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Was sind Holzspielgeräte?

Holzspielgeräte sind Spielplatzgeräte, deren tragende Teile aus Holz bestehen. Dazu gehören Spieltürme, Klettergerüste, Spielhäuser, Schaukeln, Federwippen und Sandkästen für den öffentlichen und gewerblichen Einsatz.

Viele Geräte verbinden Holz mit anderen Materialien. Rutschen und Beschläge sind oft aus Edelstahl, Wände und Dächer teils aus HPL. Die Geräte stehen in Kitas, auf Schulhöfen, auf kommunalen Spielplätzen und in Wohnanlagen. Die meisten sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176. Einige Kletterelemente sind nach DIN EN 16630 geprüft, der Norm für Fitnessgeräte im Freien.

Welche Holzarten stecken in den Geräten?

Die meisten Geräte im Sortiment sind aus Lärche gebaut. Rund ein Viertel ist aus Robinie, einzelne Modelle aus Eiche oder Kiefer.

HolzartDauerhaftigkeitsklasseTypischer Einsatz
Lärche3 bis 4Spieltürme, Spielhäuser, Schaukelgestelle
Robinie1 bis 2naturnahe Spieltürme, Kletterlandschaften
Eiche2Klettergerüste, stark beanspruchte Teile
Kiefer3 bis 4, mit Imprägnierung besserSandkästen

Die Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350 beschreibt, wie gut ein Holz Pilzen und Fäulnis widersteht. Klasse 1 ist sehr dauerhaft, Klasse 5 nicht dauerhaft. Die Einstufung gilt nur für das Kernholz. Eiche ist hart und abriebfest, das Klettergerüst Lorenz aus Eiche und Edelstahl erreicht eine Fallhöhe von 236 cm.

Was unterscheidet Robinie von Lärche?

Robinie ist härter und deutlich dauerhafter als Lärche. Sie darf ohne Imprägnierung direkt in der Erde stehen, Lärche dagegen nicht.

Robinie ist das dauerhafteste Holz, das in Europa angebaut wird. Ihre Stämme wachsen krumm, deshalb sieht jedes Gerät etwas anders aus. Der Spielturm Marina zeigt das gut: Er ist ganz aus Robinie gebaut und hat eine Fallhöhe von 150 cm.

Lärche ist ein Nadelholz mit viel Harz. Das macht sie widerstandsfähiger als andere heimische Nadelhölzer. Erdkontakt verträgt sie aber schlecht. Robinie wird oft fälschlich Akazie genannt. Echte Akazie ist ein anderes Holz aus den Tropen und spielt auf Spielplätzen in Europa kaum eine Rolle.

Wie lange hält ein Spielgerät aus Holz?

Das hängt von der Holzart und vom Kontakt mit der Erde ab. Robinie hält ohne Erdkontakt 50 Jahre und mehr, Lärche ohne Erdkontakt 10 bis 20 Jahre.

  • Robinie: im Erdkontakt 30 bis 50 Jahre, ohne Erdkontakt 50 Jahre und mehr.
  • Eiche: im Erdkontakt 15 bis 25 Jahre, ohne Erdkontakt 20 bis 40 Jahre.
  • Lärche: ohne Erdkontakt 10 bis 20 Jahre, ungeschützt im Erdkontakt nur 3 bis 8 Jahre.
  • Kiefer, kesseldruckimprägniert: 10 bis 15 Jahre.

Die Werte sind Richtwerte aus der Holzforschung. Wie lange ein Gerät tatsächlich hält, hängt auch von Standort, Nutzung und Pflege ab. Wichtig ist, dass Regenwasser ablaufen kann und nirgends stehen bleibt. Fachleute sprechen hier von konstruktivem Holzschutz. Dazu gehören Pfostenschuhe, Gefälle an Podesten und Tropfkanten. Er ist für jede Holzart die wichtigste Voraussetzung für ein langes Leben im Freien. Einen Überblick über alle Geräte gibt Ihnen unser Katalog für Spielgeräte.

Warum wird das Holz grau und bekommt Risse?

Sonne und Regen färben jedes unbehandelte Holz mit der Zeit silbergrau. Risse entstehen, weil Holz bei Nässe quillt und beim Trocknen wieder schwindet.

