Was sind Balancierbalken für Kitas?
Balancierbalken für Kitas sind fest verankerte Balken und Pfade für das Außengelände von Krippe und Kindergarten. Fast alle Modelle auf dieser Seite sind ab 3 Jahren freigegeben und liegen nah am Boden.
Die Kinder gehen über Balken, Stämme, Seile oder Trittflächen und halten dabei das Gleichgewicht. Die meisten Geräte sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176, der Norm für Spielplatzgeräte. Sie gilt ausdrücklich auch für Spielplätze in Kitas und Kindergärten. Ein Beispiel für ein sehr niedriges Modell ist der Balancierbalken Alfeo aus Lärche mit 21 cm Fallhöhe.
Was lernen Kindergartenkinder beim Balancieren?
Beim Balancieren üben Kinder Gleichgewicht, Koordination und Körpergefühl. Jeder Schritt auf einer schmalen Fläche verlangt, dass der Körper kleine Schwankungen ausgleicht.
Das Organ für den Gleichgewichtssinn sitzt im Innenohr. Es arbeitet mit dem Sehen und der Wahrnehmung des eigenen Körpers zusammen. Kinder schulen dieses Zusammenspiel, wenn sie über einen Balken gehen, seitwärts laufen oder über Lücken steigen. Wichtig ist, dass jedes Kind Tempo und Schwierigkeit selbst bestimmt.
Ein gewisses Risiko gehört dazu. Die Spielplatznorm will Gefahren beseitigen, die Kinder nicht erkennen können, etwa Fangstellen. Eine Höhe, die ein Kind selbst einschätzt, ist dagegen gewollt. So lernen Kinder, Risiken einzuschätzen.
Welche Bauform passt in den Kita-Garten?
Das hängt von Fläche und Gruppe ab. Einzelne Balken passen in kleine Ecken, Balancierpfade mit mehreren Elementen bilden eine eigene Bewegungsstrecke.
| Bauform | Typisch | Gut für |
|---|---|---|
| Einzelner Balken | ein gerades Element | Einstieg, kleine Flächen |
| Balancierpfad | mehrere Elemente mit Kurven und Stufen | Bewegungsstrecke für mehrere Kinder |
| Balanciergerät mit Netz oder Seil | Balken mit Pfosten, Seilen oder Netz | Halten und Balancieren zugleich |
Der Balancierpfad Franz aus Lärche und feuerverzinktem Stahl misst 540 × 470 cm. Auf so einer Strecke sind mehrere Kinder gleichzeitig unterwegs. Für kleinere Gärten eignen sich kompakte Pfade aus wenigen Stämmen.
Welche Geräte sind ab 3 Jahren freigegeben?
Ab 3 Jahren freigegeben sind fast alle Geräte auf dieser Seite. Sie decken alle Bauformen ab: einzelne Balken, Pfade aus Stämmen, Geräte aus Stahl mit Trittflächen und ein Kletternetz.
Die Altersangabe steht auf jeder Produktseite und gilt für das ganze Gerät. Der Balancierpfad Yannis aus Robinie liegt zwischen 25 und 55 cm hoch und ist ab 3 Jahren ausgewiesen. Für Kindergartengruppen von 3 bis 6 Jahren ist diese Altersstufe der richtige Filter bei der Auswahl.
Gibt es Balancierbalken für Kinder unter 3 Jahren?
Nein, auf dieser Seite ist kein Gerät für Kinder unter 3 Jahren ausgewiesen. Die jüngste Altersangabe lautet ab 3 Jahren.
Für Kinder bis 36 Monate stellt die DIN EN 1176 strengere Anforderungen, etwa an Fangstellen und an die Absturzsicherung. Ist ein Gerät für Krippenkinder leicht zugänglich, also ohne Hindernis erreichbar, gelten diese strengeren Regeln automatisch. Stellen Sie Balanciergeräte deshalb nicht direkt in den Krippenbereich. Ein eigener Bereich für die Jüngsten mit passenden Geräten ist die sichere Lösung.
Passen Geräte ab 6 Jahren in eine Kita mit Hortgruppe?
Ja, wenn sie in einem eigenen Bereich für die Schulkinder stehen. Einige höhere Modelle sind erst ab 6 Jahren freigegeben und für Kindergartenkinder nicht vorgesehen.
Diese Geräte liegen zum Teil deutlich höher als die Modelle ab 3 Jahren. Ihre Fallhöhen reichen von 52 cm bis 180 cm, beim Balancierbalken Max sind es 180 cm. Betreut Ihre Einrichtung auch Schulkinder, trennen Sie die Bereiche räumlich. So kommen die Kleinen nicht ohne Weiteres an die hohen Geräte.
