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Was ist ein Spielturm aus Stahl?

Ein Spielturm aus Stahl hat ein tragendes Gestell aus pulverbeschichtetem Stahl, feuerverzinktem Stahl oder Edelstahl statt aus Holz. Wände und Dächer bestehen meist aus farbigem Kunststoff wie HDPE oder HPL, Rutschen oft aus Edelstahl.

Die Türme stehen auf öffentlichen Spielplätzen, auf Schulhöfen und in Kitas. Alle Modelle der Kategorie sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176. Ein kompaktes Beispiel ist der Spielturm Lars aus pulverbeschichtetem Stahl und Edelstahl mit 301 × 325 cm Grundfläche und Rutsche.

Die Bauformen reichen vom kleinen Turm mit Podest und Rutsche bis zur Anlage mit mehreren Türmen. Dazwischen liegen Spielhäuser auf Podesten und Anlagen mit mehreren Ebenen. Die meisten Stahlmodelle haben eine Rutsche. Ein Krippenturm kombiniert das Gestell mit einem Sandkasten.

Alle Bauformen und Materialien zusammen finden Sie in der Übersicht Spieltürme.

Welche Metalle stecken in den Spieltürmen?

Im Sortiment kommen drei Metalle vor: pulverbeschichteter Stahl, feuerverzinkter Stahl und Edelstahl. Fast alle Modelle nutzen Edelstahl, entweder für das ganze Gestell oder für einzelne Bauteile.

MetallOberflächeTypischer Einsatz
Stahl, pulverbeschichtetfarbige SchichtPfosten, Rahmen, Geländer
Stahl, feuerverzinktsilbrig matte ZinkschichtPfosten, Rahmen, Anker
Edelstahlblank, ohne BeschichtungGestell, Rutschen, Handläufe

Dazu kommen Paneele aus HDPE, einem festen, durchgefärbten Kunststoff, und aus HPL. HPL ist ein unter hohem Druck gepresstes Schichtmaterial mit glatter, farbiger Oberfläche.

Ist das Gestell verzinkt oder beschichtet?

Das hängt vom Modell ab, beides kommt vor. Feuerverzinkter Stahl trägt eine silbergraue Zinkschicht nach DIN EN ISO 1461, die den Stahl vor Rost schützt. Pulverbeschichteter Stahl hat eine farbige Schicht in RAL-Farben, die schützt und gestaltet.

Beide Verfahren lassen sich kombinieren. Die Norm nennt die Pulverbeschichtung über einer Feuerverzinkung als Duplex-System. Die Spielanlage Leila hat ein Gestell aus feuerverzinktem Stahl mit Elementen aus HDPE. Bei den übrigen Gestellen aus Stahl ist im Sortiment Pulverbeschichtung die Regel.

Warum rostet Edelstahl am Spielturm nicht?

Edelstahl ist von sich aus rostfrei und braucht laut Norm keinen zusätzlichen Korrosionsschutz. Deshalb steckt er oft in Rutschen, Handläufen und Verbindungen, die ständig angefasst werden.

Bei einigen Türmen ist das ganze Gestell aus Edelstahl, kombiniert mit HDPE oder HPL. Ein Beispiel ist die Spielanlage Taro aus Edelstahl, HPL und HDPE mit Podesten zwischen 150 und 210 cm.

Wie lange hält ein Spielturm aus Stahl?

Feuerverzinkter Stahl erreicht bei sachgemäßer Wartung etwa 25 bis 30 Jahre und mehr. Edelstahl gilt mit 30 Jahren und mehr als praktisch wartungsfrei gegenüber Korrosion.

Auch die Kunststoffteile sind langlebig. HDPE-Elemente halten mehr als 20 Jahre, sind UV-beständig und wartungsarm. Zum Vergleich: Lärche ohne Erdkontakt liegt bei etwa 10 bis 15 Jahren. Die tatsächliche Lebensdauer hängt aber immer von Nutzung, Standort und Pflege ab.

Schwachstelle bei Stahl ist eine beschädigte Beschichtung. Dort kann Korrosion beginnen, vor allem im Bodenbereich und am Fundament. Eine kleine Abplatzung lässt sich früh ausbessern, bevor Rost unter die Schicht wandert.

Lassen sich Gestell und Wände farbig wählen?

