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Was ist ein Klettergerüst aus Stahl?

Ein Klettergerüst aus Stahl ist ein Klettergerät für draußen, dessen tragender Rahmen aus Metall besteht. Daran hängen Netze, Kletterwände, Stangen oder Hangelelemente. Kinder klettern, hangeln und balancieren daran, oft mehrere gleichzeitig.

Alle Modelle dieser Kategorie sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176 und für Kitas, Schulhöfe und öffentliche Spielplätze gebaut. Ein Beispiel ist das Kletternetz Yannik aus Edelstahl. Es ist 275 cm hoch und ab 3 Jahren freigegeben.

Gerüste aus allen Materialien sehen Sie in der Übersicht Klettergerüste.

Welche Bauformen gibt es bei den Stahlgerüsten?

Die Auswahl reicht vom kompakten Einzelgerät bis zur Anlage mit mehreren Ebenen. Viele Modelle haben ein Kletternetz, ein großer Teil eine Kletterwand.

BauformWas Kinder dort tun
Klettergerüstklettern, hangeln, balancieren
Kletternetz im Stahlrahmenin alle Richtungen klettern, auch zu mehreren
Kletterwandmit Griffen und Tritten nach oben steigen
Wackelbrückeüber bewegliche Elemente balancieren
Kletteranlagemehrere Elemente wie Netz, Tunnel und Rutsche

Die Kletteranlage Ursa kombiniert Kletternetz, Tunnel und Rutsche. Ihre Podeste liegen zwischen 120 und 150 cm. Reine Netzgeräte finden Sie unter Stahl Kletternetze.

An Kletterwänden aus Stahl steigen Kinder über Griffe und Tritte nach oben. Manche stehen frei, andere sind Teil einer größeren Anlage. Eine Auswahl zeigt die Seite Stahl Kletterwände.

Woraus bestehen Rahmen, Netze und Griffe?

Der Rahmen besteht fast immer aus pulverbeschichtetem Stahl. Bei einigen Modellen kommen Bauteile aus Edelstahl oder Paneele aus dem Kunststoff HDPE dazu.

Edelstahl ist von sich aus rostfrei und braucht keinen zusätzlichen Korrosionsschutz. Er steckt deshalb gern in Handläufen, Stangen und Verbindungen, die ständig angefasst werden. Bei mehreren Modellen sind einzelne Bauteile aus Edelstahl. Das Kletternetz Yannik ist laut Produktdaten ganz aus Edelstahl gebaut. HDPE ist ein fester, durchgefärbter Kunststoff, der nicht splittert. Bei Seilspielgeräten verbreitet sind Seile mit einem Kern aus verzinktem Stahldraht und einer Ummantelung aus Kunststoffgarn. Solche Seile sind abriebfest und halten Vandalismus gut stand.

Warum sind fast alle Gestelle pulverbeschichtet?

Die Pulverbeschichtung schützt den Stahl vor Rost und gibt ihm Farbe. Sie bildet eine geschlossene Schicht auf dem Metall.

Pulverbeschichtungen gibt es in RAL-Farbtönen. Die Schicht schützt das Metall auch gegen Graffiti. Kratzer und Abplatzungen sollten Sie trotzdem ernst nehmen, weil dort der Rostschutz fehlt. Besonders haltbar ist die Kombination aus Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung, das sogenannte Duplex-System. Einzelne Modelle sind feuerverzinkt. Das Klettergerüst Annelie hat einen silbergrauen Rahmen aus feuerverzinktem Stahl mit Teilen aus HDPE.

Gut zu wissen: Farben an Spielgeräten müssen nach DIN EN 71-3 geprüft sein. Aus der Oberfläche dürfen keine schädlichen Stoffe austreten, auch wenn Kinder sie in den Mund nehmen.

Wie lange hält ein Klettergerüst aus Stahl?

Feuerverzinkter Stahl hält bei sachgemäßer Wartung etwa 25 bis 30 Jahre und länger. Edelstahl erreicht 30 Jahre und mehr und ist gegenüber Korrosion praktisch wartungsfrei.

Lärche liegt zum Vergleich bei etwa 10 bis 15 Jahren. Bei Stahl hängt die Lebensdauer vor allem an der Beschichtung. Wo sie abplatzt, kann Rost beginnen, oft unten am Pfosten. Kleine Schäden bessern Sie am besten früh aus.

