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Was ist ein Spielturm aus Stahl und wofür wird er eingesetzt?

Ein Spielturm aus Stahl ist ein multifunktionales Spielplatzgerät, dessen Tragkonstruktion aus pulverbeschichtetem oder feuerverzinktem Stahl besteht. Typische Spielelemente wie Rutschen, Kletterwände, Plattformen und Brücken werden an der Stahlkonstruktion befestigt und häufig durch HDPE-Paneele (High-Density Polyethylene) ergänzt. Diese Kombination aus Stahl und Kunststoff macht die Geräte robust und langlebig.

Stahl-Spieltürme kommen überall dort zum Einsatz, wo Spielplatzgeräte hohen Belastungen standhalten müssen: auf öffentlichen Spielplätzen, Schulhöfen, Kindergartengeländen und in Wohnanlagen. Auch Hotels, Ferienparks und Gaststätten mit Außenspielbereich setzen auf Stahl, weil das Material bei intensiver Nutzung über viele Jahre formstabil bleibt.

Der Spielturm Noah zeigt beispielhaft, wie vielseitig ein Stahl-Spielturm gestaltet sein kann. Mit Abmessungen von 871 × 390 × 339 cm bietet er Kindern ab 3 Jahren zahlreiche Kletter-, Rutsch- und Entdeckungsmöglichkeiten auf einer kompakten Grundfläche.

Wer alternativ einen Spielturm mit natürlicher Holzoptik bevorzugt, findet in der Kategorie Holz Spieltürme eine breite Auswahl an Modellen aus Lärche und Robinie.

Welche Vorteile bietet ein Spielturm aus Stahl gegenüber Holz?

Die Materialwahl zwischen Stahl und Holz hängt von den Anforderungen des jeweiligen Standorts ab. Beide Materialien haben ihre Berechtigung. Stahl bringt jedoch einige Eigenschaften mit, die gerade im öffentlichen Bereich relevant sind.

Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit

Feuerverzinkter und pulverbeschichteter Stahl erreicht eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und mehr. Im Gegensatz zu Holz ist Stahl unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Pilzbefall und Insektenbefall. Die Konstruktion verändert sich nicht durch Quellen, Schwinden oder Rissbildung. Auch UV-Strahlung greift die Stahlstruktur nicht an.

Die Pulverbeschichtung schützt die Oberfläche zusätzlich vor Korrosion und ermöglicht gleichzeitig eine farbige Gestaltung. HDPE-Elemente sind durchgefärbt, sodass selbst Kratzer kaum sichtbar werden.

Wartungsaufwand

Holzgeräte erfordern regelmäßige Kontrollen auf Splitterbildung, Rissbildung und Fäulnis. Bei Stahl-Spieltürmen entfallen diese holzspezifischen Prüfpunkte. Die Wartung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Kontrolle von Verschraubungen, die Sichtprüfung der Beschichtung und die Überprüfung beweglicher Teile. Das reduziert den laufenden Pflegeaufwand spürbar.

Gut zu wissen: Die regelmäßige Inspektion nach DIN EN 1176-7 ist unabhängig vom Material Pflicht. Stahl-Spieltürme vereinfachen jedoch die operative Inspektion, weil typische Holzschäden wie Verrottung oder Splitterbildung konstruktionsbedingt nicht auftreten.

Gestaltungsfreiheit

Stahl lässt sich in nahezu jeder Form verarbeiten. Geschwungene Elemente, filigrane Kletterstrukturen und kompakte Bauformen sind mit Stahl einfacher umzusetzen als mit Holz. Die Kombination mit farbigen HDPE-Paneelen eröffnet zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, die sich an das Farbkonzept eines Spielplatzes oder einer Einrichtung anpassen lassen.

Für welches Alter sind Stahl-Spieltürme geeignet?

Das Sortiment umfasst Stahl-Spieltürme für unterschiedliche Altersgruppen. Die Alterseignung hängt von der Podesthöhe, den Kletterelementen und der Gestaltung der Zugänge ab.

Mehrere Modelle sind bereits für Kinder ab 1 Jahr (U3) konzipiert. Der Spielturm Damian hat eine Fallhöhe von nur 90 cm und eignet sich damit für Kitas und Krippen, die Spielgeräte für die Jüngsten suchen. Die niedrigen Podesthöhen und breiten Zugänge berücksichtigen die motorischen Fähigkeiten von Kleinkindern.

Für ältere Kinder ab 3 Jahren stehen Modelle mit höheren Plattformen und anspruchsvolleren Kletterelementen zur Verfügung. Der Spielturm Lorena richtet sich an diese Altersgruppe und bietet mit einer Fallhöhe von 125 cm mehr Herausforderung und Spielwert.