Pulverbeschichteter Stahl lässt sich in RAL-Farben beschichten. HDPE-Paneele sind durchgefärbt, Kratzer zeigen deshalb keine andere Farbe darunter.

Bei den meisten Spielgeräten lässt sich die Farbe der HDPE-Teile anpassen. In Einzelfällen geht das nicht, weil sonst die TÜV-Zertifizierung erlöschen würde. Welche Farben beim gewünschten Turm möglich sind, klären wir vor der Bestellung mit Ihnen über die Kontaktseite.

Gut zu wissen: Farben an Spielgeräten müssen nach DIN EN 71-3 geprüft sein. Diese Norm regelt, dass aus der Oberfläche keine schädlichen Stoffe austreten, auch wenn Kinder sie in den Mund nehmen.

Wie gut übersteht ein Stahlturm mutwillige Schäden?

Stahl und Edelstahl halten grober Behandlung gut stand. Edelstahl ist schwer zu beschädigen und nicht brennbar, HDPE ist splitterfrei und durchgefärbt.

Dazu kommen bauliche Details, die Sie beim Vergleich der Modelle beachten können:

  • Sicherheitsschrauben: Sie lassen sich ohne Spezialwerkzeug nicht lösen.
  • Versenkte Verschraubungen: Bolzen liegen versenkt oder unter Hutmuttern.
  • Pulverbeschichtung: Sie schützt das Metall gegen Korrosion und Graffiti.

Wird Stahl im Sommer heiß?

Ja, Metalloberflächen nehmen mehr Wärme auf als Holz und heizen sich in praller Sonne stärker auf. Das gilt vor allem für Teile, die Kinder direkt berühren, etwa Rutschen und Handläufe.

Planen Sie den Turm deshalb so, dass Rutsche und Griffe mittags im Schatten liegen. Schatten von Bäumen oder Gebäuden außerhalb der Sicherheitszone hilft. Die Unfallkasse Thüringen empfiehlt, Rutschen vorzugsweise nach Norden auszurichten.

Spielturm aus Stahl oder Holz: Was passt besser?

Stahl passt, wenn Robustheit und wenig Pflege im Vordergrund stehen. Holz passt, wenn eine natürliche Optik gewünscht ist und warme Oberflächen wichtig sind.

MerkmalStahl und EdelstahlHolz
Lebensdaueretwa 25 bis 30 Jahre und mehrLärche etwa 10 bis 15 Jahre, Robinie länger
PflegeBeschichtung und Schrauben prüfenauf Risse, Fäulnis und Splitter prüfen
Oberfläche in der Sonnewird wärmerbleibt kühler
Optikfarbig, modernnatürlich, vergraut mit der Zeit

Die größere Auswahl hat das Sortiment bei Holz. Modelle aus Lärche und Robinie finden Sie unter Holz Spieltürme.

Gibt es Stahlspieltürme für die Krippe?

Ja. Mehrere Stahlspieltürme im Sortiment sind schon ab 1 Jahr freigegeben und als U3 gekennzeichnet. Ihre Podeste sind niedrig, die Fallhöhen liegen zwischen 55 und 120 cm.

Für Kinder unter 3 Jahren verlangt die DIN EN 1176 eine Brüstung schon ab 60 cm Fallhöhe und strengere Prüfmaße gegen Einklemmen. Der Spielturm Rosa aus pulverbeschichtetem Stahl und Edelstahl ist ab 1 Jahr freigegeben. Er hat Podeste zwischen 30 und 90 cm und einen Tunnel. Weitere Krippenmodelle aus allen Materialien finden Sie unter U3 Spieltürme.

Für welches Alter gibt es die Stahltürme sonst?

Die meisten Stahlspieltürme sind ab 3 Jahren freigegeben. Einzelne Modelle sind erst ab 6 Jahren ausgewiesen und richten sich an Schulkinder.

Ein Beispiel ist die Spielanlage Leila mit Podesten bis 250 cm und 250 cm Fallhöhe. Höhere Podeste zwischen 150 und 250 cm gelten als passend für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Sie bieten anspruchsvollere Kletterelemente und höhere Rutschen. Für Kindergartenkinder von 3 bis 6 Jahren gelten Podesthöhen von etwa 100 bis 150 cm als passend.

