Zu Inhalt springen
Kostenloses Angebot erhalten
Kostenloses Angebot erhalten

Was sind Wippschaukeln und worin unterscheiden sie sich von Federwippen?

Eine Wippschaukel ist ein Spielplatzgerät, bei dem ein starrer Balken um eine horizontale Mittelachse kippt. Mindestens zwei Kinder sitzen an den gegenüberliegenden Enden des Balkens und bringen sich durch abwechselndes Abstoßen vom Boden in eine rhythmische Auf-und-Ab-Bewegung. Das Prinzip beruht auf dem Gegengewicht der beiden Nutzer.

Federwippen funktionieren anders: Ein Sitzelement ist auf einer einzelnen Stahlfeder montiert. Hier bewegt sich ein Kind in mehrere Richtungen, ohne dass ein Gegenüber nötig wäre.

Wippschaukeln setzen also immer auf das gemeinsame Spiel. Kinder müssen sich absprechen, aufeinander reagieren und ihren Rhythmus koordinieren. Das macht die Balkenwippe zu einem sozialen Spielgerät, das Kommunikation und Kooperation fördert.

Die Wippe Jona ist ein Beispiel für eine klassische Doppelwippe mit einer Gesamtlänge von 372 cm. Sie bietet zwei Kindern gleichzeitig Platz und eignet sich für den Einsatz auf öffentlichen Spielplätzen, in Kitas und auf Schulhöfen.

Gut zu wissen: Im Sortiment der Gewerbefabrik finden Sie neben Wippschaukeln auch Federwippen und weitere Wippgeräte für unterschiedliche Altersgruppen und Einsatzbereiche.

Welche Materialien werden bei Wippschaukeln verwendet?

Die Wahl des Materials beeinflusst Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Optik einer Wippschaukel. Im Sortiment stehen zwei bewährte Materialvarianten zur Verfügung.

Stahl (pulverbeschichtet)

Pulverbeschichteter Stahl verbindet hohe Stabilität mit geringem Wartungsaufwand. Die Pulverbeschichtung schützt das Metall vor Korrosion und UV-Strahlung. Gleichzeitig ermöglicht sie eine farbliche Gestaltung, die sich in bestehende Spielplatzkonzepte einfügen lässt.

Vorteile von Stahl auf einen Blick:

  • Hohe Vandalismussicherheit durch robuste Konstruktion
  • Witterungsbeständig ohne regelmäßige Nachbehandlung
  • Lange Lebensdauer bei fachgerechter Montage
  • Farbgestaltung in RAL-Farben möglich

Robinienholz

Robinienholz zählt zu den widerstandsfähigsten heimischen Hölzern. Es erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 nach DIN EN 350 und benötigt keine chemische Imprägnierung. Die natürliche Resistenz gegen Pilze und Fäulnis verdankt die Robinie eingelagerten Gerbstoffen und Flavonoiden, die das Kernholz schützen.

Die Wippe Robbi besteht aus Robinienholz und misst 407 × 60 × 106 cm. Sie verbindet die natürliche Ästhetik von Holz mit der Langlebigkeit, die im öffentlichen Bereich gefordert ist.

Eigenschaften von Robinienholz:

  • Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 nach DIN EN 350 (sehr dauerhaft bis dauerhaft)
  • Keine chemische Imprägnierung erforderlich
  • Höchste Härte und Festigkeit unter den heimischen Hölzern
  • Vergraut mit der Zeit zu einer silbergrauen Patina, ohne dass die Haltbarkeit leidet
  • Nachwachsender Rohstoff aus europäischem Anbau

Wichtig: Robinienholz ist ein nachhaltiger Werkstoff, der bei der Entsorgung als naturbelassenes Holz kompostiert oder thermisch verwertet werden kann. Im Gegensatz zu kesseldruckimprägniertem Holz fällt kein Sondermüll an.

Für welches Alter sind Wippschaukeln geeignet?

Wippschaukeln sind in der Regel für Kinder ab 3 Jahren konzipiert. In diesem Alter verfügen die meisten Kinder über ausreichend Körperkraft und motorische Fähigkeiten, um sich auf dem Sitz zu halten und die Wippbewegung aktiv mitzugestalten.

Für jüngere Kinder unter 3 Jahren sind Federwippen die geeignetere Wahl. Sie bieten eine niedrigere Sitzhöhe, Haltegriffe in Reichweite und erfordern kein Zusammenspiel mit einem zweiten Kind.

Wippschaukeln lassen sich auch von älteren Kindern bis ins Grundschulalter nutzen. Die Tragfähigkeit der Geräte ist für den intensiven Einsatz auf Schulhöfen und öffentlichen Spielplätzen ausgelegt.

