine bequeme Sitzhöhe, die passende Lehne und eine Bauweise, die sich reparieren lässt. Üblich sind 42 bis 48 cm Sitzhöhe, für ältere Menschen auch bis 55 cm.
Bänke mit Rückenlehne eignen sich für längeres Sitzen an Wegen und in Parks. Bänke ohne Lehne lassen sich von beiden Seiten nutzen und passen auf Plätze und Schulhöfe. Armlehnen helfen beim Aufstehen. Die Parkbank Husum aus Lärchenholz und feuerverzinktem Stahl hat Rücken- und Armlehnen, 44 cm Sitzhöhe und Platz für 3 Personen.
Achten Sie auch auf austauschbare Latten. Wird eine Latte beschädigt, lässt sie sich einzeln ersetzen. Eine verschweißte Bank muss bei größeren Schäden meist komplett getauscht werden.
Welche Fahrradparksysteme gibt es?
Die Auswahl reicht vom einzelnen Anlehnbügel bis zur zweistöckigen Anlage. Welches System passt, hängt von Platz, Parkdauer und Zahl der Fahrräder ab.
- Anlehnbügel: Ein Bügel bietet Platz für 2 Fahrräder, je eines pro Seite.
- Fahrradständer: Reihenanlagen, einseitig oder zweiseitig nutzbar.
- Schräghochparker: Die Räder stehen abwechselnd hoch und tief, so stoßen die Lenker nicht aneinander.
- Doppelstockparker: zwei Ebenen übereinander, fast doppelt so viele Stellplätze auf gleicher Fläche.
- Fahrradgaragen und Überdachungen: Schutz vor Regen und Diebstahl für längeres Parken.
Der Doppelstockparker Fichtel aus feuerverzinktem Stahl ist 228 cm hoch. In Gebäuden brauchen Doppelstockparker mindestens 275 cm Raumhöhe. Die ganze Auswahl zeigt die Seite Fahrradparksysteme.
Wie viel Fläche braucht ein Fahrradstellplatz?
Ein Stellplatz braucht je nach System etwa 0,7 bis 1,75 m², den Gang vor der Anlage eingerechnet. Vor jeder Anlage sollten mindestens 180 cm frei bleiben, damit man das Rad ein- und ausparken kann.
| Aufstellung | Abstand der Räder | Fläche je Stellplatz |
|---|---|---|
| einseitig, alle Räder tief | 70 cm | ca. 1,75 m² |
| zweiseitig, hoch und tief im Wechsel | 50 cm | ca. 1,25 m² |
| Doppelstockparker | je nach Modell | ca. 0,70 m² |
Die Norm DIN 79008 legt für Fahrradparksysteme fest, dass Rahmen und mindestens ein Laufrad anschließbar sein müssen. Das Rad muss sicher stehen und sich leicht ein- und ausparken lassen.
Welche Abfallbehälter eignen sich für Parks und Plätze?
Für Parks und Plätze eignen sich standfeste Abfallbehälter aus Stahl, Holz oder mit Betonmantel. Die meisten Modelle im Sortiment sind aus pulverbeschichtetem Stahl.
Behälter mit Holzverkleidung fügen sich gut neben Holzbänke ein. Modelle mit Beton sind schwer und lassen sich kaum umwerfen. Der Abfallbehälter Kaub aus feuerverzinktem Stahl und Beton wiegt 125 kg bei 60 cm Höhe. Stellen Sie Abfallbehälter dort auf, wo Menschen sitzen, essen oder warten, also neben Bänken, Sitzgruppen und Eingängen. Alle Modelle finden Sie unter Abfallbehälter.
Was ist bei Pflanzkübeln im öffentlichen Raum zu beachten?
Pflanzkübel im öffentlichen Raum müssen standfest sein und dürfen nicht leicht umkippen. Große Modelle aus Beton wiegen mehrere hundert Kilogramm und stehen allein durch ihr Gewicht.
Der Pflanzbehälter Osburg aus Beton misst 100 × 100 cm und wiegt 889 kg. Leichtere Kübel aus Stahl, Lärchenholz oder Kunststoff lassen sich einfacher versetzen. Ein Teil der Pflanzkübel kommt fertig montiert.
Pflanzkübel gliedern Plätze, grenzen Sitzbereiche ab und bringen Grün auf versiegelte Flächen. Oft stehen sie direkt neben Bänken. Die Auswahl sehen Sie unter Pflanzkübel.
Wie gestaltet man Stadtmöbel einheitlich?
Am einfachsten mit Möbeln aus einer Serie, die in Form, Material und Farbe zusammenpassen. Viele Kommunen legen das in einer Gestaltungssatzung oder einem Möblierungskonzept fest.
Solche Vorgaben regeln meist Material, Farbpalette und eine einheitliche Designfamilie. Im Sortiment gibt es mehrere Serien in gleicher Form mit unterschiedlichem Belag. Der Tisch Wiesmoor aus Recycling-Kunststoff misst 182 × 88,3 cm. In denselben Maßen gibt es den Tisch Wiesent aus Eiche und den Tisch Wiesau aus Stahl.
Unser Tipp: Legen Sie vor der ersten Bestellung Material und RAL-Farbe für alle Möbel fest. So passen Bänke, Abfallbehälter und Fahrradständer auch Jahre später noch zusammen.
Was macht Stadtmöbel barrierefrei?
Barrierefreie Stadtmöbel sind gut erreichbar, gut erkennbar und leicht zu nutzen. Die DIN 18040-3 nennt dafür konkrete Werte für den öffentlichen Freiraum.