Ab 3 Jahren verlangt die Norm ein Geländer ab 1 m Fallhöhe und eine Brüstung ab 2 m. Steht ein Gerät ab 3 Jahren in einer Einrichtung mit Krippe, darf es für die jüngeren Kinder nicht frei zugänglich sein.

Können auch Kinder im Rollstuhl mitspielen?

Ja, bei einem Modell ist das ausdrücklich vorgesehen. Der Spielturm Mattes aus Edelstahl und HDPE ist als barrierefrei gekennzeichnet und ab 1 Jahr freigegeben. Seine Podeste liegen zwischen 30 und 55 cm.

Inklusive Spieltürme haben zum Beispiel breite Rampen, niedrige Spielebenen und unterfahrbare Spieltische. Damit auch Kinder im Rollstuhl das Gerät erreichen, muss der Boden befahrbar sein. Lose geschütteter Sand oder Kies ist das nicht, Fallschutzplatten und EPDM-Gießbelag dagegen schon.

Wie viel Fläche braucht ein Stahlturm mit Sicherheitszone?

Die Sicherheitszone der Modelle reicht von rund 18 m² bis über 200 m². Sie umfasst das Gerät und die freie Fläche rundherum.

Am kleinsten ist der Spielturm Beppe mit einer Zone von 468 × 386 cm. Am größten ist die Spielanlage Benjamin aus Edelstahl, HPL und HDPE mit 1371 × 895 cm Grundfläche. Ihre Sicherheitszone misst 1719 × 1230 cm. Die genauen Maße stehen auf jeder Produktseite.

Bis 1,5 m Fallhöhe reicht der Fallraum mindestens 1,5 m um das Gerät. Darüber gilt die Formel zwei Drittel der Fallhöhe plus 0,5 m. Bei den Stahltürmen mit 120 cm Fallhöhe bleibt es also bei 1,5 m Abstand rundherum. Am Rutschenende kommt ein eigener Auslaufbereich dazu, der sich nicht mit dem Fallraum anderer Geräte überschneiden darf.

Ab mehr als 60 cm Fallhöhe ist ein stoßdämpfender Boden Pflicht, unter Rutschen immer. Bis 2 m Fallhöhe reichen 30 cm Sand, Kies oder Holzhackschnitzel, darüber sind 40 cm nötig.

Was wird am Stahlgestell regelmäßig kontrolliert?

Am Stahlgestell prüfen Sie vor allem Beschichtung, Schrauben und den Übergang zum Fundament. Typische Holzschäden wie Fäulnis, Risse oder Splitter treten am Metall nicht auf.

  1. Beschichtung auf Abplatzungen und Rostansatz prüfen, besonders unten am Pfosten.
  2. Schrauben und Muttern auf festen Sitz kontrollieren.
  3. Rutschen und Handläufe aus Edelstahl auf Dellen und scharfe Kanten ansehen.
  4. HDPE- und HPL-Paneele auf Schäden und lockere Befestigung prüfen.

Die Inspektion nach DIN EN 1176-7 gilt für jedes Material. Die Sichtkontrolle läuft täglich bis wöchentlich, die operative Inspektion alle 1 bis 3 Monate. Die Hauptinspektion durch einen qualifizierten Prüfer folgt einmal im Jahr. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer das Gerät ab. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst.

Wie kommen Lieferung und Aufbau zustande?

Die Türme kommen per Spedition als Terminlieferung, unabgeladen und als Bausatz mit Aufbauanleitung. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.

Die meisten Einzelteile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen, mit Gabelstapler geht es einfacher. Eine Lieferung mit Hebebühne ist bei Spieltürmen nicht möglich, weil lange Pfosten über die Palette ragen. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Montagepartner aus unserem Netzwerk in ganz Deutschland, mit eigenem Angebot. Er setzt auch die Fundamente, und die Ware geht dann direkt an ihn.

Wo kann man Spieltürme aus Stahl kaufen?

Spieltürme aus Stahl kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Über Angebot erhalten fordern Sie ein kostenloses und unverbindliches Angebot an, für Haushalts- oder Förderanträge auf Wunsch einzeln je Turm. Unser Kundendienst berät Sie persönlich, etwa zu Farben und Standort. Gerüste aus Holz oder Stahl mit Rutsche finden Sie zusätzlich unter Klettergerüste mit Rutsche.