Wer eine natürliche Optik bevorzugt, findet Gerüste aus Lärche und Robinie unter Holz Klettergerüste.

Welche Regeln gelten für Kletternetze am Stahlrahmen?

Für Kletternetze gilt neben dem allgemeinen Teil 1 der DIN EN 1176 der Teil 11 für Raumnetze. Er regelt Fallhöhen bei Netzen, Knotenpunkte, Verbindungen, Maschenweite und Seilstärke.

Wichtig sind die Stellen, an denen das Netz am Stahlrahmen hängt. Dort dürfen keine Fangstellen für Finger, Kleidung oder Kordeln entstehen. Herausragende Gewinde müssen dauerhaft abgedeckt sein, etwa mit Hutmuttern. Ein Seil, das nur an einem Ende befestigt ist, braucht je nach Länge 600 oder 900 mm Abstand zu festen Geräteteilen.

Wie dick sind Stangen und Griffe zum Festhalten?

Die Norm schreibt für Stangen zum Umfassen einen Durchmesser von mindestens 16 und höchstens 45 mm vor. Elemente, die nur gegriffen werden, dürfen höchstens 60 mm breit sein.

So können auch kleine Hände eine Stange sicher umschließen. Rohrenden müssen verschlossen sein, damit sich kein Finger darin verfängt. Die Verschlüsse lassen sich nur mit Werkzeug entfernen.

Wird ein Klettergerüst aus Metall im Winter kalt?

Ja, Metall fühlt sich bei Kälte beim ersten Anfassen kälter an als Holz. Im Sommer gilt das Umgekehrte: Metall nimmt mehr Wärme auf und heizt sich in praller Sonne stärker auf.

Planen Sie den Standort deshalb mit Blick auf Sonne und Schatten. Schatten von Bäumen oder Gebäuden hilft, solange er außerhalb der Sicherheitszone liegt. Achten Sie im Winter auch auf den Boden. Sand kann gefrieren und verliert dann seine Fallschutzwirkung.

Ab welchem Alter sind die Stahlgerüste freigegeben?

Fast alle Modelle sind ab 3 Jahren freigegeben. Einzelne Geräte sind schon ab 1 Jahr ausgewiesen und als U3 gekennzeichnet, andere erst ab 5 Jahren.

Ist ein Gerät für Kinder unter 3 Jahren leicht zugänglich, also ohne Barriere erreichbar, gelten automatisch die strengeren Regeln dieser Altersgruppe. Das betrifft vor allem Einrichtungen mit Krippe. Für Kinder unter 3 Jahren verlangt die DIN EN 1176 eine Brüstung schon ab 60 cm Fallhöhe und strengere Prüfmaße gegen Einklemmen. Das Kletternetz Kira aus pulverbeschichtetem Stahl und HDPE ist ab 1 Jahr freigegeben. Es ist nur 54 cm hoch, misst aber 713 × 685 cm in der Fläche.

Welche Fallhöhen haben die Modelle aus Stahl?

Die kritische Fallhöhe der Stahlgerüste liegt zwischen 45 und 240 cm. Ein großer Teil der Modelle liegt über 2 m.

  • bis 60 cm: niedrige Geräte zum Balancieren, teils schon für die Krippe.
  • über 100 cm: Ab 3 Jahren ist ab 1 m Fallhöhe ein Geländer Pflicht.
  • über 200 cm: Ab 2 m verlangt die Norm eine Brüstung an Podesten.

Die freie Fallhöhe darf bei keinem Spielgerät über 3 m liegen. Gemessen wird von der Stelle, auf der ein Kind steht oder an der es hängt, bis zum Boden darunter.

Wie viel Fläche braucht ein Gerüst mit Stahlrahmen?

Die Sicherheitszone der Modelle reicht von rund 13 m² bis fast 180 m². Gemeint ist die freie Fläche rund um das Gerät, auf der keine anderen Geräte, Bänke oder Bäume stehen dürfen.

Kompakt ist das Klettergerüst Albert mit einer Zone von 360 × 360 cm. Viel Platz braucht dagegen das Klettergerüst Amelie mit 1224 × 847 cm Grundfläche und einer Zone von 1178 × 1525 cm.