Welche Norm sollte ein Balanciergerät in der Kita erfüllen?
Für die Kita ist die DIN EN 1176 die passende Norm. Sie ist die Norm für Spielplatzgeräte und gilt ausdrücklich für Spielplätze in Kitas, Kindergärten und Schulen.
Ein Teil der Geräte ist zusätzlich oder nur nach DIN EN 16630 geprüft. Das ist eine eigenständige Norm für fest aufgestellte Fitnessgeräte im Freien und gehört nicht zur Reihe der Spielplatznormen.
- Nur DIN EN 1176: geprüft als Spielplatzgerät.
- Beide Normen: geprüft als Spielgerät und als Trainingsgerät.
- Nur DIN EN 16630: geprüft als Fitnessgerät für draußen.
Der Balancierbalken Milton aus Lärche ist nach beiden Normen geprüft und ab 3 Jahren freigegeben. Welche Prüfung ein Gerät hat, steht auf der Produktseite unter Zertifikate. Klären Sie im Zweifel vor der Bestellung mit Ihrem Träger, welche Prüfung er verlangt.
Wie hoch liegen die Geräte für Dreijährige?
Die Geräte ab 3 Jahren haben eine kritische Fallhöhe zwischen 21 cm und 79 cm. Bei den meisten liegt sie unter 60 cm.
Die Fallhöhe ist der Abstand von der Standfläche bis zum Boden darunter. Bei einem Pfad mit unterschiedlich hohen Elementen zählt der höchste Punkt. Für Kinder ab 3 Jahren verlangt die Norm ein Geländer erst ab 1 m Fallhöhe. Alle Balanciergeräte ab 3 Jahren bleiben unter diesem Wert.
Am höchsten unter den Modellen ab 3 Jahren liegt das Kletternetz Kaia mit 79 cm. Ganz unten bleibt der Balancierbalken Alfeo mit 21 cm.
Reicht Rasen unter einem niedrigen Balken?
Unter 60 cm Fallhöhe verlangt die DIN EN 1176 keinen stoßdämpfenden Boden. Ab 60 cm ist mindestens Rasen oder Oberboden nötig, ab 1 m ein stoßdämpfender Belag.
In der Kita wird der Boden rund um einen Balken jeden Tag stark beansprucht. Rasen hält intensiver Nutzung oft nicht stand und sollte in der Praxis nur bis 1 m Fallhöhe vorgesehen werden. Als Fallschutz nennen die Produktseiten Sand, Hackschnitzel, Kies und Fallschutzmatten.
Lose Schüttung braucht bis 2 m Fallhöhe eine Schicht von 30 cm. Darin sind 10 cm Zuschlag enthalten, weil Kinder das Material zur Seite schieben. Der Balancierbalken Embla aus Stahl und HDPE erreicht genau 60 cm Fallhöhe. Hier gehört mindestens ein dichter Rasen unter das Gerät.
Wie viel Fläche nimmt eine Balancierstrecke im Kita-Garten ein?
Bei den Geräten ab 3 Jahren reicht die Sicherheitszone von rund 15 m² bis rund 75 m². Sie umfasst das Gerät und eine freie Fläche rundherum, in der keine Hindernisse stehen dürfen.
Bis 1,5 m Fallhöhe reicht der Fallraum mindestens 1,5 m über die äußeren Teile des Geräts hinaus. Deshalb braucht auch ein schmaler Balken viel mehr Fläche, als er selbst einnimmt. Der Balancierpfad Yannis braucht 378 × 396 cm, der Balancierpfad Franz 840 × 770 cm.
Unser Tipp: Zeichnen Sie die Sicherheitszone von der Produktseite in den Lageplan Ihres Außengeländes. Dann sehen Sie früh, ob Sandkasten, Bänke oder Wege im Weg liegen.
Wie wird der Balken Teil eines Bewegungsparcours?
Ein Balken lässt sich gut mit anderen Geräten zu einer Strecke verbinden, etwa mit Kletter- oder Hangelgeräten. Bei Geräten ohne erzwungene Bewegung dürfen sich die Fallräume grundsätzlich überschneiden.
Anders ist es bei Schaukeln, Karussells und Rutschen. Dort bestimmt das Gerät Richtung und Tempo, deshalb darf sich ihr Fallraum mit keinem anderen überschneiden. Planen Sie den Parcours also mit Abstand zu solchen Geräten. Passende Geräte zum Klettern finden Sie unter Klettergerüste für Kitas.