Wichtig: Die DIN EN 1176 unterscheidet bei den Sicherheitsanforderungen zwischen Geräten für Kinder unter 36 Monaten und Geräten für Kinder ab 3 Jahren. Bei Geräten, die für Kleinkinder zugänglich sind, gelten strengere Vorgaben für Absturzsicherungen und Fangstellen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Gerät zur Altersstruktur Ihrer Einrichtung passt.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Spieltürme aus Stahl?

Spieltürme für den öffentlichen Bereich müssen die Anforderungen der europäischen Normenreihe DIN EN 1176 erfüllen. Das gilt unabhängig vom Material und betrifft Konstruktion, Montage und Betrieb gleichermaßen.

TÜV-Prüfung nach DIN EN 1176

Alle Stahl-Spieltürme im Sortiment der Gewerbefabrik sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176. Diese Prüfung umfasst unter anderem die Kontrolle auf Fangstellen für Kopf, Finger und Kleidung, die Überprüfung der konstruktiven Festigkeit sowie die Einhaltung der maximal zulässigen Fallhöhe von 3 Metern.

Der Spielturm Mille ist ein Beispiel für ein Gerät, das mit einer Fallhöhe von 120 cm und einer feuerverzinkten Stahlkonstruktion die Normanforderungen erfüllt und gleichzeitig als U3-Gerät für Kinder ab 1 Jahr zugelassen ist.

Fallschutz und Sicherheitszonen

Jeder Spielturm benötigt eine definierte Sicherheitszone um das Gerät herum. Diese Zone muss frei von Hindernissen sein und mit einem geeigneten Fallschutzbelag ausgestattet werden, sofern die Fallhöhe 600 mm überschreitet.

Die Größe der Sicherheitszone variiert je nach Modell. Beim Spielturm Mille beträgt sie 821 × 628 cm, beim Spielturm Noah 1.201 × 684 cm. Diese Angaben finden Sie in den technischen Datenblättern der einzelnen Produkte und sollten bei der Flächenplanung berücksichtigt werden.

Wo können Spieltürme aus Stahl aufgestellt werden?

Stahl-Spieltürme eignen sich für alle Standorte, an denen die DIN EN 1176 gilt. Dazu zählen:

  • Kommunale und öffentliche Spielplätze
  • Kindergärten, Krippen und Kindertagesstätten
  • Schulhöfe (Grundschulen und weiterführende Schulen)
  • Spielplätze in Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern
  • Hotels, Ferienparks und Campingplätze
  • Vereinsgelände und soziale Einrichtungen

Besonders auf Schulhöfen, wo Spielgeräte einer überdurchschnittlichen Beanspruchung ausgesetzt sind, bewährt sich die robuste Stahlkonstruktion. Der Spielturm Nepomuk eignet sich mit seiner Zulassung ab 2 Jahren auch für Einrichtungen, die Kinder unterschiedlicher Altersgruppen betreuen.

Wer neben Spieltürmen auch Klettergeräte aus Stahl sucht, findet in der Kategorie Stahl Klettergerüste weitere Modelle. Eine Übersicht über alle Spieltürme, auch aus Holz, bietet die Kategorie Spieltürme.

Gut zu wissen: Auch Spielplätze in Wohnanlagen gelten als öffentlich zugänglich und unterliegen der DIN EN 1176. Selbst wenn der Spielplatz eingezäunt ist, haben in der Regel auch Besucherkinder Zugang. Die Norm muss daher eingehalten werden.

Welcher Fallschutzbelag eignet sich für Stahl-Spieltürme?

Der geeignete Fallschutzbelag richtet sich nach der Fallhöhe des jeweiligen Spielturms. Bei vielen Stahl-Spieltürmen im Sortiment liegt die Fallhöhe zwischen 90 cm und 200 cm. In diesem Bereich sind mehrere Bodenmaterialien zulässig.

Bodenmaterial Geeignet bis Fallhöhe Mindestschichtdicke
Rasen 1.500 mm
Sand (Korngröße 0,2–2 mm) 3.000 mm 200 mm / 300 mm + 100 mm Wegspieleffekt
Holzschnitzel (5–30 mm) 3.000 mm 200 mm / 300 mm + 100 mm Wegspieleffekt
Rindenmulch (≤ 20 mm) 3.000 mm 200 mm / 300 mm + 100 mm Wegspieleffekt
Fallschutzplatten (Gummi/EPDM) je nach Prüfung bis 3.000 mm je nach Produkt

Beim Klettergerüst Adrian mit einer Fallhöhe von 200 cm reicht eine Rasenfläche nicht mehr aus, da Rasen nur bis zu einer Fallhöhe von 1.500 mm zulässig ist. Hier sind Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch oder Fallschutzplatten erforderlich.