Bis 1,5 m Fallhöhe reicht der Fallraum mindestens 1,5 m um das Gerät. Darüber gilt zwei Drittel der Fallhöhe plus 0,5 m. Bei 240 cm Fallhöhe sind das 2,1 m rundherum.

Unser Tipp: Zeichnen Sie die Sicherheitszone jedes Geräts in den Lageplan ein. Fallräume zweier Klettergeräte dürfen sich meist überschneiden. Bei Schaukeln, Karussells und Rutschen ist das nicht erlaubt.

Welcher Boden passt unter ein Stahlgerüst?

Laut Produktangaben eignen sich Sand, Hackschnitzel, Kies oder Fallschutzmatten. Welche Schichtdicke nötig ist, hängt von der Fallhöhe des Modells ab.

FallhöheGeeigneter Boden
bis 60 cmkeine besondere Anforderung
bis 1 mRasen oder Oberboden möglich
bis 2 m30 cm Sand, Kies oder Hackschnitzel
bis 3 m40 cm Schüttgut oder geprüfte Fallschutzplatten

In den Werten für Schüttgut stecken 10 cm Zuschlag, weil spielende Kinder das Material wegschieben. Lose Schüttung muss deshalb regelmäßig aufgefüllt werden.

Wie wird das Stahlgestell im Fundament verankert?

Die Pfosten werden in Betonfundamente eingelassen oder mit Bodenankern im Beton befestigt. Als Einbautiefe werden 60 bis 80 cm empfohlen, am besten frostfrei.

Fundamente dürfen niemanden gefährden. Bei lockerem Boden liegen Fundamentköpfe mindestens 20 cm unter der Spielebene, Sockel und Befestigungen mindestens 40 cm. Alternativ werden sie wirksam durch Geräteteile abgedeckt.

Die Gerüste kommen als Bausatz mit Aufbauanleitung. Den Fundamentplan erhalten Sie zum jeweiligen Produkt. Bei Spielgeräten gibt es auf befestigten Flächen mit Fallschutzplatten grundsätzlich auch das Aufdübeln, also das Verschrauben auf vorhandenem Beton. Ob ein Modell dafür vorgesehen ist, steht in seiner Aufbauanleitung.

Was kontrolliert der Betreiber an Rahmen und Netzen?

Am Stahlgerüst kontrollieren Sie vor allem Beschichtung, Schrauben und die Befestigung der Netze. Bei Prüfungen gehören Klettergeräte zu den Gerätearten mit den meisten Mängeln.

  1. Sichtkontrolle täglich bis wöchentlich: lose Teile, Schäden, Zustand des Bodens.
  2. Operative Inspektion alle 1 bis 3 Monate: Seile und Netze auf Durchscheuern, Schrauben auf festen Sitz, Beschichtung auf Rost.
  3. Jährliche Hauptinspektion durch einen Spielplatzprüfer nach DIN 79161.

Vor der ersten Nutzung nimmt ein unabhängiger Prüfer das Gerät ab. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst, sie gehört nicht zur Montage. Alle Kontrollen und Reparaturen sollten Sie schriftlich festhalten. Im Schadensfall belegt das, dass Sie Ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen sind.

Wie kommen die Stahlgerüste zu Ihnen?

Die Gerüste kommen als Bausatz per Spedition, als Terminlieferung. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab.

Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die meisten Teile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen abladen, mit Stapler oder Radlader geht es leichter. Bei Klettertürmen ist kein LKW mit Hebebühne möglich, weil lange Pfosten über die Palette ragen. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Montagepartner aus unserem Netzwerk in ganz Deutschland, mit eigenem Angebot. Er kann auch Fundamente, Erdarbeiten und das Einbringen von Fallschutz übernehmen. Die Ware geht dann direkt an ihn, Sie müssen nichts abladen. Haben Sie eigenes Fachpersonal, etwa einen Bauhof, ist Eigenmontage möglich.

Für die Abstimmung im Team hilft unser Katalog für Spielgeräte.

Wo kann man Klettergerüste aus Stahl kaufen?

Klettergerüste aus Stahl bestellen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Für Haushalts- oder Förderanträge erstellen wir über Angebot erhalten ein kostenloses, unverbindliches Angebot, auf Wunsch auch je Produkt. Fragen zu Bauform und Fläche klären Sie mit unserem Kundendienst über die Kontaktseite.