Zu Inhalt springen
Kostenloses Angebot erhalten
Kostenloses Angebot erhalten

Was sind U3 Spielgeräte und wofür werden sie eingesetzt?

U3 Spielgeräte sind Außenspielgeräte, die speziell für Kinder unter drei Jahren konzipiert wurden. Sie berücksichtigen die besonderen motorischen Fähigkeiten, die Körpergröße und das Sicherheitsbedürfnis dieser Altersgruppe. Im Vergleich zu Spielgeräten für ältere Kinder zeichnen sie sich durch niedrigere Podesthöhen, geringere Fallhöhen, breitere Stufen und zusätzliche Absturzsicherungen aus.

Eingesetzt werden U3 Spielgeräte vor allem in Kindertagesstätten, Krippen und Kindergärten, aber auch auf öffentlichen Spielplätzen, in Wohnanlagen und auf Hotelgeländen. Überall dort, wo Kleinkinder im Freien spielen, braucht es Geräte, die auf ihre Entwicklungsstufe abgestimmt sind. Kinder unter drei Jahren erkunden ihre Umgebung anders als ältere Kinder: Sie tasten, greifen, ziehen sich hoch und machen erste Schritte. U3 Spielgeräte greifen genau diese Bewegungsmuster auf und fördern Gleichgewicht, Koordination und Sinneswahrnehmung in einem sicheren Rahmen.

Gut zu wissen: Die DIN EN 1176 stellt an Spielgeräte, die für Kinder unter 36 Monaten zugänglich sind, verschärfte Sicherheitsanforderungen. Alle U3 Spielgeräte im Sortiment der Gewerbefabrik sind TÜV-geprüft und nach DIN EN 1176 zertifiziert.

Welche Arten von U3 Spielgeräten gibt es?

Das Spektrum an Outdoor-Spielgeräten für Kleinkinder ist breit gefächert. Je nach verfügbarer Fläche, pädagogischem Konzept und Budget lassen sich verschiedene Gerätetypen kombinieren.

Spieltürme und Spielhäuser für Kleinkinder

Spieltürme für den U3-Bereich sind deutlich niedriger als Modelle für ältere Kinder. Typische Podesthöhen liegen unter einem Meter, die Fallhöhen oft unter 60 cm. Trotzdem bieten sie vielfältige Spielmöglichkeiten: kleine Rutschen, Hängebrücken, Kriechtunnel oder Kletterwände mit kindgerechten Griffen.

Der Spielturm Steppke ist ein Beispiel für ein solches Gerät. Mit einer Fallhöhe von nur 55 cm und einer Konstruktion aus Lärchenholz eignet er sich für Kinder ab einem Jahr. Er vereint Rutsche, Hängebrücke und Klettermöglichkeiten auf kompaktem Raum.

Spielhäuser schaffen Rückzugsorte für Rollenspiele und ruhigeres Spiel. Das Spielhaus Albero besteht aus Lärchenholz, ist für Kinder ab einem Jahr freigegeben und bietet eine überschaubare Grundfläche, die sich gut in kleinere Außenbereiche integrieren lässt.

Eine Übersicht aller Spieltürme für Kleinkinder finden Sie in der Kategorie U3 Spieltürme.

Sandkästen

Sandkästen gehören zur Grundausstattung jedes Kita-Außenbereichs. Für Kleinkinder sind sie besonders wertvoll, weil das Greifen, Schütten und Formen von Sand die Feinmotorik und die taktile Wahrnehmung fördert. U3-geeignete Sandkästen zeichnen sich durch niedrige Einstiegshöhen und abgerundete Kanten aus.

Der Sandkasten Albero besteht aus Lärchenholz und ist für Kinder ab einem Jahr zugelassen. Weitere Modelle finden Sie unter Kindergarten Sandkästen.

Federwippen

Federwippen zählen zu den beliebtesten Spielgeräten für Kleinkinder. Die sanfte Wippbewegung fördert den Gleichgewichtssinn und macht schon den Jüngsten Freude. Für den U3-Bereich eignen sich Modelle mit niedriger Sitzhöhe, gut erreichbaren Haltegriffen und einem Griffdurchmesser von maximal 30 mm, damit kleine Kinderhände sicher zugreifen können.

Die Federwippe Tobi ist ab einem Jahr geeignet und besteht aus pulverbeschichtetem Stahl mit HDPE-Sitzflächen. Wer ein Modell mit besonderer Formgebung sucht, findet in der Federwippe Shelly eine Variante aus pulverbeschichtetem Stahl mit wasserdichter Sperrholzplatte und HDPE-Elementen, ebenfalls ab einem Jahr zugelassen.