Bei losen Schüttmaterialien wie Sand oder Holzschnitzeln ist der sogenannte Wegspieleffekt zu berücksichtigen: Kinder schieben das Material beim Spielen zur Seite, sodass die effektive Schichtdicke abnimmt. Die DIN EN 1176 sieht daher einen Zuschlag von 100 mm auf die Mindestschichtdicke vor.

Wie werden Stahl-Spieltürme angeliefert?

Alle Stahl-Spieltürme werden als Bausatz per Spedition geliefert. Die Lieferung erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Zeitpunkt im Vorfeld abstimmen können. Der Versand innerhalb Deutschlands ist im Kaufpreis enthalten.

Die Geräte werden demontiert und teilweise vormontiert angeliefert. Für das Entladen sind geeignete technische Hilfsmittel erforderlich, beispielsweise ein Radlader oder Gabelstapler. Alternativ übernimmt das Montageteam auch das Entladen, wenn Sie den Montageservice in Anspruch nehmen.

Wer übernimmt die Montage?

Die Gewerbefabrik vermittelt über ein Netzwerk erfahrener Montagepartner die fachgerechte Aufstellung Ihrer Spielgeräte. Der Montageservice umfasst das Entladen, den Aufbau und die Verankerung des Spielturms nach Herstellervorgaben und DIN EN 1176.

Eine professionelle Montage stellt sicher, dass alle Verbindungen korrekt angezogen, die Fundamente normgerecht ausgeführt und die Sicherheitszonen eingehalten werden. Nach der Installation sollte eine Erstabnahme durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer erfolgen, bevor das Gerät für die Nutzung freigegeben wird.

Wenn Sie ein Angebot für einen Spielturm inklusive Montage benötigen, können Sie über die Seite Angebot erhalten eine unverbindliche Anfrage stellen.

Wichtig: Die DIN EN 1176-7 schreibt vor, dass die Erstabnahme nach der Installation von einer unabhängigen Person durchgeführt werden muss. Die Person, die das Gerät aufgebaut hat, darf die Abnahme nicht selbst vornehmen.

Wie pflege- und wartungsintensiv sind Spieltürme aus Stahl?

Stahl-Spieltürme gehören zu den wartungsärmsten Spielplatzgeräten. Dennoch schreibt die DIN EN 1176-7 ein dreistufiges Inspektionssystem vor, das für alle Spielplatzgeräte gilt:

  1. Visuelle Routine-Inspektion (täglich bis wöchentlich): Sichtprüfung auf offensichtliche Schäden, Verschmutzung, Vandalismus und freiliegende Fundamente. Diese Kontrolle kann durch unterwiesenes Personal wie Hausmeister oder Erzieher durchgeführt werden.
  2. Operative Inspektion (alle 1–3 Monate): Detaillierte Prüfung von Verschraubungen, beweglichen Teilen, Beschichtungen und Fallschutzbelag. Hier ist sachkundiges Personal mit Normkenntnissen erforderlich.
  3. Jährliche Hauptinspektion: Umfassende Prüfung des Gesamtzustands durch einen nach DIN 79161 qualifizierten Spielplatzprüfer. Diese Inspektion muss von einer unabhängigen Person durchgeführt werden.

Bei Stahl-Spieltürmen konzentriert sich die Wartung auf wenige Punkte: die Kontrolle der Pulverbeschichtung auf Beschädigungen, das Nachziehen von Verschraubungen und die Prüfung von HDPE-Elementen auf Risse oder Verformungen. Holzspezifische Wartungsarbeiten wie das Schleifen von Splittern, das Nachölen oder die Kontrolle auf Fäulnis entfallen vollständig.

Der Spielturm Alberte mit seiner Konstruktion aus Edelstahl, pulverbeschichtetem Stahl und HDPE-Paneelen steht exemplarisch für die wartungsarme Bauweise moderner Stahl-Spieltürme.

Fazit: Spieltürme aus Stahl verbinden hohe Belastbarkeit mit geringem Wartungsaufwand. Sie eignen sich besonders für Standorte mit intensiver Nutzung und begrenzten Ressourcen für die laufende Pflege. Die TÜV-Prüfung nach DIN EN 1176 gewährleistet, dass alle Sicherheitsanforderungen für den öffentlichen Bereich erfüllt sind.