Beides ist natürlich und kein Qualitätsmangel. Die graue Farbe betrifft nur die Oberfläche und ändert nichts an der Haltbarkeit. Auch Längsrisse in Pfosten und Balken sind bei Robinie und Lärche normal und schwächen die Statik nicht.

Bei Lärche kann an sonnigen Stellen etwas Harz austreten. Es lässt sich abkratzen, sobald es fest geworden ist.

Kann sich ein Kind an Holz einen Splitter holen?

Das Risiko ist gering. Die DIN EN 1176 verlangt Holz mit geringer Neigung zum Splittern und glatte Oberflächen.

Geschliffene Robinie fühlt sich samtig an, auch wenn sie schon grau geworden ist. Bei Lärche kann sich nach vielen Jahren im Wetter die Oberfläche an einzelnen Jahresringen lösen. Solche Stellen fallen bei der Sichtkontrolle auf und lassen sich glatt schleifen.

Feinjährige Lärche mit dichtem Holz splittert weniger als grob gewachsene. Scharfe Kanten und überstehende Nägel sind an Spielgeräten nicht zulässig. Das kontrolliert der TÜV bei der Prüfung eines Geräts.

Ist Holz oder Stahl das bessere Material?

Beide Materialien sind für öffentliche Spielplätze geeignet. Holz wirkt natürlich und fügt sich in Grünflächen ein, Stahl braucht weniger Pflege.

MerkmalHolzStahl
Optiknatürlich, vergrautglatt, farbig möglich
PflegeHolz regelmäßig prüfenauf Rost und Lack achten
Haltbarkeitje nach Holzart 10 bis über 50 Jahreabhängig vom Rostschutz

Metallteile wie Rutschen können sich in der Sonne stark aufheizen. Prüfen Sie sie im Sommer kurz mit der Hand, bevor Kinder darauf spielen. Geräte aus Metall finden Sie unter Stahl Spielgeräte.

Welche Geräte aus Holz eignen sich für Krippenkinder?

Für Krippenkinder passen Geräte mit der Altersangabe ab 1 Jahr oder ab 2 Jahren. Knapp ein Drittel der Holzgeräte im Sortiment ist für Kinder unter 3 Jahren freigegeben.

Dazu zählen vor allem Spielhäuser, Sandkästen, Federwippen und kleine Spieltürme. Das Spielhaus Julien aus Lärche ist ab 1 Jahr freigegeben und hat eine Fallhöhe von 34 cm. Der Spielturm Esben aus Robinie und pulverbeschichtetem Stahl ist ebenfalls ab 1 Jahr ausgewiesen, mit 55 cm Fallhöhe.

Für Geräte, die Kinder unter 3 Jahren leicht erreichen, gelten strengere Regeln. Schon ab 60 cm Fallhöhe ist eine geschlossene Brüstung Pflicht.

Warum sind Schrauben an Robinie aus Edelstahl?

Robinie und Eiche enthalten viel Gerbsäure. Kommt sie mit Eisen in Kontakt, entstehen schwarzblaue Flecken, und das Metall kann rosten.

Deshalb sind Schrauben und Beschläge an diesen Hölzern aus Edelstahl. Bei Lärche ist die Reaktion schwächer, Edelstahl ist aber auch dort üblich. Die Federwippe Monty zeigt, wie das im Kleinen aussieht: Sie ist aus Robinie und für Kinder ab 2 Jahren freigegeben.

Dürfen Holzpfosten direkt in der Erde stehen?

Nur bei sehr dauerhaften Hölzern. Die DIN EN 1176 erlaubt Holz im Erdkontakt nur mit Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 oder mit dauerhaftem Schutz.

Robinie erfüllt das und darf ohne Schutz eingegraben werden. Lärche steht dagegen auf Pfostenschuhen aus Metall oder wird aufgeständert, damit das Holz nicht im feuchten Boden steht. Wie die Pfosten beim jeweiligen Gerät befestigt werden, steht im Fundamentplan zum Produkt. Den Plan erhalten Sie zusammen mit der Aufbauanleitung.

Wie viel Fläche brauchen die Holzgeräte?

Die Fläche richtet sich nach der Sicherheitszone, die für jedes Gerät angegeben ist. Sie umfasst das Gerät und den freien Raum, den Kinder beim Spielen und Fallen brauchen.