Für eine abwechslungsreiche Strecke verbinden Sie Elemente mit unterschiedlicher Aufgabe:
- Ein gerader Balken für den Einstieg.
- Stämme oder Stufen mit Lücken zum Übersteigen.
- Ein Element mit Seil oder Netz, das beim Gehen nachgibt.
Lärche, Robinie oder Stahl: Was hält dem Kita-Alltag stand?
Alle drei Materialien sind für den täglichen Einsatz in der Kita gebaut. Sie unterscheiden sich vor allem in Optik, Haltbarkeit und Pflege.
| Material | Stärken | Beachten |
|---|---|---|
| Lärche | warme Holzoptik, häufigstes Holz auf dieser Seite | Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4, vergraut |
| Robinie | höchste natürliche Resistenz unter den heimischen Hölzern | gewachsene Form, jedes Gerät sieht anders aus |
| Stahl pulverbeschichtet | farbig, glatte Oberfläche | Schäden an der Schicht ausbessern |
| HDPE und HPL | splitterfrei, durchgefärbt | wirkt weniger natürlich als Holz |
Robinie erreicht die Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2. HDPE ist ein fester Kunststoff, HPL ein unter hohem Druck gepresstes Schichtmaterial. Eine Übersicht aller Modelle aus Lärche und Robinie zeigt die Seite Holz Balancierbalken.
Was kontrolliert das Kita-Team regelmäßig am Gerät?
Das Team schaut täglich bis wöchentlich nach Schäden, losen Teilen und Müll. Dafür reicht unterwiesenes Personal, etwa Erzieherinnen oder der Hausmeister.
- Sichtkontrolle: Risse, Splitter, scharfe Kanten, freiliegende Fundamente, Glasbruch.
- Operative Inspektion: alle 1 bis 3 Monate durch sachkundiges Personal, mit Blick auf Verankerung und Fallschutz.
- Jährliche Hauptinspektion: durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN 79161.
Bei losem Fallschutz gehört die Schichtdicke an den Enden des Balkens zu jeder Kontrolle. Dort steigen die Kinder auf und ab, und das Material wird schnell weggespielt. Halten Sie jede Kontrolle schriftlich fest. Die Unterlagen belegen im Schadensfall, dass der Träger seine Pflichten erfüllt hat.
Wer liefert und montiert die Geräte für die Kita?
Die Geräte kommen per Spedition als Terminlieferung, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Fachbetrieb aus unserem Netzwerk von Montagepartnern in ganz Deutschland.
Die Lieferung erfolgt unabgeladen als Bausatz mit Aufbauanleitung. Die meisten Einzelteile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen. Passt die ganze Lieferung auf Paletten, ist gegen Aufpreis ein LKW mit Hebebühne möglich. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.
Jedes Gerät wird über ein Fundament nach dem Fundamentplan zum Produkt im Boden verankert. Der Montagepartner übernimmt neben dem Aufbau auch Fundamente, Erdarbeiten und Fallschutz. Dafür erhalten Sie ein eigenes Angebot. Mit Montage geht die Ware direkt an ihn, und die Kita muss nichts abladen. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer das Gerät ab. Diese Abnahme organisiert der Träger selbst.
Welche Unterlagen helfen bei der Freigabe durch den Träger?
Am meisten hilft ein Angebot mit allen technischen Eckdaten des Geräts. Dazu gehören Maße, Material, Altersangabe, Fallhöhe, Sicherheitszone und die Prüfnorm.
Die Kita-Leitung bereitet die Anschaffung meist vor, die Entscheidung trifft der Träger. Bei größeren Beträgen sind oft Vergleichsangebote Pflicht. Kostenlose, unverbindliche Angebote gibt es auf Wunsch einzeln je Produkt, etwa für Förder- oder Haushaltsanträge. Öffentliche Einrichtungen können auf Rechnung bestellen.
Legen Sie dem Antrag den Lageplan mit der eingezeichneten Sicherheitszone bei. Dann sieht der Träger sofort, wo das Gerät steht und wie viel Fläche es braucht. Alle Modelle ohne Bezug zum Einsatzort zeigt die Übersicht Balancierbalken.
Wo kann man Balancierbalken für Kitas kaufen?
Balancierbalken für Kitas kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Unser Kundendienst berät Sie persönlich zur Auswahl und zum Ablauf, schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Ein kostenloses und unverbindliches Angebot fordern Sie über Angebot erhalten an. Lieferung, Montage und Abnahme stimmen wir dann gemeinsam mit Ihnen ab.