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Was sind Spielhäuser für den Kindergarten und wofür werden sie eingesetzt?

Ein Spielhaus für den Kindergarten ist ein geschlossenes oder teilgeschlossenes Spielgerät, das Kindern einen geschützten Raum zum Spielen bietet. Im Gegensatz zu Klettergerüsten oder Schaukeln steht nicht die körperliche Aktivität im Vordergrund, sondern das kreative und soziale Spiel.

Spielhäuser dienen im Kita-Alltag als Rückzugsort, als Bühne für Rollenspiele und als ruhiger Gegenpol zu bewegungsintensiven Geräten. Kinder schlüpfen in verschiedene Rollen, ahmen Alltagssituationen nach und lernen dabei, miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren. Gerade in Einrichtungen mit vielen Kindern auf engem Raum schaffen Spielhäuser Bereiche, in die sich einzelne Kinder oder kleine Gruppen zurückziehen können.

Für Kindergärten und Kitas sind Spielhäuser deshalb ein fester Bestandteil der Außenausstattung. Sie ergänzen das Bewegungsangebot um eine wichtige Dimension, nämlich das ruhige, fantasievolle Spiel.

Welche Arten von Spielhäusern gibt es für Kindergärten?

Spielhäuser für den Kindergarten unterscheiden sich in Bauweise, Größe und Ausstattung. Die Wahl hängt vom verfügbaren Platz, der Altersgruppe und dem pädagogischen Konzept der Einrichtung ab.

Ebenerdige Spielhäuser

Ebenerdige Spielhäuser stehen direkt auf dem Boden und verfügen über Türen, Fenster und ein Dach. Sie eignen sich besonders für Kinder unter drei Jahren, da keine Stufen oder Leitern überwunden werden müssen. Die Fallhöhe liegt bei diesen Modellen in der Regel unter 60 cm, sodass kein spezieller Fallschutzbelag erforderlich ist.

Das Spielhaus Albero ist ein kompaktes, ebenerdiges Spielhaus aus Lärchenholz. Mit einer Grundfläche von 164 × 146 cm und einer Sicherheitszone von 428 × 428 cm eignet es sich auch für kleinere Außengelände.

Spielhäuser mit Zusatzelementen

Größere Spielhäuser kombinieren die Hausfunktion mit weiteren Spielelementen wie integrierten Sandkästen, kleinen Rutschen, Kriechtunneln oder Kletterwänden. Diese Modelle bieten mehr Spielanreize und fördern neben dem Rollenspiel auch die motorische Entwicklung.

Das Spielhaus Kurt verbindet ein Spielhaus mit Rutsche und Tunnel auf einer Länge von 444 cm. Trotz der zusätzlichen Elemente bleibt die Fallhöhe mit 99 cm im niedrigen Bereich. Laut Herstellerangabe ist bei Montage auf Sand, Rasen, Mulch oder Holzschnitzeln kein zusätzlicher Fallschutzbelag nötig.

Wer gezielt nach Kombinationsmodellen sucht, findet in den Kategorien Spielhäuser mit Rutsche und Spielhäuser mit Sandkasten eine passende Auswahl.

Gut zu wissen: Ebenerdige Spielhäuser ohne erhöhte Elemente benötigen bei einer Fallhöhe unter 60 cm keinen speziellen Fallschutzbelag. Die Aufstellung auf Rasen ist in diesem Fall zulässig.

Aus welchen Materialien bestehen Kindergarten-Spielhäuser?

Die meisten Spielhäuser für den Kindergarten bestehen aus Holz. Holz ist ein bewährtes Material im Spielplatzbau, weil es sich angenehm anfühlt, sich gut in natürliche Umgebungen einfügt und bei sachgemäßer Verarbeitung eine lange Lebensdauer erreicht.

Im Sortiment kommen vor allem zwei Holzarten zum Einsatz:

  • Lärchenholz ist das am häufigsten verwendete Material bei Kindergarten-Spielhäusern. Es gehört zu den witterungsbeständigsten heimischen Nadelhölzern und erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 nach DIN EN 350. Lärche kann ohne chemische Imprägnierung im Außenbereich eingesetzt werden, sollte aber keinen direkten Erdkontakt haben. Die Oberfläche vergraut mit der Zeit zu einem gleichmäßigen Silbergrau, was die Haltbarkeit nicht beeinträchtigt.
  • Akazienholz kommt bei ausgewählten Modellen zum Einsatz und zeichnet sich durch hohe Härte und natürliche Witterungsbeständigkeit aus. Das Spielhaus Joris besteht laut Herstellerangabe aus Akazienholz in Kombination mit Lärchenholz und Edelstahl. Es eignet sich damit besonders für Standorte mit hoher Beanspruchung.

Neben Holz kommen bei vielen Modellen ergänzende Materialien zum Einsatz. HDPE-Kunststoffpaneele (High-Density Polyethylene) sind UV-beständig, farbig durchgefärbt und wartungsfrei. Edelstahlverbindungen sorgen für Korrosionsbeständigkeit. Wasserdichte Sperrholzplatten schützen Dachflächen und Wandelemente vor Feuchtigkeit.

