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Was sind Klettergerüste aus Stahl und wofür werden sie eingesetzt?

Klettergerüste aus Stahl sind Spielplatzgeräte, deren tragende Konstruktion aus pulverbeschichtetem oder verzinktem Stahl besteht. Sie bieten Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten: Klettern, Hangeln, Balancieren und Rutschen lassen sich in einem Gerät vereinen. Typische Spielelemente sind Kletternetze, Kletterwände, Sprossenleitern, Rutschen und Plattformen.

Im öffentlichen Raum kommen Stahl-Klettergerüste auf kommunalen Spielplätzen, Schulhöfen, Kindergartengeländen und in Wohnanlagen zum Einsatz. Ihre robuste Bauweise macht sie besonders geeignet für stark frequentierte Standorte, an denen Spielgeräte täglich von vielen Kindern genutzt werden.

Das Sortiment reicht von kompakten Einzelgeräten bis hin zu großflächigen Kletteranlagen. Das Klettergerüst Gent bietet mit Abmessungen von 742 × 680 × 236 cm und einer Sicherheitszone von über 1.017 × 1.103 cm ausreichend Platz für mehrere Kinder gleichzeitig.

Gut zu wissen: Alle Stahl-Klettergerüste im Sortiment der Gewerbefabrik sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176 und damit für den Einsatz auf öffentlichen und halböffentlichen Spielplätzen zugelassen.

Welche Vorteile bietet ein Klettergerüst aus Stahl gegenüber Holz?

Die Wahl zwischen Stahl und Holz hängt von den Anforderungen des Standorts, dem verfügbaren Budget und den gestalterischen Vorstellungen ab. Beide Materialien haben ihre Berechtigung. Stahl bringt jedoch einige spezifische Vorteile mit, die gerade für öffentliche Einrichtungen relevant sind.

Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit

Feuerverzinkter und pulverbeschichteter Stahl erreicht eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und mehr. Im Vergleich dazu liegt die Lebensdauer von Holzkonstruktionen je nach Holzart zwischen 10 und 20 Jahren. Stahl ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Pilzbefall und Insektenbefall. Er verrottet nicht, splittert nicht und verformt sich nicht durch Witterungseinflüsse.

Das Klettergerüst Max zeigt, wie kompakt und funktional ein Stahlgerät sein kann. Mit einer Fallhöhe von nur 110 cm und einer Grundfläche von 255 × 220 cm eignet es sich auch für kleinere Außenbereiche.

Wartungsaufwand und Pflege

Stahl-Klettergerüste erfordern im Vergleich zu Holzgeräten deutlich weniger Pflegeaufwand. Holz muss regelmäßig auf Rissbildung, Splitter und Fäulnis kontrolliert werden. Bei Stahl beschränkt sich die Wartung im Wesentlichen auf die Sichtprüfung der Beschichtung und die Kontrolle der Verschraubungen.

Wer sich für ein Holz-Klettergerüst interessiert, findet in der Kategorie Holz Klettergerüste eine Auswahl an Geräten aus Lärchen- und Robinienholz.

Wichtig: Ein geringerer Wartungsaufwand bedeutet nicht, dass keine Inspektionen nötig sind. Auch Stahl-Klettergerüste unterliegen den gesetzlichen Prüfpflichten nach DIN EN 1176-7.

Welche Materialien und Oberflächenbehandlungen kommen zum Einsatz?

Die Tragkonstruktion besteht aus Stahl, der durch verschiedene Verfahren vor Korrosion geschützt wird.

  • Pulverbeschichtung: Der Stahl wird mit einer Pulverlackschicht überzogen und im Ofen eingebrannt. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige, widerstandsfähige Oberfläche in verschiedenen RAL-Farben. Pulverbeschichteter Stahl ist kratzfest, UV-beständig und lösungsmittelfrei.
  • Feuerverzinkung: Der Stahl wird in ein Zinkbad getaucht. Die Zinkschicht schützt das Grundmaterial dauerhaft vor Rost, auch an Schnittkanten und schwer zugänglichen Stellen.
  • Edelstahl: Kommt bei besonders beanspruchten Bauteilen wie Rutschen, Verbindungselementen und Handläufen zum Einsatz. Edelstahl benötigt keinen zusätzlichen Korrosionsschutz.

Neben Stahl werden bei vielen Klettergerüsten weitere Materialien verbaut. HDPE-Platten (High-Density Polyethylene) dienen als Wandpaneele, Dachplatten oder Spielelemente. Sie sind durchgefärbt, splitterfrei und UV-beständig. Verstärkte PP-Seile bilden Kletternetze und Seilbrücken. Wasserdichte Sperrholzplatten kommen als Plattformbeläge zum Einsatz.

