Was zeichnet Sandkästen für den öffentlichen Bereich aus?
Sandkästen für den öffentlichen Bereich sind fest eingebaute Sandspielflächen mit einer stabilen Einfassung, die zugleich als Sitzkante dient. Sie sind für viele Kinder am Tag gebaut und nach DIN EN 1176 geprüft. Das unterscheidet sie von Sandkisten für den eigenen Garten.
Die Norm gilt überall, wo Kinder öffentlich oder halböffentlich spielen: auf kommunalen Spielplätzen, in Kitas und Schulen, in Wohnanlagen und an Hotels. Ein Sandkasten gehört dort fast immer zur Grundausstattung, vor allem auf Spielplätzen für Kinder bis 6 Jahre.
Welche Arten von Sandkästen gibt es im Sortiment?
Die Kategorie umfasst drei Gruppen. Neben reinen Sandkästen gibt es Spielhäuser und Spieltürme, die einen Sandkasten eingebaut haben.
| Gruppe | Typisch |
|---|---|
| Sandkasten | Einfassung mit Sitzkante, quadratisch oder rechteckig |
| Spielhaus mit Sandkasten | Haus mit Sandbereich unter dem Dach oder daneben |
| Spielturm mit Sandkasten | Sandfläche unter dem Podest, dazu Rutsche oder Kletterwand |
Kombigeräte sparen Fläche, weil Sandspiel, Rollenspiel und Klettern an einem Ort stattfinden. Der Spielturm Moritz aus Lärchenholz hat eine Fallhöhe von 55 cm und ist ab 1 Jahr freigegeben. Alle Häuser mit Sandbereich zeigt die Seite Spielhäuser mit Sandkasten.
Ein Spielhaus mit Sand eignet sich gut für Krippen. Die Kinder wechseln zwischen Kaufladen, Versteck und Buddeln, ohne den Platz zu verlassen. Das Spielhaus Julien aus Lärchenholz ist ab 1 Jahr freigegeben und misst 297 × 206 cm. Seine Fallhöhe liegt bei 34 cm.
Aus welchem Holz sollte ein Sandkasten sein?
Für den öffentlichen Bereich eignen sich Lärche und Robinie am besten. Beide Hölzer kommen ohne chemischen Holzschutz aus. Die meisten Geräte in der Kategorie sind aus Lärche gebaut.
Kesseldruckimprägniertes Holz gehört nicht an den Sandkasten. Regen kann die Schutzmittel auswaschen, und sie gelangen dann in den Sand, mit dem Kinder spielen. Robinie ist das einzige in Europa angebaute Holz in den Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2. Der Sandkasten Lucie ist aus Robinienholz und misst 301 × 260 cm. Er ist ab 1 Jahr freigegeben und hat eine niedrige Einfassung von 25 cm Höhe, die auch kleine Kinder gut übersteigen.
Lärche hält im Freien gut, ist aber weniger dauerhaft als Robinie. Beide Hölzer vergrauen mit der Zeit. Das ist nur eine Frage der Optik. Eine größere Auswahl finden Sie unter Holz Sandkästen.
Gibt es einen Sandkasten ohne Holz?
Ja, aber die Auswahl ist klein. Ganz ohne Holz kommt etwa der Spielturm Kolja aus, gebaut aus Edelstahl und HDPE. Bei den reinen Sandkästen gibt es auch die Kombination aus Lärche und HDPE.
HDPE ist ein fester, durchgefärbter Kunststoff. Er splittert nicht und braucht kaum Pflege. Der Sandkasten Fritz aus Lärche und HDPE misst 201 × 201 cm und ist ab 1 Jahr freigegeben. Sandkästen mit Kunststoffteilen sammelt die Seite Kunststoff Sandkästen.
Ab welchem Alter spielen Kinder im Sandkasten?
Schon Kinder ab 1 Jahr spielen im Sand. Fast alle Geräte in dieser Kategorie sind ab 1 Jahr freigegeben, einzelne große Spieltürme erst ab 3 Jahren.
- 1 bis 3 Jahre: greifen, fühlen, schütten. Für sie reichen 10 bis 15 cm Sand, und eine Aufsicht ist nötig.