Alle Federwippen für den Kindergartenbereich sind in der Kategorie Kindergarten Federwippen zusammengefasst.

Babyschaukeln und Nestschaukeln

Schaukeln gehören zu den Spielgeräten, die Kinder am frühesten nutzen können. Babyschaukeln mit Schalensitz und Haltebügel bieten Kleinkindern ab etwa einem Jahr sicheren Halt. Die Babyschaukel Emil kombiniert ein Gestell aus Lärchenholz mit pulverbeschichtetem Stahl und Edelstahlketten. Der Schalensitz verhindert, dass das Kind herausrutscht.

Nestschaukeln eignen sich ebenfalls für den U3-Bereich, sofern sie eine ausreichend niedrige Aufhängehöhe und eine Bodenfreiheit von mindestens 400 mm aufweisen. Die Nestschaukel Stella ist ab zwei Jahren freigegeben und in zwei Nestdurchmessern (90 cm und 120 cm) erhältlich. Weitere Modelle finden Sie unter Babyschaukeln.

Wichtig: Kleinkinderschaukeln und Schaukeln für ältere Kinder sollten nicht im selben Schaukelgestell kombiniert werden. Die unterschiedliche Dynamik kann zu gefährlichen Situationen führen.

Welche Materialien kommen bei U3 Spielgeräten zum Einsatz?

Bei U3 Spielgeräten für den Außenbereich kommen vor allem drei Materialgruppen zum Einsatz:

Holz ist das am häufigsten verwendete Material für Tragkonstruktionen. Lärchenholz bietet eine gute Witterungsbeständigkeit für ein Nadelholz und eine angenehme, natürliche Haptik. Robinienholz ist noch widerstandsfähiger und erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 nach DIN EN 350. Beide Holzarten kommen ohne chemische Imprägnierung aus, was gerade im Kleinkindbereich ein Vorteil ist, da Kinder unter drei Jahren Oberflächen häufig mit dem Mund erkunden.

Pulverbeschichteter und verzinkter Stahl sorgt für Stabilität bei Gestellen, Federn und Verbindungselementen. Die Pulverbeschichtung schützt vor Korrosion und ermöglicht eine farbige Gestaltung. Edelstahl kommt bei besonders beanspruchten Teilen wie Ketten und Beschlägen zum Einsatz.

HDPE-Kunststoff (hochdichtes Polyethylen) wird für Sitzflächen, Spielpaneele und Designelemente verwendet. Das Material ist UV-beständig, bruchfest, splitterfrei und in leuchtenden Farben erhältlich. Es lässt sich leicht reinigen, was im Kita-Alltag ein praktischer Vorteil ist.

Der Spielturm Damian zeigt beispielhaft, wie sich diese Materialien kombinieren lassen: Pulverbeschichteter Stahl bildet die Tragkonstruktion, HDPE-Kunststoff die Spielelemente und Edelstahl die Verbindungsteile. Das Ergebnis ist ein wartungsarmes Gerät, das für Kinder ab einem Jahr geeignet ist.

Gut zu wissen: Alle Materialien, die bei Spielplatzgeräten nach DIN EN 1176 eingesetzt werden, müssen frei von toxikologischen Gefahren sein. Beschichtungen müssen speichelbeständig sein, was gerade bei Geräten für Kleinkinder besonders relevant ist.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Spielgeräte unter 3 Jahren?

Die DIN EN 1176 stellt an Spielgeräte, die für Kinder unter 36 Monaten leicht zugänglich sind, deutlich strengere Anforderungen als an Geräte für ältere Kinder. Diese verschärften Vorgaben betreffen drei zentrale Bereiche.

Verschärfte Absturzsicherung

Während bei Geräten für Kinder ab drei Jahren erst ab einer Fallhöhe von 1.000 mm ein Geländer vorgeschrieben ist, gilt für U3-Geräte eine strengere Regel: Bereits ab 600 mm Fallhöhe muss eine Brüstung vorhanden sein. Diese Brüstung bietet vollständigen Schutz gegen Durchfallen und ist damit deutlich sicherer als ein einfaches Geländer.

