Zu Inhalt springen
Kostenloses Angebot erhalten
Kostenloses Angebot erhalten

Was sind Spielgeräte für Grundschulen und welche Anforderungen müssen sie erfüllen?

Spielgeräte für Grundschulen sind Outdoor-Spielplatzgeräte, die speziell für den Einsatz auf Schulhöfen konzipiert sind. Sie richten sich an Kinder im Alter von etwa 6 bis 10 Jahren und müssen den besonderen Bedingungen des Schulbetriebs standhalten.

Im Vergleich zu kommunalen Spielplätzen oder Kindergärten werden Schulhof-Spielgeräte deutlich intensiver beansprucht. In den Pausen nutzen viele Kinder gleichzeitig die Geräte, oft über mehrere Schulstunden verteilt. Das stellt hohe Anforderungen an Stabilität, Materialqualität und Verarbeitung.

Alle Spielgeräte auf Schulhöfen müssen nach DIN EN 1176 zertifiziert sein. Diese europäische Norm regelt die sicherheitstechnischen Anforderungen an Spielplatzgeräte im öffentlichen und halböffentlichen Raum. Schulhöfe fallen ausdrücklich in den Geltungsbereich dieser Norm, und Geräte ohne TÜV-Prüfung nach DIN EN 1176 dürfen auf Schulhöfen nicht aufgestellt werden.

Wichtig: Schulhöfe gelten als öffentliche Spielflächen. Alle dort aufgestellten Spielgeräte müssen TÜV-geprüft nach DIN EN 1176 sein. Geräte aus dem Privatbereich (nach DIN EN 71-8) sind nicht zulässig.

Welche Spielgeräte eignen sich für den Schulhof einer Grundschule?

Die Auswahl an Spielgeräten für Grundschulen ist vielfältig. Entscheidend ist, dass die Geräte unterschiedliche Bewegungsformen ansprechen und möglichst vielen Kindern gleichzeitig Spielmöglichkeiten bieten.

Klettergerüste und Spieltürme

Klettergerüste und Spieltürme gehören zu den beliebtesten Spielgeräten auf Schulhöfen. Sie fördern Kraft, Koordination und Gleichgewicht und bieten durch ihre Höhe einen besonderen Anreiz für Grundschulkinder.

Klettergerüste gibt es in zahlreichen Varianten: von einfachen Kletterwänden über Netzstrukturen bis hin zu komplexen Kombinationsgeräten mit Rutschen, Brücken und Kletterelementen. Das Klettergerüst Jannis kombiniert verschiedene Kletterelemente auf einer Grundfläche von 480 × 319 cm und eignet sich mit einer Fallhöhe von 255 cm für Kinder ab 3 Jahren.

Spieltürme vereinen mehrere Spielfunktionen in einem Gerät. Der Spielturm Keno bietet auf 593 × 515 cm Grundfläche Kletter-, Rutsch- und Spielhauselemente. Solche Kombinationsgeräte sind auf Schulhöfen besonders sinnvoll, weil sie viele Kinder gleichzeitig beschäftigen und unterschiedliche Bewegungsformen ermöglichen.

Schaukeln und Nestschaukeln

Schaukeln sind auf nahezu jedem Schulhof zu finden. Für Grundschulen eignen sich Doppelschaukeln und Nestschaukeln besonders gut.

Die Doppelschaukel Carlo aus Lärchenholz bietet zwei Schaukelplätze und ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Doppelschaukeln ermöglichen das gemeinsame Schaukeln und fördern so auch die soziale Interaktion in der Pause.

Nestschaukeln wie die Nestschaukel Stella bieten eine große, runde Sitzfläche, auf der mehrere Kinder gleichzeitig schaukeln können. Das macht sie auf Schulhöfen besonders beliebt, weil Wartezeiten kürzer ausfallen und das gemeinsame Spielen im Vordergrund steht. Die Nestschaukel Stella hat eine Fallhöhe von 140 cm und eine Sicherheitszone von 750 × 219 cm.

Balancier- und Bewegungsgeräte

Balanciergeräte ergänzen Klettergerüste und Schaukeln um eine weitere Bewegungsdimension. Sie schulen den Gleichgewichtssinn und die Körperwahrnehmung, ohne viel Platz zu beanspruchen.

Der Balancierbalken Marc aus Lärchenholz ist ein kompaktes Gerät, das sich gut in bestehende Schulhofgestaltungen integrieren lässt. Balancierbalken eignen sich auch als Verbindungselemente zwischen verschiedenen Spielbereichen.

