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Was sind Kindergarten Klettergerüste und wofür werden sie eingesetzt?

Klettergerüste für den Kindergarten sind Spielplatzgeräte, die speziell für den Einsatz in Kindertagesstätten und Kindergärten entwickelt wurden. Sie bestehen aus Kletterelementen wie Sprossen, Seilwänden, Strickleitern oder Netzen und bieten Kindern vielfältige Möglichkeiten, sich im Freien zu bewegen.

Im Unterschied zu Klettergerüsten für den privaten Garten erfüllen diese Geräte die Anforderungen der DIN EN 1176. Sie sind für den intensiven Dauerbetrieb ausgelegt, TÜV-geprüft und halten der täglichen Beanspruchung durch viele Kinder stand. Typische Einsatzorte sind das Außengelände von Kitas, Kindergärten und Krippen.

Das Sortiment reicht von kompakten Klettertürmen für kleinere Außenbereiche bis hin zu großflächigen Kletteranlagen mit mehreren Spielstationen. Das Klettergerüst Nico bietet beispielsweise auf einer Grundfläche von rund 291 × 287 cm eine Holzleiter, eine Sprossenleiter und eine Strickleiter. So können mehrere Kinder gleichzeitig klettern, ohne sich gegenseitig zu behindern. Einen Überblick über weitere Spielgeräte für den Kindergarten finden Sie in der Kategorie Kindergarten Spielgeräte.

Welche Materialien kommen bei Klettergerüsten für den Kindergarten zum Einsatz?

Die Materialwahl beeinflusst Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Optik eines Klettergerüsts. Im Sortiment finden Sie Geräte aus Holz, Stahl und Kunststoff, häufig auch in Kombination.

Lärchenholz

Lärchenholz ist das am häufigsten verwendete Material für Kindergarten Klettergerüste. Es gehört zu den widerstandsfähigsten heimischen Nadelhölzern und erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 nach DIN EN 350. Durch eingelagerte Harze besitzt das Holz eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Witterung und kann ohne chemische Imprägnierung im Außenbereich eingesetzt werden.

Im Laufe der Zeit entwickelt Lärchenholz eine silbergraue Patina. Diese Vergrauung ist rein optisch und beeinträchtigt die Haltbarkeit nicht. Konstruktiver Holzschutz, also die Vermeidung von Staunässe und direktem Erdkontakt, verlängert die Lebensdauer zusätzlich. Das Klettergerüst Theo besteht aus Lärchenholz und kombiniert Kletterelemente mit Seilen und Plattformen. Weitere Modelle aus Holz finden Sie in der Kategorie Holz Klettergerüste.

Robinienholz

Robinienholz erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 nach DIN EN 350 und ist damit das beständigste heimische Nutzholz. Es benötigt keine Imprägnierung und kann sogar im direkten Erdkontakt verbaut werden. Die hohe Festigkeit und die angenehme, splitterarme Oberfläche machen Robinie zu einem bevorzugten Material für hochwertige Spielplatzgeräte.

Das Klettergerüst Joschua kombiniert Robinien- und Lärchenholz mit einer Seilwand und nutzt so die Vorteile beider Holzarten. Robinie ist in der Anschaffung teurer als Lärche, gleicht dies aber durch eine deutlich längere Lebensdauer aus.

Gut zu wissen: Robinienholz wird im Handel gelegentlich als „Akazienholz" bezeichnet. Botanisch handelt es sich dabei um zwei verschiedene Baumarten. In Fachtexten und Ausschreibungen sollte die korrekte Bezeichnung „Robinie" verwendet werden.

Stahl und Kunststoff

Klettergerüste aus pulverbeschichtetem Stahl und HDPE-Kunststoff bieten eine wartungsarme Alternative zu Holzgeräten. Die Pulverbeschichtung schützt den Stahl vor Korrosion, während HDPE-Elemente UV-beständig, farbecht und splitterfrei sind. Diese Materialkombination eignet sich besonders für Einrichtungen, die den Pflegeaufwand gering halten möchten.

Das Kletternetz Kira besteht aus pulverbeschichtetem Stahl, verstärktem PP-Seil und HDPE-Elementen. Mit einer Fallhöhe von nur 54 cm ist es bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Weitere Modelle aus Stahl finden Sie in der Kategorie Stahl Klettergerüste.

Für welches Alter sind Klettergerüste im Kindergarten geeignet?

Die meisten Klettergerüste im Sortiment sind für Kinder ab 3 Jahren konzipiert. Das entspricht der Altersgruppe, die in der DIN EN 1176 eigene Sicherheitsanforderungen hat: Ab 1.000 mm Fallhöhe ist ein Geländer erforderlich, ab 2.000 mm eine Brüstung.

Für Kinder unter 3 Jahren gelten verschärfte Anforderungen. Geräte, die für diese Altersgruppe zugänglich sind, müssen bereits ab 600 mm Fallhöhe mit einer Brüstung ausgestattet sein. Einige Modelle im Sortiment sind explizit für Kinder ab einem Jahr freigegeben, etwa das Kletternetz Kira mit seiner geringen Fallhöhe von 54 cm.