Das Klettergerüst Milan kombiniert pulverbeschichteten Stahl mit Edelstahl, HDPE-Elementen und PP-Seilnetzen. Mit Abmessungen von 965 × 613 × 246 cm gehört es zu den größeren Kletteranlagen im Sortiment.

Gut zu wissen: Die Farbgestaltung der HDPE-Elemente lässt sich bei vielen Geräten individuell anpassen. Da die Platten durchgefärbt sind, bleiben Kratzer nahezu unsichtbar.

Für welches Alter sind Stahl-Klettergerüste geeignet?

Die meisten Stahl-Klettergerüste im Sortiment sind für Kinder ab 3 Jahren konzipiert. In diesem Alter verfügen Kinder über ausreichende motorische Fähigkeiten, um Kletterwände, Sprossenleitern und Kletternetze sicher zu nutzen.

Für jüngere Kinder gibt es Geräte mit niedrigeren Fallhöhen und einfacheren Zugängen. Das Kletternetz Kira ist bereits ab 1 Jahr geeignet und bietet mit seiner flachen Netzstruktur und einer Fallhöhe von nur 54 cm einen altersgerechten Einstieg ins Klettern. Die Konstruktion aus pulverbeschichtetem Stahl und verstärktem PP-Seil ist dabei genauso robust wie bei den größeren Geräten.

Die Altersangabe orientiert sich an den Vorgaben der DIN EN 1176. Für Kinder unter 36 Monaten gelten verschärfte Sicherheitsanforderungen, etwa bei der Absturzsicherung: Brüstungen sind hier bereits ab einer Fallhöhe von 600 mm vorgeschrieben. Bei Geräten für Kinder ab 3 Jahren greift die Geländerpflicht ab 1.000 mm Fallhöhe.

Gut zu wissen: Die Altersangabe auf dem Gerät gibt das empfohlene Mindestalter an. Auf öffentlichen Spielplätzen ist es nicht möglich, den Zugang auf bestimmte Altersgruppen zu beschränken. Geräte, die für Kleinkinder leicht zugänglich sind, müssen deshalb automatisch die strengeren Sicherheitsanforderungen für Kinder unter 36 Monaten erfüllen.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Klettergerüste auf öffentlichen Spielplätzen?

DIN EN 1176 und TÜV-Prüfung

Klettergerüste für öffentliche und halböffentliche Spielplätze müssen der europäischen Normenreihe DIN EN 1176 entsprechen. Diese Norm legt sicherheitstechnische Anforderungen an Konstruktion, Materialien und Montage fest. Sie gilt für kommunale Spielplätze, Schulhöfe, Kindergärten, Wohnanlagen, Hotels und Ferienparks.

Alle Stahl-Klettergerüste der Gewerbefabrik sind durch eine akkreditierte Prüfstelle (TÜV) nach DIN EN 1176 geprüft und zertifiziert. Die Prüfung umfasst unter anderem die Kontrolle auf Fangstellen für Kopf, Finger und Kleidung, die Überprüfung der konstruktiven Festigkeit und die Einhaltung der maximalen Fallhöhe von 3.000 mm.

Das Klettergerüst Oleg erfüllt mit seiner Konstruktion aus pulverbeschichtetem Stahl, verstärkten PP-Seilen und HDPE-Elementen alle Anforderungen der Norm.

Fallschutz und Sicherheitszonen

Rund um jedes Klettergerüst muss eine Sicherheitszone freigehalten werden, in der sich keine Hindernisse befinden dürfen. Die Größe dieser Zone hängt von der Fallhöhe des Geräts ab.

Fallhöhe Mindestausdehnung der Aufprallfläche
bis 600 mm Keine besonderen Anforderungen an Stoßdämpfung
bis 1.500 mm mindestens 1.500 mm
2.000 mm mindestens 1.833 mm
2.500 mm mindestens 2.167 mm
3.000 mm (Maximum) mindestens 2.500 mm

Ab einer Fallhöhe von mehr als 600 mm ist ein stoßdämpfender Bodenbelag erforderlich. Geeignete Materialien sind Sand, Kies, Holzschnitzel, Rindenmulch oder synthetische Fallschutzbeläge wie EPDM-Gießbelag oder Fallschutzplatten. Bei losen Schüttmaterialien ist ein Zuschlag von 100 mm auf die Mindestschichtdicke einzuplanen, um den sogenannten Wegspieleffekt auszugleichen.

Praxistipp: Die Sicherheitszone bestimmt den tatsächlichen Platzbedarf eines Klettergerüsts. Bei der Planung sollten Sie immer die Sicherheitszone und nicht nur die Geräteabmessungen berücksichtigen.

Wo können Klettergerüste aus Stahl aufgestellt werden?