Spieltische und Multisportanlagen

Nicht alle Kinder suchen in der Pause intensive Bewegung. Spieltische wie die Tischtennisplatte Levi aus Beton bieten eine ruhigere Alternative. Betonspielgeräte halten intensiver Nutzung über viele Jahre stand und eignen sich damit besonders für den Schulbetrieb.

Für Schulen mit größerem Außengelände sind Multisportanlagen eine Überlegung wert. Die Multisportanlage Adam ermöglicht verschiedene Ballsportarten auf einer Fläche und schafft so ein vielseitiges Bewegungsangebot für ältere Grundschulkinder.

Gut zu wissen: Ein abwechslungsreich gestalteter Schulhof mit verschiedenen Gerätetypen sorgt dafür, dass Kinder mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten ein passendes Bewegungsangebot finden. Die Kombination aus Klettergeräten, Schaukeln, Balanciergeräten und Spieltischen deckt ein breites Spektrum an Bewegungsformen ab.

Aus welchen Materialien bestehen Spielgeräte für Grundschulen?

Die Materialwahl beeinflusst Langlebigkeit, Pflegeaufwand und Optik der Spielgeräte. Für Schulhöfe kommen vor allem drei Materialgruppen zum Einsatz.

Lärchenholz ist eines der am häufigsten verwendeten Hölzer bei Spielgeräten für den öffentlichen Bereich. Es gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 nach DIN EN 350 und ist auch ohne chemische Behandlung im Außenbereich einsetzbar, sofern direkter Erdkontakt vermieden wird. Lärchenholz entwickelt mit der Zeit eine silbergraue Patina, die den natürlichen Charakter unterstreicht. Viele Spielgeräte im Sortiment der Gewerbefabrik bestehen aus Lärchenholz, darunter Klettergerüste, Spieltürme und Schaukeln.

Robinienholz erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 und ist damit das widerstandsfähigste heimische Holz. Es benötigt keine Imprägnierung und hält auch im Erdkontakt Jahrzehnte. Spielgeräte aus Robinie sind in der Anschaffung teurer, dafür aber besonders langlebig und pflegeleicht.

Pulverbeschichteter Stahl und Edelstahl kommen bei Spielgeräten zum Einsatz, die besonders wartungsarm und vandalismussicher sein sollen. Stahlkonstruktionen sind schlank, stabil und halten intensiver Nutzung über viele Jahre stand. Das Klettergerüst Mila aus pulverbeschichtetem Stahl zeigt, wie moderne Stahlgeräte auf Schulhöfen eingesetzt werden können. Auf Schulhöfen, wo die Beanspruchung überdurchschnittlich hoch ist, kann Stahl die wirtschaftlichere Wahl sein.

Viele Spielgeräte kombinieren mehrere Materialien. Holzpfosten bilden die Tragkonstruktion, während Verbindungselemente aus Edelstahl, Spielpaneele aus HDPE-Kunststoff und Seile aus PP-Geflecht zum Einsatz kommen. Diese Materialkombination vereint natürliche Optik mit hoher Belastbarkeit.

Einen Überblick über Spielgeräte nach Materialgruppen finden Sie in den Kategorien Holz Klettergerüste und Stahl Klettergerüste.

Tipp zur Materialwahl: Für Schulhöfe empfiehlt sich die Materialwahl nach Nutzungsintensität und Pflegemöglichkeiten. Holzgeräte fügen sich natürlich in die Umgebung ein, erfordern aber regelmäßige Sichtkontrollen auf Splitterbildung. Stahlgeräte sind wartungsärmer und halten auch rauem Schulalltag stand.

Für welche Altersgruppe sind die Spielgeräte geeignet?

Spielgeräte für Grundschulen richten sich primär an Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Die DIN EN 1176 unterscheidet bei den Sicherheitsanforderungen zwischen Kindern unter 36 Monaten und Kindern ab 3 Jahren. Für Grundschulen gelten die Anforderungen der Altersgruppe ab 3 Jahren.

In der Praxis bedeutet das:

  • Geländer sind ab einer Fallhöhe von 1.000 mm erforderlich.
  • Brüstungen sind ab einer Fallhöhe von 2.000 mm erforderlich.
  • Die maximale freie Fallhöhe darf 3.000 mm nicht überschreiten.
  • Fangstellen für Kopf, Finger und Kleidung müssen ausgeschlossen sein.

Die meisten Spielgeräte im Sortiment sind für Kinder ab 3 Jahren freigegeben und eignen sich damit sowohl für Erstklässler als auch für ältere Grundschulkinder. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Geräte auch für die ältesten Schülerinnen und Schüler noch eine Herausforderung bieten. Spieltürme mit höheren Podesten und Klettergerüste mit anspruchsvollen Kletterelementen sprechen auch Dritt- und Viertklässler an.