Hinweis: Lärchenholz entwickelt im Freien eine natürliche silbergraue Patina. Diese Vergrauung ist rein optisch und hat keinen Einfluss auf die Stabilität oder Sicherheit des Spielhauses.

Für welches Alter sind Spielhäuser im Kindergarten geeignet?

Die meisten Spielhäuser im Sortiment sind für Kinder ab einem Jahr zugelassen und damit U3-geeignet. Sie erfüllen die verschärften Sicherheitsanforderungen der DIN EN 1176 für Kinder unter 36 Monaten.

Konkret bedeutet das: Brüstungen sind bereits ab einer Fallhöhe von 600 mm vorgeschrieben, Öffnungen und Spalte werden strenger auf Fangstellen geprüft, und die Zugänge sind so gestaltet, dass auch Kleinkinder sie sicher nutzen können.

Das Spielhaus Julien ist ein U3-geeignetes Modell mit integriertem Sandkasten. Die Fallhöhe beträgt lediglich 34 cm, was die Nutzung auch für die Jüngsten sicher macht.

Für Einrichtungen, die gezielt nach Spielgeräten für Kinder unter drei Jahren suchen, bietet die Kategorie U3 Spielgeräte für draußen eine gefilterte Übersicht.

Wichtig: Die Altersangabe auf dem Spielgerät ist verbindlich. Sie basiert auf der TÜV-Prüfung nach DIN EN 1176 und berücksichtigt Fallhöhen, Fangstellen und Zugänglichkeit. Geräte, die für Kinder ab 3 Jahren zugelassen sind, dürfen nicht in Bereichen aufgestellt werden, die für jüngere Kinder frei zugänglich sind.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Spielhäuser in Kitas?

Spielhäuser für den Einsatz in Kindergärten und Kitas müssen die Anforderungen der europäischen Normenreihe DIN EN 1176 erfüllen. Diese Norm regelt Konstruktion, Materialien, Fangstellen, Fallräume und Prüfverfahren für alle öffentlichen Spielplatzgeräte.

DIN EN 1176 und TÜV-Prüfung

Die DIN EN 1176 gilt für alle Spielplatzgeräte in öffentlich zugänglichen Bereichen. Dazu zählen kommunale Spielplätze ebenso wie Kindergärten, Schulen, Hotels und Wohnanlagen. Spielhäuser, die als vollständig umschlossene Spielgeräte konzipiert sind, fallen zusätzlich unter Teil 10 der Norm (DIN EN 1176-10). Dieser Teil stellt besondere Anforderungen an Belüftung, Zugänglichkeit für Erwachsene und Entflammbarkeit.

Alle Spielhäuser im Sortiment sind TÜV-geprüft und nach DIN EN 1176 zertifiziert. Die TÜV-Prüfung bestätigt, dass das Gerät die sicherheitstechnischen Anforderungen der Norm erfüllt. Für Kita-Leitungen und Träger ist dieses Zertifikat ein wichtiger Nachweis, um die Verkehrssicherungspflicht zu dokumentieren.

Fallschutz und Sicherheitszonen

Jedes Spielgerät benötigt eine definierte Sicherheitszone, in der keine anderen Geräte, Zäune oder feste Hindernisse stehen dürfen. Die Größe dieser Zone ist modellabhängig und wird vom Hersteller angegeben.

Beim Spielhaus Mateo beträgt die Sicherheitszone 579 × 399 cm bei einer Fallhöhe von nur 30 cm. Da die Fallhöhe unter 60 cm liegt, ist bei diesem Modell kein spezieller stoßdämpfender Bodenbelag erforderlich. Sand, Rasen, Mulch oder Holzschnitzel genügen als Untergrund.

Bei Spielhäusern mit höheren Elementen wie Podesten oder Rutschen kann die Fallhöhe über 60 cm liegen. In diesem Fall schreibt die Norm einen stoßdämpfenden Bodenbelag im gesamten Fallraum vor. Zulässige Materialien sind unter anderem Sand, Kies, Holzschnitzel oder Fallschutzplatten aus Gummi.

Fallhöhe Anforderung an den Bodenbelag
Unter 60 cm Kein spezieller Fallschutz nötig (Rasen, Sand, Mulch zulässig)
60 cm bis 100 cm Stoßdämpfender Boden erforderlich (Sand, Holzschnitzel, Fallschutzplatten)
Über 100 cm Stoßdämpfender Boden mit erhöhter Schichtdicke oder geprüfte Fallschutzplatten

Gut zu wissen: Nach der Aufstellung muss eine Erstabnahme durch einen qualifizierten Sachkundigen erfolgen. Anschließend sind regelmäßige Inspektionen vorgeschrieben: eine visuelle Kontrolle (wöchentlich bis täglich), eine operative Inspektion (alle 1–3 Monate) und eine jährliche Hauptinspektion durch einen nach DIN 79161 zertifizierten Prüfer.

Wo können Spielhäuser im Kindergarten aufgestellt werden?