Altersgruppe Geeignetes Wippgerät
1–3 Jahre Federwippen mit niedriger Sitzhöhe und Rückenlehne
Ab 3 Jahre Wippschaukeln (Balkenwippen) für zwei oder mehr Kinder
Ab 6 Jahre Alle Wippgeräte-Typen, auch Drehwippen und größere Gruppenwippen

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Wippschaukeln?

Wippschaukeln für den öffentlichen Bereich müssen die Anforderungen der europäischen Sicherheitsnorm DIN EN 1176 erfüllen. Alle Wippschaukeln im Sortiment der Gewerbefabrik sind TÜV-geprüft und nach dieser Norm zertifiziert.

DIN EN 1176-6 als maßgebliche Norm

Teil 6 der DIN EN 1176 regelt die sicherheitstechnischen Anforderungen speziell für Wippgeräte. Die Norm definiert unter anderem:

  • Maximale freie Fallhöhe von 1,50 m bei axialen Wippen (Balkenwippen)
  • Maximale Sitzhöhe von 1 m in der Gleichgewichtsstellung
  • Anforderungen an Quetsch- und Scherstellen am Mittellager
  • Stoßdämpfung kurz vor dem Auftreffen des Wippbalkens auf den Boden

Wippen, die nicht über eine integrierte Dämpfung verfügen, müssen mit einer Stoßdämpfung ausgestattet sein, die ein abruptes Aufschlagen des Balkens verhindert. Das schützt Kinder vor Verletzungen durch plötzliche Bewegungsumkehr.

Fallschutz und Sicherheitszonen

Jede Wippschaukel benötigt eine definierte Sicherheitszone rund um das Gerät. Der Fallraum muss mindestens 1.000 mm ab dem Umfang des Gerätes in seinen äußersten Stellungen betragen.

Die Wippe Jona hat eine Sicherheitszone von 322 × 672 cm bei einer kritischen Fallhöhe von 83 cm. Die Wippe Robbi benötigt 670 × 370 cm bei einer kritischen Fallhöhe von 125 cm. Diese Flächen müssen frei von Hindernissen sein und über einen geeigneten Untergrund verfügen.

Geeignete Bodenbeläge für Wippschaukeln:

  • Rasen (bei Fallhöhen bis ca. 1,50 m)
  • Sand (ohne schluffige oder tonige Anteile)
  • Holzhackschnitzel oder Rindenmulch
  • Fallschutzplatten aus Gummi oder EPDM

Hinweis: Bei beiden Wippschaukeln im Sortiment ist bei Montage auf Rasen, Sand, Mulch oder Holzschnitzeln kein zusätzlicher Fallschutzbelag erforderlich. Die konkreten Angaben finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Wo können Wippschaukeln aufgestellt werden?

Wippschaukeln eignen sich für alle Bereiche, in denen Kinder ab 3 Jahren spielen:

  • Öffentliche Spielplätze: Kommunale Spielplätze in Parks, Wohngebieten und Grünanlagen
  • Kindergärten und Kitas: Als Ergänzung zu Federwippen und anderen Spielgeräten auf dem Außengelände
  • Schulhöfe: Besonders für Grundschulen, wo kooperatives Spielen gefördert werden soll
  • Halböffentliche Bereiche: Wohnanlagen, Hotels, Ferienparks, Campingplätze und Vereinsgelände

Bei der Standortwahl sollten Sie den Platzbedarf für die Sicherheitszone berücksichtigen. Die Fallräume von Wippschaukeln dürfen sich nicht mit den Fallräumen anderer dynamischer Spielgeräte wie Schaukeln oder Karussells überschneiden.

Achten Sie außerdem auf ausreichend Abstand zu Zäunen, Gebäuden und festen Hindernissen. Der gesamte Fallraum muss frei zugänglich und hindernisfrei bleiben.

Gut zu wissen: Wippschaukeln benötigen im Vergleich zu Spieltürmen oder Klettergerüsten relativ wenig Grundfläche. Sie eignen sich daher auch für kleinere Spielbereiche, auf denen der Platz begrenzt ist.

Wie werden Wippschaukeln geliefert?

Die Wippschaukeln werden als Bausatz direkt vom Hersteller per Spedition an Ihren Standort geliefert. Der Versand innerhalb Deutschlands ist versandkostenfrei.