- Sitzhöhe von 46 bis 48 cm, Rückenlehne und Armlehnen werden empfohlen.
- Höchstens 300 m Abstand zwischen zwei Sitzgelegenheiten.
- Starker Farbkontrast zur Umgebung, damit sehbehinderte Menschen die Möbel erkennen.
- Untere Kante höchstens 15 cm über dem Boden, damit Blinde sie mit dem Langstock ertasten.
- Unterfahrbare Tische mit höchstens 80 cm Höhe und mindestens 67 cm Kniefreiheit.
Stellen Sie Bänke neben den Gehweg, nicht auf die Gehfläche. Einzelne Bänke ohne Armlehne erleichtern das Umsetzen aus dem Rollstuhl.
Wie schützt man Stadtmöbel vor Vandalismus?
Am besten mit fester Verankerung, verdeckten Schrauben und einem Material, das zum Standort passt. Typische Schäden sind Graffiti, abgeschraubte oder abgebrochene Latten und Brandflecken.
Sicherheitsschrauben lassen sich nur mit Spezialwerkzeug lösen. Bei verdeckter Befestigung sitzen die Schrauben auf der Unterseite. Fest verankerte Möbel können nicht umgeworfen oder weggetragen werden.
An stark gefährdeten Orten sind Ganzmetall und Beton am widerstandsfähigsten. Stahl mit Holzlatten liegt im Mittelfeld, ist aber angenehmer zum Sitzen. HPL lässt sich gut von Graffiti reinigen.
Welche Normen gelten für Möbel im öffentlichen Raum?
Für Sitzmöbel im öffentlichen Raum gibt es keine eigene DIN-Norm. Es gelten Teilregeln aus mehreren Normen.
- DIN 18040-3: barrierefreie Gestaltung von Verkehrs- und Freiraum, etwa Sitzhöhe und Abstände.
- DIN EN 13198: Anforderungen an Straßenmöbel aus Betonfertigteilen.
- DIN 79008: Anforderungen an Fahrradparksysteme.
Die DIN EN 581 für Außenmöbel gilt ausdrücklich nicht für öffentlich aufgestellte und fest befestigte Möbel. Das wird oft verwechselt. Welche Prüfung ein einzelnes Produkt hat, steht auf seiner Produktseite.
Wie werden Stadtmöbel im Boden befestigt?
Die meisten Stadtmöbel werden einbetoniert oder auf einen festen Untergrund gedübelt. Sehr schwere Möbel aus Beton stehen auch frei.
- Einbetonieren: Die Füße sitzen im Betonfundament, bei Bänken etwa 15 cm unter der fertigen Oberfläche. Anlehnbügel werden meist 25 bis 30 cm tief eingesetzt.
- Aufdübeln: Fußplatten werden auf Beton oder Pflaster geschraubt. Die Bank lässt sich später ohne Erdarbeiten versetzen.
- Freistehend: nur bei sehr schweren Möbeln. Die Parkbank Soltau aus Beton und Fichtenholz wiegt 300 kg und kommt fertig montiert.
Für den Aufbau vermitteln wir einen Fachbetrieb aus unserem Netzwerk von Montagepartnern in ganz Deutschland. Er übernimmt auf Wunsch auch Fundamente und Erdarbeiten und schickt Ihnen dafür ein eigenes Angebot. Mit eigenem Fachpersonal, etwa einem Bauhof, ist auch Eigenmontage möglich. Aufbauanleitung und Fundamentplan gibt es zum Produkt.
Wie läuft die Anlieferung ab?
Die meisten Stadtmöbel kommen per Spedition als Terminlieferung. Den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab. Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos.
Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die meisten Einzelteile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen, mit Stapler oder Radlader geht es einfacher. Für Sitzbänke, Sitzgruppen und Tische auf Paletten ist gegen Aufpreis ein LKW mit Hebebühne möglich.
Einige Produkte kommen anders:
- Kleinere Fahrradständer kommen per Paketdienst.
- Große Anlagen wie Doppelstockparker und Schräghochparker kommen mit dem Sattelzug. Vor Ort brauchen Sie eine große Zufahrt, Platz zum Rangieren und einen Stapler oder Kran.
- Ein Picknicktisch aus Beton mit 905 kg kommt mit Kran-LKW. Der Fahrer lädt selbst ab, nötig sind eine LKW-taugliche Zufahrt und eine Person vor Ort.
Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Versand und Zahlung.
Wie beschaffen Kommunen Stadtmobiliar?
Kommunen holen meist zuerst ein Angebot ein und bestellen nach der Freigabe schriftlich. Für Förder- oder Haushaltsanträge und für Ausschreibungen erstellen wir auf Wunsch Angebote einzeln je Produkt.
Öffentliche Einrichtungen können auf Rechnung kaufen. Für ein Leistungsverzeichnis brauchen Sie in der Regel diese Angaben, die auf den Produktseiten stehen:
- Typ, etwa Bank mit oder ohne Rückenlehne.
- Material von Gestell und Belag.
- Maße wie Länge, Sitzhöhe und Höhe.
- Farbe als RAL-Ton.
- Art der Befestigung: einbetonieren, aufdübeln oder freistehend.
Bei Fragen zur Auswahl oder zu Unterlagen erreichen Sie unseren Kundendienst über die Kontaktseite.
Wo kann man Stadtmobiliar kaufen?
Stadtmobiliar kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Sie bestellen direkt online oder fordern ein kostenloses und unverbindliches Angebot über Angebot erhalten an. Unser Kundendienst berät Sie persönlich und begleitet die Bestellung von der Auswahl bis zur Lieferung.