Fangstellen und Öffnungen

Die Norm definiert strenge Vorgaben für Öffnungen und Spalten, um Einklemmrisiken zu minimieren. Vollständig umschlossene Öffnungen dürfen keine inneren Durchmesser zwischen 130 mm und 230 mm aufweisen, da in diesem Bereich der Kopf eines Kleinkindes eingeklemmt werden könnte. Finger-, Fuß- und Kleidungsfangstellen werden mit genormten Prüfkörpern systematisch geprüft.

Bei Federwippen für Kleinkinder müssen die Haltegriffe einen Durchmesser von maximal 30 mm haben, damit kleine Hände sie sicher umfassen können. Quetsch- und Klemmstellen an Federn sind auch im belasteten Zustand auszuschließen.

Fallschutz

Unter U3 Spielgeräten mit einer freien Fallhöhe über 600 mm muss ein stoßdämpfender Boden vorhanden sein. Geeignete Materialien sind Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch oder synthetische Fallschutzbeläge. Die Mindestschichtdicke bei losem Schüttmaterial beträgt 300 mm (inklusive 100 mm Zuschlag für den sogenannten Wegspieleffekt).

Viele U3 Spielgeräte haben allerdings so geringe Fallhöhen, dass kein spezieller Fallschutz erforderlich ist. Der Spielturm Steppke beispielsweise kommt mit einer Fallhöhe von 55 cm aus. Bei Montage auf Sand, Rasen, Mulch oder Holzschnitzeln ist hier kein zusätzlicher Fallschutzbelag nötig.

Fazit: Die verschärften Sicherheitsanforderungen der DIN EN 1176 für den U3-Bereich sind kein Hindernis, sondern ein Qualitätsmerkmal. Sie stellen sicher, dass Kleinkinder in einer Umgebung spielen, die auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Für welches Alter sind U3 Spielgeräte geeignet?

Die Bezeichnung „U3" steht für „unter drei Jahren" und umfasst Kinder von der Geburt bis zum dritten Geburtstag. In der Praxis beginnt die Nutzung von Außenspielgeräten jedoch erst, wenn Kinder sicher sitzen und erste Schritte machen können.

Die meisten U3 Spielgeräte im Sortiment der Gewerbefabrik sind ab einem Jahr freigegeben. Das betrifft Spieltürme, Spielhäuser, Sandkästen und ausgewählte Federwippen. Einige Federwippen und Nestschaukeln tragen die Altersfreigabe ab zwei Jahren, da sie etwas mehr Körperkraft und Koordination erfordern.

Die Altersangabe auf dem Gerät ist eine Herstellerempfehlung auf Basis der Normprüfung. Sie ersetzt nicht die Aufsichtspflicht. Gerade bei Kindern unter drei Jahren sollte immer eine erwachsene Bezugsperson in der Nähe sein.

Gerätetyp Typische Altersfreigabe
Spieltürme (U3) Ab 1 Jahr
Spielhäuser Ab 1 Jahr
Sandkästen Ab 1 Jahr
Federwippen Ab 1 oder 2 Jahren
Babyschaukeln Ab 1 Jahr
Nestschaukeln Ab 2 Jahren

Wo können U3 Spielgeräte aufgestellt werden?

U3 Spielgeräte eignen sich für alle Außenbereiche, in denen Kleinkinder betreut werden. Die häufigsten Einsatzorte:

  • Kindertagesstätten und Krippen
  • Kindergärten
  • Öffentliche Spielplätze mit U3-Bereich
  • Wohnanlagen und Siedlungen
  • Hotels, Ferienanlagen und Campingplätze
  • Firmengelände mit Betriebskindergarten

Bei der Standortwahl sollten Sie darauf achten, dass der U3-Bereich räumlich von Spielbereichen für ältere Kinder getrennt ist. Ältere Kinder bewegen sich schneller und dynamischer, was für Kleinkinder ein Verletzungsrisiko darstellen kann. Ein Zaun, eine Hecke oder ein ausreichender Abstand zwischen den Bereichen schafft hier Sicherheit.

Der Untergrund spielt ebenfalls eine Rolle. Viele U3 Spielgeräte haben so geringe Fallhöhen, dass Rasen, Sand oder Rindenmulch als Untergrund ausreichen. Bei Geräten mit höheren Fallhöhen ist ein normgerechter Fallschutz erforderlich.

Der Spielturm Lennox ist ein weiteres Beispiel für ein U3-Gerät aus Lärchenholz, das sich durch seine kompakten Abmessungen gut in bestehende Außenbereiche einfügt.

Wie werden U3 Spielgeräte angeliefert?