Das Klettergerüst Lotte ist für Kinder ab 3 Jahren ausgelegt und bietet mit einer Fallhöhe von 205 cm eine altersgerechte Herausforderung. Wenn Ihre Einrichtung auch Kinder unter 3 Jahren betreut, finden Sie in der Kategorie U3 Spielgeräte für draußen Geräte, die speziell auf die Bedürfnisse der Jüngsten abgestimmt sind.

Wichtig: Ob ein Klettergerüst für Kinder unter 3 Jahren geeignet ist, hängt nicht nur von der Altersfreigabe ab. Entscheidend ist auch, ob das Gerät für diese Altersgruppe „leicht zugänglich" ist. Wenn keine physische Barriere den Zugang verhindert, gelten automatisch die verschärften Sicherheitsanforderungen der DIN EN 1176 für Kinder unter 36 Monaten.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Klettergerüste im Kindergarten?

Sicherheit ist bei der Anschaffung von Klettergerüsten für Kindergärten das zentrale Thema. Zwei Aspekte stehen im Vordergrund: die Normkonformität des Geräts und der richtige Fallschutz.

DIN EN 1176 als Grundlage

Die DIN EN 1176 ist die europaweit geltende Normenreihe für Spielplatzgeräte. Sie definiert Anforderungen an Konstruktion, Materialien, Fangstellen und Fallräume. Alle Klettergerüste bei Gewerbefabrik sind nach dieser Norm TÜV-geprüft.

Die Norm stellt sicher, dass keine Kopf-, Finger- oder Kleidungsfangstellen vorhanden sind, dass Oberflächen splitterfrei und Verbindungen gegen unbefugtes Lösen gesichert sind. Gleichzeitig verfolgt die Norm den Grundsatz, dass Spielgeräte Kinder herausfordern sollen. Ein gewisses Maß an Risiko gehört zum Spielwert und fördert die Risikokompetenz der Kinder.

Fallhöhen und Fallschutz

Die maximale freie Fallhöhe bei Spielplatzgeräten beträgt 3.000 mm. Bei Klettergerüsten für den Kindergarten liegen die Fallhöhen typischerweise zwischen 54 cm und 233 cm.

Der erforderliche Fallschutz richtet sich nach der Fallhöhe:

  • Bis 600 mm: Keine besonderen Anforderungen an den Boden.
  • Ab 600 mm: Mindestens Rasen oder Oberboden.
  • Ab 1.000 mm: Stoßdämpfende Materialien wie Sand, Holzschnitzel oder Fallschutzplatten.

Bei losen Schüttmaterialien wie Sand oder Holzschnitzeln ist der sogenannte Wegspieleffekt zu berücksichtigen. Kinder schieben das Material beim Spielen zur Seite, sodass die Schichtdicke am Auftreffpunkt abnimmt. Die Norm empfiehlt daher, 100 mm zur Mindestschichtdicke hinzuzufügen.

Fallhöhe Mindestschichtdicke (inkl. Wegspieleffekt)
Bis 2.000 mm 300 mm
Über 2.000 mm bis 3.000 mm 400 mm

Hinweis: Als Betreiber eines Spielplatzes sind Sie zur regelmäßigen Inspektion und Wartung verpflichtet. Die DIN EN 1176-7 sieht ein Drei-Stufen-System vor: eine visuelle Routine-Inspektion (täglich bis wöchentlich), eine operative Inspektion (alle 1–3 Monate) und eine jährliche Hauptinspektion durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer.

Wie viel Platz braucht ein Klettergerüst im Kindergarten?

Neben der reinen Gerätefläche müssen Sie die Sicherheitszone einplanen. Diese umfasst den Fallraum rund um das Gerät und muss frei von Hindernissen bleiben.

Die Sicherheitszone ist bei jedem Produkt in den technischen Daten angegeben. Einige Beispiele:

  • Das Klettergerüst Matias hat eine Gerätefläche von ca. 189 × 100 cm und benötigt eine Sicherheitszone von rund 569 × 479 cm.
  • Das Klettergerüst Theo misst 585 × 404 cm und erfordert eine Sicherheitszone von 889 × 704 cm.
  • Das Kletternetz Kira beansprucht mit 713 × 685 cm die größte Grundfläche, benötigt aber aufgrund der geringen Fallhöhe von 54 cm nur einen moderaten Sicherheitszuschlag.

Planen Sie die Sicherheitszone großzügig ein. Fallräume verschiedener Geräte dürfen sich bei statischen Klettergeräten überschneiden. Bei Geräten mit erzwungener Bewegung wie Schaukeln ist das jedoch nicht zulässig. Wenn Sie ein Klettergerüst neben einer Schaukel aufstellen möchten, müssen die Fallräume vollständig getrennt sein.

Wo können Klettergerüste im Kindergarten aufgestellt werden?

Klettergerüste lassen sich auf verschiedenen Untergründen aufstellen. Entscheidend ist, dass der Boden die Anforderungen an die Stoßdämpfung erfüllt.