- 3 bis 6 Jahre: die Hauptgruppe. Die Kinder bauen Burgen, backen Sandkuchen und spielen zusammen.
- 6 bis 12 Jahre: größere Bauprojekte, Kanäle und Landschaften, gern mit Wasser.
Viele Kinder spielen also bis ins Grundschulalter im Sand. Geräte für die Kleinsten finden Sie unter U3 Sandkästen.
Wie groß sollte ein Sandkasten sein?
Das hängt davon ab, wie viele Kinder gleichzeitig spielen. Die reinen Sandkästen im Sortiment reichen von 201 × 201 cm bis 300 × 336 cm.
Ein quadratischer Kasten von etwa 2 × 2 m reicht für eine kleine Gruppe. Für Kitas und große Spielplätze sind rechteckige Modelle um 3 m Kantenlänge praktischer, weil mehr Kinder rundum sitzen können. Der Sandkasten Lenny aus Lärche misst 202 × 202 cm.
Gut zu wissen: Die Sandmenge berechnen Sie mit Länge mal Breite mal Sandhöhe. Bei 2 × 2 m und 40 cm Sandhöhe sind das 1,6 m³ Sand, rund 2,4 t.
Wie viel Platz braucht man rund um den Sandkasten?
Bei den reinen Sandkästen im Sortiment sieht die Sicherheitszone 1,5 m freie Fläche auf jeder Seite vor. Ein Kasten von 2 × 2 m braucht damit eine Fläche von rund 5 × 5 m.
Die genauen Maße stehen auf jeder Produktseite. Bei Spieltürmen mit Sandkasten ist die Zone deutlich größer, weil Rutsche und Podest mehr Platz brauchen. Bei den Kombigeräten in dieser Kategorie liegt sie zwischen etwa 28 und 94 m².
Braucht ein Sandkasten Fallschutz?
Ein reiner Sandkasten braucht keinen besonderen Fallschutz im Umfeld. Die reinen Sandkästen im Sortiment sind 25 bis 59 cm hoch und bleiben damit unter 60 cm. Bis zu dieser Höhe genügt ein normaler Naturboden.
Anders ist es bei Spieltürmen mit Sandkasten. Dort richtet sich der Boden nach der Fallhöhe des Podests. Ab 60 cm freier Fallhöhe ist mindestens Rasen oder Oberboden nötig, ab 1 m ein stoßdämpfender Boden. Die Einfassung selbst darf keine Stolperfallen haben, und zwischen den Brettern dürfen keine Spalten für Füße entstehen.
Wie baut man einen Sandkasten richtig ein?
Am besten setzen Sie den Sandkasten in eine Grube, sodass die Einfassung mit dem Gelände abschließt. So entsteht genug Tiefe zum Buddeln, und Regenwasser kann ablaufen.
- Grube ausheben, 10 bis 15 cm tiefer als die geplante Sandhöhe.
- 5 bis 10 cm grober Kies oder Splitt als Drainage.
- Ein wasserdurchlässiges Vlies, damit sich Sand und Erde nicht mischen.
- Spielsand einfüllen, empfohlen sind etwa 40 cm Sandhöhe.
Eine gute Drainage ist wichtig. Steht Wasser im Sand, vermehren sich Keime schneller. Bei größeren Anlagen werden die Pfosten einbetoniert, das schützt auch vor Vandalismus.
Welcher Sand eignet sich für den Sandkasten?
Geeignet ist gewaschener Spielsand mit einer Körnung bis etwa 2 bis 3 mm. Er sollte etwas bindige Anteile haben, damit er sich gut formen lässt.
Spielsand und Fallschutzsand sind nicht dasselbe. Fallschutzsand ist gröber und für die Dämpfung unter Klettergeräten gedacht. Zum Buddeln ist er weniger geeignet. Frischer Sand sollte möglichst schadstoffarm sein. Einige Bundesländer haben dazu eigene Merkblätter zur Spielsandhygiene veröffentlicht.
Wie oft muss man den Sand austauschen?