Alle Spielgeräte der Gewerbefabrik werden direkt vom Hersteller per Spedition an den gewünschten Standort geliefert. Der Versand innerhalb Deutschlands ist im Kaufpreis enthalten.

Die Geräte werden als Bausatz geliefert, teilweise vormontiert. Die Anlieferung erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Zeitpunkt mit der Spedition abstimmen können. Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Sie benötigen daher geeignete Entladehilfsmittel vor Ort, beispielsweise einen Radlader.

Wenn Sie den Montageservice der Gewerbefabrik nutzen, übernimmt das Montageteam auch das Entladen. So müssen Sie sich um die Logistik vor Ort nicht selbst kümmern.

Wer übernimmt die Montage?

Die Montage von Spielplatzgeräten erfordert Fachkenntnis. Fundamente müssen korrekt dimensioniert sein, Sicherheitszonen eingehalten und alle Verbindungen normgerecht angezogen werden. Die Gewerbefabrik vermittelt über ein deutschlandweites Netzwerk von Montagepartnern professionelle Montage direkt vor Ort.

Das Montageteam kümmert sich um den fachgerechten Aufbau, die Erstellung der Fundamente und die Erstabnahme. Nach der Montage erhalten Sie alle erforderlichen Unterlagen für Ihre Dokumentation.

Alternativ können Sie die Montage auch selbst durchführen oder durch einen lokalen GaLaBau-Betrieb vornehmen lassen. In diesem Fall liefert der Hersteller detaillierte Aufbauanleitungen und Fundamentpläne mit.

Wenn Sie ein Angebot für Spielgeräte inklusive Montage benötigen, können Sie über die Angebotsanfrage ein unverbindliches Angebot anfordern.

Wichtig: Nach der Installation muss eine Erstabnahme durch eine qualifizierte Person erfolgen, die nicht an der Montage beteiligt war. Diese Prüfung ist nach DIN EN 1176-7 vorgeschrieben und stellt sicher, dass das Gerät normgerecht aufgebaut wurde.

Worauf sollten Betreiber bei Inspektion und Wartung achten?

Wer U3 Spielgeräte betreibt, trägt die Verkehrssicherungspflicht. Die DIN EN 1176-7 definiert ein dreistufiges Inspektionssystem, das für alle Spielplatzgeräte gilt.

Visuelle Routineinspektion: Täglich bis wöchentlich, je nach Nutzungsintensität. In Kitas empfiehlt sich eine tägliche Sichtprüfung vor der ersten Nutzung. Geprüft wird auf offensichtliche Gefahren wie Glasscherben, Vandalismus, fehlende Bauteile oder Beschädigungen. Diese Prüfung kann von unterwiesenem Personal durchgeführt werden, etwa von Erzieherinnen oder dem Hausmeister.

Operative Inspektion: Alle ein bis drei Monate. Sachkundiges Personal prüft den Verschleiß beweglicher Teile, den Zustand von Ketten und Seilen, die Stabilität der Verankerungen und die Füllhöhe des Fallschutzmaterials. Bei Federwippen ist besonders auf den Zustand der Federn und die Funktion der Dämpfungselemente zu achten.

Jährliche Hauptinspektion: Mindestens einmal pro Jahr durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN 79161. Diese externe Prüfung umfasst den Gesamtzustand aller Geräte, Fundamente und Oberflächen. Sie kann auch das Freilegen von Erdeinbauten erfordern, um Fäulnis oder Korrosion an verdeckten Stellen zu erkennen.

Alle Inspektionen und Wartungsarbeiten müssen dokumentiert werden. Diese Dokumentation dient als Nachweis der Verkehrssicherungspflicht und schützt den Betreiber im Schadensfall.

Inspektionsstufe Intervall Durchführung
Visuelle Routineinspektion Täglich bis wöchentlich Unterwiesenes Personal
Operative Inspektion Alle 1–3 Monate Sachkundiges Personal
Jährliche Hauptinspektion Mindestens jährlich Qualifizierter Spielplatzprüfer (extern)

Gut zu wissen: Bei U3 Spielgeräten ist besonders auf die Bodenfreiheit unter Schaukelsitzen (mindestens 350 mm bei Einzelsitzen, 400 mm bei Gruppensitzen) und die Schichtdicke des Fallschutzmaterials zu achten. Durch den Wegspieleffekt und natürliche Verdichtung kann die Füllhöhe im Laufe der Zeit abnehmen und muss regelmäßig aufgefüllt werden.