Spielhäuser lassen sich auf den meisten Außenflächen von Kindergärten aufstellen. Entscheidend sind der verfügbare Platz, der Untergrund und die Einhaltung der Sicherheitszonen.

Folgende Punkte sollten Sie bei der Standortwahl berücksichtigen:

  • Platzbedarf: Die Sicherheitszone muss vollständig auf dem eigenen Gelände liegen. Zäune, Gebäudewände und andere Spielgeräte dürfen nicht in die Sicherheitszone hineinragen.
  • Untergrund: Ebenerdige Spielhäuser mit niedriger Fallhöhe können auf Rasen, Sand oder Mulch aufgestellt werden. Bei Modellen mit höherer Fallhöhe ist ein stoßdämpfender Bodenbelag erforderlich.
  • Einsehbarkeit: Spielhäuser sollten so platziert werden, dass das pädagogische Personal die Kinder im Blick behalten kann. Die DIN EN 1176 fordert, dass Erwachsene Zugang zum Innenraum haben müssen, um Kindern helfen zu können.
  • Zufahrt: Für die Anlieferung per Spedition muss eine ausreichend breite Zufahrt zum Aufstellort vorhanden sein.

Das Spielhaus Sam mit einer Grundfläche von 300 × 280 cm und einer Sicherheitszone von 600 × 560 cm zeigt, dass auch größere Modelle auf vielen Kita-Geländen Platz finden. Für kleinere Flächen eignen sich kompaktere Varianten.

Einen Überblick über alle Spielgeräte, die speziell für den Kindergarten konzipiert sind, finden Sie in der Kategorie Kindergarten Spielgeräte.

Wie werden Kindergarten-Spielhäuser angeliefert?

Spielhäuser werden als Bausatz per Spedition geliefert. Die Bauteile sind teilweise vormontiert und kommen auf einer Palette oder als Stückgut an. Die Lieferung erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Zeitpunkt im Voraus abstimmen können.

Die Anlieferung erfolgt unabgeladen. Sie sind für die Bereitstellung geeigneter Entladehilfsmittel wie Radlader oder Gabelstapler verantwortlich. Alternativ übernimmt das Montageteam auch das Entladen, wenn Sie den Montageservice buchen.

Die Spielhäuser werden auf Bestellung gefertigt. Die Lieferzeit beträgt in der Regel etwa 8 Wochen.

Wer übernimmt die Montage eines Spielhauses?

Die fachgerechte Montage ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit eines Spielhauses. Die DIN EN 1176-7 schreibt vor, dass die Installation nach den Vorgaben des Herstellers und der Norm erfolgen muss. Nach der Montage ist eine Erstabnahme durch einen unabhängigen Sachkundigen erforderlich.

Gewerbefabrik bietet einen deutschlandweiten Montageservice an. Das erfahrene Montageteam übernimmt den vollständigen Aufbau einschließlich Entladen, Fundamentierung und Endmontage. So stellen Sie sicher, dass das Spielhaus normgerecht aufgebaut wird und die TÜV-Abnahme reibungslos verläuft.

Wenn Sie ein Spielhaus mit Montage planen, können Sie über die Seite Angebot erhalten ein unverbindliches Angebot anfordern. Der Kundenservice berät Sie auch zu Fragen rund um Sicherheitszonen, Untergrund und Zufahrt.

Tipp: Die professionelle Montage spart nicht nur Zeit, sondern gibt Ihnen die Sicherheit, dass alle Normanforderungen eingehalten werden. Gerade für Kita-Leitungen, die den Aufbau gegenüber dem Träger dokumentieren müssen, ist der Montageservice eine erhebliche Entlastung.

Welchen pädagogischen Mehrwert bieten Spielhäuser im Kindergarten?

Spielhäuser fördern Fähigkeiten, die auf einem Klettergerüst oder einer Schaukel nicht im gleichen Maß angesprochen werden. Der geschützte Raum regt Kinder zu Rollenspielen an, bei denen sie soziale Situationen nachstellen und verarbeiten. Sie spielen Einkaufen, Kochen, Arztbesuch oder Familienleben und entwickeln dabei Sprache, Empathie und Kooperationsfähigkeit.

Gleichzeitig dienen Spielhäuser als Rückzugsort. In einer Kita mit vielen Kindern kann der Geräuschpegel hoch sein. Ein Spielhaus bietet einen Bereich, in dem Kinder zur Ruhe kommen, sich sammeln und Energie tanken können. Besonders reizempfindliche Kinder profitieren davon.

Spielhäuser mit Zusatzelementen wie Rutschen, Kletterwänden oder Sandkästen verbinden das kreative Spiel mit Bewegungsförderung. Kinder wechseln zwischen ruhigem Rollenspiel und aktiver Bewegung, was einem natürlichen Spielverhalten entspricht. Das Spielhaus Elly aus Akazienholz bietet mit seinen integrierten Spielelementen genau diese Kombination.

Für die pädagogische Konzeption einer Kita sind Spielhäuser damit ein vielseitiges Element. Sie fördern Kreativität, Sprache, Sozialverhalten und Motorik in einem einzigen Gerät.