Die Lieferung erfolgt als Terminlieferung. Ein konkreter Liefertermin wird vorab mit Ihnen abgestimmt. Die Geräte werden unabgeladen angeliefert. Für das Entladen benötigen Sie geeignete technische Hilfsmittel wie einen Radlader oder Gabelstapler.

Zum Lieferumfang gehören neben den Bauteilen auch die Fundamentpläne sowie die Montage- und Wartungsanleitung des Herstellers.

Wer übernimmt die Montage?

Die Gewerbefabrik vermittelt über ein deutschlandweites Netzwerk von Montagepartnern die fachgerechte Montage Ihrer Wippschaukel. Der Montageservice umfasst das Entladen, die Fundamentierung und den vollständigen Aufbau des Gerätes.

Eine professionelle Montage stellt sicher, dass:

  • Die Verankerung normgerecht im Boden eingebaut wird
  • Alle Verbindungen korrekt angezogen sind
  • Die Sicherheitszonen eingehalten werden
  • Das Gerät nach der Installation betriebsbereit ist

Nach der Montage empfiehlt sich eine Erstabnahme durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN 79161. Diese Prüfung bestätigt die normgerechte Installation und dient als Nachweis der Verkehrssicherungspflicht.

Wenn Sie ein Angebot für Ihre Wippschaukel inklusive Montage benötigen, können Sie über die Angebotsanfrage eine unverbindliche Anfrage stellen.

Welche Wartung und Inspektion ist erforderlich?

Als Betreiber eines Spielplatzes tragen Sie die Verkehrssicherungspflicht für alle aufgestellten Geräte. Die DIN EN 1176-7 definiert ein dreistufiges Inspektionssystem, das auch für Wippschaukeln gilt.

Visuelle Routineinspektion (täglich bis wöchentlich)

Unterwiesenes Personal prüft das Gerät auf offensichtliche Mängel: Beschädigungen, Verschmutzungen, fehlende Bauteile oder Vandalismus. In Kitas empfiehlt sich eine tägliche Sichtprüfung vor der Nutzung.

Operative Inspektion (alle 1–3 Monate)

Sachkundiges Personal kontrolliert den Verschleiß an beweglichen Teilen. Bei Wippschaukeln sind das insbesondere:

  • Zustand des Mittellagers (Quetsch- und Scherstellen)
  • Funktion der Stoßdämpfung
  • Stabilität der Verankerung im Boden
  • Zustand des Fallschutzmaterials im Sicherheitsbereich

Jährliche Hauptinspektion

Ein qualifizierter Spielplatzprüfer nach DIN 79161 führt eine umfassende Prüfung des Gesamtzustandes durch. Diese Inspektion kann auch das Freilegen von Fundamenten umfassen, um Korrosion oder Verrottung im Bodenbereich zu erkennen.

Wichtig: Alle Inspektionen und Wartungsarbeiten müssen dokumentiert und aufbewahrt werden. Diese Dokumentation dient im Schadensfall als Nachweis, dass Sie Ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen sind.

Warum fördern Wippschaukeln die kindliche Entwicklung?

Wippschaukeln trainieren gezielt motorische und soziale Fähigkeiten, die für die kindliche Entwicklung bedeutsam sind.

Gleichgewicht und Koordination

Die rhythmische Auf-und-Ab-Bewegung fordert den Gleichgewichtssinn. Kinder lernen, ihren Körper in einer dynamischen Situation zu stabilisieren und die Bewegung aktiv zu steuern.

Kooperation und Kommunikation

Eine Wippschaukel funktioniert nur, wenn beide Kinder zusammenarbeiten. Sie müssen sich absprechen, den Rhythmus des anderen wahrnehmen und ihr eigenes Verhalten anpassen. Das fördert Empathie und Teamfähigkeit.

Kraftdosierung

Kinder lernen, wie viel Kraft sie einsetzen müssen, um die gewünschte Bewegung zu erzeugen. Zu viel Schwung kann unangenehm für das Gegenüber sein, zu wenig bringt die Wippe nicht in Gang. Diese Erfahrung schult die Körperwahrnehmung.

Risikokompetenz

Die DIN EN 1176 verfolgt bewusst das Konzept des kalkulierten Risikos. Kinder sollen auf Spielplätzen lernen, Risiken einzuschätzen und zu bewältigen. Eine Wippschaukel bietet ein erkennbares, beherrschbares Risiko, das zur Entwicklung von Selbstvertrauen beiträgt.

Gerade auf Spielplätzen, die bereits über Klettergerüste und Rutschen verfügen, ergänzt eine Wippschaukel das Angebot um eine kooperative Spielform. Sie spricht andere Fähigkeiten an als das individuelle Klettern oder Rutschen.