Geeignete Untergründe sind:

  • Sand: Bewährt und kostengünstig. Muss regelmäßig aufgelockert und aufgefüllt werden.
  • Holzschnitzel oder Rindenmulch: Natürliche Optik, gute Stoßdämpfung. Muss regelmäßig nachgefüllt werden, da das Material verrottet und durch Spielen verteilt wird.
  • Fallschutzplatten (Gummi/EPDM): Wartungsarm und barrierefrei befahrbar. Höhere Anschaffungskosten, aber langfristig geringerer Pflegeaufwand.
  • Rasen: Nur bei Fallhöhen bis maximal 1.500 mm zulässig. Bei intensiver Nutzung hält Rasen den Belastungen oft nicht stand.

Die meisten Klettergerüste im Sortiment werden im Boden verankert. Die Pfosten werden in Betonfundamente eingelassen, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Die genauen Anforderungen an die Fundamentierung sind in der Montageanleitung des jeweiligen Geräts beschrieben.

Gut zu wissen: Bei Holzgeräten aus Lärche empfiehlt sich die Verwendung von Pfostenschuhen oder Aufständerungen, um den direkten Erdkontakt zu vermeiden. Das verlängert die Lebensdauer der Holzpfosten erheblich. Geräte aus Robinienholz können auch ohne zusätzlichen Schutz direkt im Erdkontakt verbaut werden.

Wie werden Klettergerüste angeliefert?

Klettergerüste werden als Bausatz per Spedition geliefert. Die Bauteile sind teilweise vormontiert und kommen auf Paletten oder in Paketen an. Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Sie benötigen geeignete Entladehilfsmittel wie einen Radlader oder Gabelstapler.

Vor der Lieferung stimmt der Spediteur einen Liefertermin mit Ihnen ab. Planen Sie ausreichend Platz für die Anlieferung ein, da die Pakete je nach Gerätegröße sperrig und schwer sein können. Prüfen Sie vorab, ob die Zufahrt zum Aufstellort für einen Lkw befahrbar ist.

Wenn Sie den Montageservice nutzen, übernimmt das Montageteam auch das Entladen. Das spart Ihnen die Organisation eigener Entladehilfsmittel.

Wer übernimmt die Montage?

Die Montage eines Klettergerüsts muss fachgerecht erfolgen, damit die TÜV-Zertifizierung Bestand hat und die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist. Gewerbefabrik bietet einen deutschlandweiten Montageservice an. Ein erfahrenes Montageteam übernimmt den Aufbau vor Ort, einschließlich der Verankerung im Boden.

Nach der Montage muss eine Erstabnahme erfolgen. Diese Prüfung stellt sicher, dass das Gerät normkonform aufgebaut wurde und alle Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die Erstabnahme sollte durch eine Person durchgeführt werden, die nicht an der Montage beteiligt war.

Alternativ können Sie die Montage durch einen lokalen GaLaBau-Betrieb oder Ihren Bauhof durchführen lassen. In diesem Fall liefert der Hersteller eine detaillierte Montageanleitung mit. Achten Sie darauf, dass die ausführende Firma Erfahrung mit Spielplatzgeräten hat und die Anforderungen der DIN EN 1176 kennt.

Wenn Sie ein Angebot für ein Klettergerüst inklusive Montage benötigen, können Sie über das Angebotsformular eine unverbindliche Anfrage stellen.

Welchen pädagogischen Mehrwert bieten Klettergerüste im Kindergarten?

Klettern gehört zu den grundlegenden Bewegungsformen im Kindesalter und fördert gleichzeitig mehrere Entwicklungsbereiche:

  • Motorik und Koordination: Beim Klettern müssen Kinder Hände und Füße koordiniert einsetzen, Griffe planen und ihr Gleichgewicht halten. Das stärkt die Grob- und Feinmotorik.
  • Körperwahrnehmung: Kinder lernen, ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Wie hoch kann ich klettern? Schaffe ich den nächsten Griff? Diese Selbsteinschätzung ist ein wichtiger Baustein der kindlichen Entwicklung.
  • Risikokompetenz: Ein Klettergerüst bietet kalkulierte Herausforderungen. Kinder lernen, Risiken zu erkennen und zu bewältigen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und ihre Entscheidungsfähigkeit.
  • Soziale Kompetenz: Wenn mehrere Kinder gleichzeitig klettern, müssen sie aufeinander Rücksicht nehmen, warten und sich absprechen.
  • Kraft und Ausdauer: Regelmäßiges Klettern stärkt die Muskulatur, insbesondere in Armen, Beinen und Rumpf.

Ein Klettergerüst mit verschiedenen Zugangsmöglichkeiten spricht unterschiedliche Fähigkeitsstufen an. Das Klettergerüst Kilian bietet sowohl Seilwände als auch Sprossenleitern, sodass Kinder je nach Entwicklungsstand verschiedene Wege nach oben wählen können.

Klettergerüste schaffen Bewegungsanreize, die Kinder in ihrer körperlichen, kognitiven und sozialen Entwicklung unterstützen. Für Kindergärten und Kitas sind sie eine sinnvolle Investition in die Qualität des Außengeländes.

Wenn Sie sich einen Überblick über das gesamte Sortiment verschaffen möchten, können Sie den Spielgeräte-Katalog anfordern.