Welche Sicherheitsnormen gelten für Spielgeräte auf dem Schulhof?

DIN EN 1176 als Grundlage

Die DIN EN 1176 ist die zentrale europäische Norm für Spielplatzgeräte im öffentlichen Raum. Sie besteht aus mehreren Teilen, die jeweils spezifische Gerätetypen oder Betriebsaspekte abdecken:

  • Teil 1 regelt die allgemeinen sicherheitstechnischen Anforderungen an alle Spielgeräte.
  • Teil 2 enthält zusätzliche Anforderungen für Schaukeln.
  • Teil 3 enthält zusätzliche Anforderungen für Rutschen.
  • Teil 7 regelt Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb.

Alle Spielgeräte der Gewerbefabrik sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176. Die Prüfung wird von akkreditierten Stellen wie TÜV SÜD, TÜV NORD oder TÜV Rheinland durchgeführt und bestätigt, dass das Gerät die sicherheitstechnischen Anforderungen der Norm erfüllt.

Fallschutz und Sicherheitszonen

Jedes Spielgerät benötigt eine definierte Sicherheitszone, in der ein stoßdämpfender Bodenbelag vorhanden sein muss. Die Größe dieser Zone hängt von der Fallhöhe des Geräts ab.

Bis zu einer freien Fallhöhe von 1.500 mm beträgt die Mindestausdehnung der Aufprallfläche 1.500 mm, gemessen ab den äußeren Geräteteilen. Bei höheren Fallhöhen steigt der erforderliche Fallraum nach einer festgelegten Formel an.

Geeignete Fallschutzmaterialien für Schulhöfe:

  • Sand (Korngröße 0,2–2 mm), Mindestschichtdicke 200 mm bis 2 m Fallhöhe, zuzüglich 100 mm Materialzuschlag für den Wegspieleffekt
  • Holzschnitzel (Korngröße 5–30 mm), Mindestschichtdicke 200 mm bis 2 m Fallhöhe, zuzüglich 100 mm Materialzuschlag
  • Fallschutzplatten aus Gummigranulat, für verschiedene Fallhöhen herstellbar
  • EPDM-Gießbelag, fugenlos und rollstuhlbefahrbar

Unter Schaukeln ist die Beanspruchung besonders hoch, weshalb hier regelmäßig nachgefüllt werden muss.

Hinweis: Rasen ist als Fallschutz nur bis zu einer Fallhöhe von 1.500 mm zulässig und verliert bei intensiver Nutzung schnell seine stoßdämpfenden Eigenschaften. Auf Schulhöfen empfehlen sich daher Sand, Holzschnitzel oder synthetische Fallschutzbeläge.

Wer ist für die Inspektion und Wartung der Schulhof-Spielgeräte verantwortlich?

Die Verkehrssicherungspflicht für Spielgeräte auf dem Schulhof liegt beim Betreiber. Das ist in der Regel der Schulträger, also die Kommune oder der Landkreis. Die DIN EN 1176-7 schreibt ein dreistufiges Inspektionssystem vor.

Visuelle Routine-Inspektion (wöchentlich bis täglich)

Unterwiesenes Personal, zum Beispiel der Hausmeister, prüft die Geräte auf offensichtliche Gefahrenquellen. Dazu gehören Glasscherben, Vandalismus, freiliegende Fundamente, fehlende oder zerbrochene Teile und der Zustand der Bodenoberflächen.

Operative Inspektion (alle 1–3 Monate)

Sachkundiges Personal prüft Verschleiß an beweglichen Teilen, den Zustand von Ketten und Seilen, die Stabilität von Verankerungen und die Füllhöhe des Fallschutzmaterials. Bei Geräten wie dem Dreifach Reck Magnus sind die Verbindungselemente und Stangen besonders zu kontrollieren.

Jährliche Hauptinspektion

Ein qualifizierter Spielplatzprüfer nach DIN 79161 führt eine umfassende Prüfung durch. Diese Inspektion muss von einer unabhängigen Person durchgeführt werden, die an der Installation nicht beteiligt war. Sie kann das Freilegen bestimmter Teile erfordern, etwa um den Zustand von Fundamenten oder erdverbauten Hölzern zu beurteilen.

Alle Inspektionen und Wartungsarbeiten müssen dokumentiert werden. Diese Dokumentation dient im Schadensfall als Nachweis der erfüllten Verkehrssicherungspflicht.