Als Faustregel gilt ein Austausch alle 1 bis 2 Jahre, auf öffentlichen Spielplätzen spätestens alle zwei Jahre. An Standorten nahe an viel Verkehr oder Industrie empfiehlt die Fachliteratur einen jährlichen Wechsel.
Zwischen den Wechseln halten Sie den Sand mit einfachen Mitteln sauber:
- Täglich: Scherben, Kippen, Essensreste und Tierkot entfernen.
- Wöchentlich: den Sand durchrechen und lockern.
- Alle ein bis mehrere Jahre: eine Tiefenreinigung bis etwa 40 cm Tiefe.
Spulwurmeier von Hunden und Katzen lassen sich durch Reinigen nicht entfernen, nur durch neuen Sand. Eine Abdeckung über Nacht und ein Zaun gegen Tiere halten den Sand länger sauber.
Wo stellt man einen Sandkasten am besten auf?
Am besten an einem Platz, der teils in der Sonne und teils im Schatten liegt, aber nicht direkt unter Bäumen. Laub, Äste und Früchte verschmutzen sonst den Sand.
Wichtig ist auch ein Sonnenschutz, in Kitas ganz besonders. Möglich sind ein Sonnensegel oder eine feste Überdachung. Masten für Sonnensegel werden einbetoniert und dürfen für Kinder nicht erkletterbar sein. Ein windgeschützter Ort hält den Sand im Kasten. Von den Bänken aus sollten Erwachsene den Sandbereich gut sehen. Der Boden darunter muss Wasser ableiten können.
Können Kinder im Rollstuhl im Sandkasten spielen?
Ja, wenn Weg und Gerät dafür geplant sind. Laut Produktdaten als barrierefrei gekennzeichnet ist zum Beispiel der Sandkasten Elisa aus Lärche mit 300 × 336 cm.
Für Kinder im Rollstuhl zählen vor allem der Weg und die Höhe. Lose geschütteter Sand ist nicht berollbar. Der Weg zum Sandkasten braucht deshalb einen festen, erschütterungsarmen Belag, mindestens 1,50 m breit und mit höchstens 3 % Längsneigung. Erhöhte Sandtische, Liegebretter am Rand und Aussparungen in der Einfassung erleichtern das Mitspielen. Planungsgrundlagen dafür sind die DIN 18034 und die DIN 33942.
Was gehört zur Prüfung eines Sandkastens?
Ein Sandkasten wird wie jedes Spielgerät nach DIN EN 1176-7 geprüft. Dazu gehören Einfassung, Sand und Fundament.
Bei der wöchentlichen oder täglichen Sichtkontrolle sucht das Personal nach Müll, Glas und Tierkot. Die operative Inspektion alle 1 bis 3 Monate prüft die Einfassung auf Splitter und scharfe Kanten, den Sand auf Verdichtung und Verfärbung. Einmal im Jahr kontrolliert ein Spielplatzprüfer den Gesamtzustand, auch Fundamente und Holz. Alle Prüfungen und Arbeiten am Sand werden schriftlich festgehalten. Das belegt im Schadensfall, dass der Betreiber seine Pflichten erfüllt hat. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer das aufgebaute Gerät ab. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst.
Wie läuft die Lieferung eines Sandkastens ab?
Sandkästen kommen per Spedition als Terminlieferung, als Bausatz mit Aufbauanleitung. Den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab, der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.
Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die meisten Teile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen. Passt die ganze Lieferung auf Paletten, ist gegen Aufpreis ein LKW mit Hebebühne möglich. Bei Spieltürmen mit Sandkasten geht das nicht, weil lange Pfosten über die Palette ragen. Den Montageservice vermitteln wir über Partner in ganz Deutschland, sie setzen auf Wunsch auch das Fundament. Alle Bedingungen stehen unter Versand und Zahlung.
Wo kann man Sandkästen kaufen?
Sandkästen kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Für Kita, Schule oder Kommune fordern Sie über Angebot erhalten ein kostenloses und unverbindliches Angebot an, auf Wunsch einzeln je Produkt. Fragen zu Größe, Holz und Standort beantwortet unser Kundendienst persönlich über die Kontaktseite.