Stahl-Klettergerüste eignen sich für eine Vielzahl von Einsatzorten:

  • Kommunale Spielplätze in Parks und Grünanlagen
  • Schulhöfe und Pausenhöfe
  • Kindergärten und Kindertagesstätten
  • Außenbereiche von Wohnanlagen
  • Hotels, Ferienparks und Campingplätze
  • Vereinsgelände und soziale Einrichtungen

Auf Schulhöfen ist die Beanspruchung besonders hoch. Stahl-Klettergerüste sind hier eine sinnvolle Wahl, weil sie der intensiven Nutzung durch viele Kinder in kurzen Pausenzeiten standhalten.

Das Klettergerüst Amelie bietet mit seiner Kombination aus Kletternetzen, Plattformen und Rutschelementen einen hohen Spielwert auf vergleichsweise kompakter Fläche.

Wer neben Klettergerüsten auch Spieltürme aus Stahl sucht, findet in der Kategorie Stahl Spieltürme weitere Geräte mit Rutschen, Spielhauselementen und Kletterzugängen.

Wie werden Stahl-Klettergerüste angeliefert?

Alle Klettergerüste werden als Bausatz per Spedition geliefert. Die Lieferung erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Lieferzeitpunkt im Voraus abstimmen können. Der Versand innerhalb Deutschlands ist versandkostenfrei.

Die Geräte werden demontiert und teilweise vormontiert angeliefert. Für das Entladen sind geeignete technische Hilfsmittel erforderlich, beispielsweise ein Radlader oder Gabelstapler. Alternativ übernimmt das Montageteam auch das Entladen, wenn Sie den Montageservice in Anspruch nehmen.

Die Lieferzeit beträgt in der Regel etwa 6 bis 8 Wochen, da die Geräte auf Bestellung gefertigt werden.

Wer übernimmt die Montage?

Die Gewerbefabrik vermittelt über ein deutschlandweites Netzwerk von Montagepartnern die fachgerechte Montage Ihres Klettergerüsts. Das Montageteam übernimmt den vollständigen Aufbau einschließlich der Fundamentierung.

Die Montage nach DIN EN 1176 ist ein sicherheitsrelevanter Schritt. Die Norm schreibt vor, dass nach der Installation eine Erstabnahme durch eine unabhängige, sachkundige Person erfolgen muss. Eine fachgerechte Montage stellt sicher, dass alle Sicherheitsanforderungen von Anfang an erfüllt sind.

Wenn Sie ein Angebot für ein Klettergerüst inklusive Montage benötigen, können Sie über die Angebotsanfrage ein unverbindliches Angebot anfordern.

Wichtig: Fundamente dürfen keine Gefährdung darstellen. Fundamentköpfe müssen mindestens 200 mm unter der Spielebene liegen oder durch Geräteteile wirksam abgedeckt sein.

Welche Inspektions- und Wartungspflichten bestehen?

Wer ein Klettergerüst betreibt, trägt die Verkehrssicherungspflicht nach § 823 BGB. Die DIN EN 1176-7 regelt die Inspektions- und Wartungsanforderungen in einem dreistufigen System.

Visuelle Routine-Inspektion (täglich bis wöchentlich)

Unterwiesenes Personal prüft das Gerät auf offensichtliche Mängel. Dazu gehören Sauberkeit, Vandalismus, freiliegende Fundamente, scharfe Kanten und fehlende Teile.

Operative Inspektion (alle 1 bis 3 Monate)

Sachkundiges Personal kontrolliert Funktion und Stabilität im Detail. Verschraubungen, Seilverbindungen, Beschichtungen und die Füllhöhe des Fallschutzmaterials werden geprüft.

Jährliche Hauptinspektion

Ein qualifizierter Spielplatzprüfer nach DIN 79161 führt eine umfassende Prüfung durch. Diese Inspektion muss von einer unabhängigen Person durchgeführt werden, die nicht an der Installation beteiligt war.

Wichtig: Jede Inspektion und Wartungsmaßnahme muss dokumentiert werden. Diese Dokumentation dient im Schadensfall als Nachweis, dass der Betreiber seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist.

Bei Stahl-Klettergerüsten liegt der Fokus der Wartung auf der Kontrolle der Pulverbeschichtung, der Überprüfung aller Verschraubungen und der Sichtprüfung von Seilnetzen und HDPE-Elementen auf Verschleiß. Das Klettergerüst Dunja mit seiner Kombination aus pulverbeschichtetem Stahl, Kletternetzen und Sperrholzplattformen zeigt exemplarisch, welche Bauteile bei der Inspektion besondere Aufmerksamkeit verdienen. Seilverbindungen an den Befestigungspunkten, die Anti-Rutsch-Beschichtung der Plattformen und die Unversehrtheit der HDPE-Spielelemente sollten regelmäßig kontrolliert werden.