Ein großer Spielturm braucht deutlich mehr Platz als seine Grundfläche. Der Spielturm Marina ist 666 cm lang, seine Sicherheitszone misst 881 × 507 cm. Bei Schaukeln reicht die Zone weit nach vorne und hinten. Die Nestschaukel Romy aus Lärche braucht 479 × 750 cm.

Unser Tipp: Übernehmen Sie die Sicherheitszonen von den Produktseiten in einen Lageplan der Fläche. Bäume, Wege und Bänke gehören mit hinein, weil sie im Fallraum nicht stehen dürfen.

Welcher Fallschutz gehört unter hohe Holzgeräte?

Ab 1 m Fallhöhe braucht der Boden stoßdämpfendes Material wie Sand, Kies, Holzschnitzel oder Rindenmulch. Die Schichtdicke hängt von der Fallhöhe ab.

  1. Bis 2 m Fallhöhe: 30 cm loses Material.
  2. Über 2 m bis 3 m Fallhöhe: 40 cm loses Material oder geprüfte Fallschutzplatten.

In beiden Werten stecken 10 cm Zuschlag, weil spielende Kinder das Material zur Seite schieben. Viele Klettergerüste und große Spieltürme aus Holz liegen über 2 m. Die höchste Fallhöhe im Sortiment liegt bei 300 cm, der Grenze der Norm. Eine Auswahl finden Sie unter Holz Klettergerüste und Holz Spieltürme.

Wie pflegt man Spielgeräte aus Holz?

Robinie und Lärche kommen ohne Anstrich aus. Wer die graue Farbe hinauszögern will, kann das Holz ölen oder lasieren.

Öl und Lasur müssen 1 bis 2 Mal im Jahr erneuert werden. Für Spielgeräte sind nur Mittel erlaubt, die nach DIN EN 71-3 geprüft sind, weil Kinder das Holz berühren. Zur Wartung gehört außerdem, Schrauben nachzuziehen und Fallschutz aufzufüllen. Das gilt für Holz wie für jedes andere Material. Eine Auswahl an Schaukeln aus diesem Material finden Sie unter Holz Schaukeln.

Worauf achtet der Spielplatzprüfer bei Holz?

Bei Holz prüft er vor allem Fäulnis an Pfosten und Fundamenten, lose Verbindungen und raue Stellen. Die jährliche Hauptinspektion erfasst Schäden durch Witterung und Verrottung.

Fäulnis entsteht meist dort, wo Holz feucht bleibt, also am Übergang zum Boden. Deshalb kann der Prüfer verlangen, einzelne Teile freizulegen. Neben der Hauptinspektion sieht die DIN EN 1176-7 Sichtkontrollen und operative Inspektionen vor. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer das aufgebaute Gerät ab. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst.

Für die Sichtkontrolle genügt unterwiesenes Personal, etwa der Hausmeister oder das Team der Kita. Achten Sie dabei auf Holz, das weich oder dunkel verfärbt ist, auf herausstehende Schrauben und auf ausgespülten Fallschutz. Halten Sie jede Kontrolle schriftlich fest. Die Dokumentation zeigt im Schadensfall, dass Sie Ihre Pflichten als Betreiber erfüllt haben.

Wie kommen die Holzgeräte zu Ihnen?

Die Geräte kommen per Spedition als Terminlieferung, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.

Geliefert wird ein Bausatz, teils vormontiert, mit Aufbauanleitung. Die Lieferung erfolgt unabgeladen, die meisten Teile tragen 2 bis 3 Erwachsene von Hand. Lange Pfosten und Balken ragen über die Palette, deshalb ist bei Spieltürmen und Schaukeln kein LKW mit Hebebühne möglich. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Fachbetrieb aus unserem Netzwerk von Montagepartnern, mit eigenem Angebot. Dann geht die Ware direkt an ihn. Mit eigenem Fachpersonal, etwa einem Bauhof, ist auch Eigenmontage möglich.

Wo kann man Holzspielgeräte kaufen?

Holzspielgeräte kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Sie bestellen direkt online oder fordern über Angebot erhalten ein kostenloses und unverbindliches Angebot an, auf Wunsch einzeln je Produkt für Förderanträge. Bei Fragen zu Holzart und Planung berät Sie unser Kundendienst über die Kontaktseite.