Wichtig: Auf Schulhöfen ist die Beanspruchung der Spielgeräte überdurchschnittlich hoch. Die DIN EN 1176-7 empfiehlt daher, die Inspektionsintervalle an die Nutzungsintensität anzupassen. Bei stark frequentierten Schulhöfen kann eine tägliche Sichtkontrolle sinnvoll sein.

Wo können Spielgeräte auf dem Schulgelände aufgestellt werden?

Bei der Standortwahl auf dem Schulgelände spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Sicherheitszonen einplanen: Jedes Spielgerät benötigt eine definierte Sicherheitszone, die frei von Hindernissen sein muss. Die Sicherheitszonen verschiedener Geräte dürfen sich in den meisten Fällen nicht überschneiden. Bei Schaukeln gelten besonders große Fallräume, da es sich um Geräte mit erzwungener Bewegung handelt.

Einsehbarkeit gewährleisten: Spielgeräte sollten von zentralen Punkten des Schulhofs aus einsehbar sein, damit die Aufsicht führenden Lehrkräfte den Überblick behalten.

Schaukeln abseits aufstellen: Schaukeln sollten an weniger frequentierten Stellen des Schulhofs stehen, um das Risiko zu minimieren, dass Kinder in den Schwingbereich laufen.

Untergrund berücksichtigen: Der Untergrund muss für den erforderlichen Fallschutz geeignet sein. Auf Asphalt- oder Betonflächen sind Fallschutzplatten oder EPDM-Beläge erforderlich. Auf Naturboden können Sand oder Holzschnitzel eingebracht werden.

Abstände zu Gebäuden und Zäunen: Fallräume dürfen nicht über Grundstücksgrenzen hinausragen oder in Verkehrsflächen hineinreichen.

Die Sicherheitszone ist bei jedem Produkt in den technischen Daten angegeben. Beim Spielturm Keno beträgt sie 928 × 812 cm, beim Klettergerüst Jannis 608 × 859 cm. Diese Maße sollten bei der Planung als Grundlage dienen.

Wie werden die Spielgeräte angeliefert?

Spielgeräte werden als Bausatz per Spedition geliefert. Die Lieferung erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Lieferzeitpunkt im Voraus planen können. Der Versand innerhalb Deutschlands ist versandkostenfrei.

Die Lieferzeit beträgt in der Regel etwa 6 bis 8 Wochen, da die Geräte auf Bestellung gefertigt werden. Planen Sie diesen Zeitraum bei Schulhofprojekten ein, insbesondere wenn die Fertigstellung zum Schuljahresbeginn oder zu einem bestimmten Termin erfolgen soll.

Die Anlieferung erfolgt unabgeladen. Das bedeutet, dass Sie für geeignete Entladehilfsmittel sorgen müssen, zum Beispiel einen Radlader. Alternativ übernimmt das Montageteam auch das Entladen, wenn Sie den Montageservice nutzen.

Für ein konkretes Angebot mit allen Details zu Lieferung und Montage können Sie das Angebotsformular nutzen. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein unverbindliches Angebot.

Wer übernimmt die Montage der Spielgeräte?

Die Montage von Spielgeräten auf Schulhöfen erfordert Fachkenntnis. Die Geräte müssen nach den Vorgaben der DIN EN 1176 und den Herstelleranweisungen aufgebaut werden. Fundamente müssen korrekt dimensioniert und frostfrei gegründet sein, Verbindungselemente fachgerecht angezogen und Sicherheitszonen eingehalten werden.

Die Gewerbefabrik vermittelt über ein deutschlandweites Netzwerk von Montagepartnern professionelle Montage. Das Montageteam kümmert sich um den fachgerechten Aufbau, das Entladen der Lieferung und die korrekte Fundamentierung. Nach der Montage muss eine Erstabnahme durch einen unabhängigen, qualifizierten Prüfer erfolgen, bevor die Geräte für die Nutzung freigegeben werden.

Sie können die Montage auch in Eigenregie durchführen lassen, etwa durch den kommunalen Bauhof. In diesem Fall liefern die Hersteller ausführliche Montageanleitungen mit. Beachten Sie, dass auch bei Eigenmontage eine Erstabnahme durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer erforderlich ist.

Gut zu wissen: Die Montage durch einen Fachbetrieb spart Zeit und gibt Sicherheit. Fehler bei der Fundamentierung oder beim Aufbau können die TÜV-Zertifizierung des Geräts gefährden und die Verkehrssicherungspflicht des Betreibers beeinträchtigen.