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Was sind Kunststoff-Klettergerüste?

Kunststoff-Klettergerüste sind Klettergeräte für draußen, bei denen Bauteile aus Kunststoff ein tragendes Gestell ergänzen. Das Gestell besteht aus Holz oder Stahl, der Kunststoff steckt in Wänden, Platten, Rutschen oder Griffen.

Reine Kunststoffgerüste gibt es in dieser Kategorie nicht. Jedes Modell kombiniert den Kunststoff mit einem anderen Werkstoff. Das Klettergerüst Oleg hat zum Beispiel einen Rahmen aus pulverbeschichtetem Stahl und Teile aus HDPE. Alle Geräte sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176 und für Kitas, Schulen und öffentliche Spielplätze gebaut.

Welche Teile eines Klettergerüsts sind aus Kunststoff?

Kunststoff kommt dort zum Einsatz, wo Flächen, Farbe und eine glatte Oberfläche gefragt sind. Die tragenden Pfosten und Balken sind dagegen aus Holz oder Stahl.

  • Wandpaneele: Kletterwände, Brüstungen und Seitenteile.
  • Dachplatten: Abdeckungen über Podesten.
  • Rutschbahnen: häufig aus HDPE.
  • Plattformbeläge: Böden von Podesten, etwa aus HPL.
  • Spielelemente: Fenster mit Aussparungen, Spielwände, Sitzflächen.

Bei den Holzmodellen nennen die Produktdaten HDPE als Kunststoff, viele davon haben Rutsche oder Tunnel. Bei einigen Stahlmodellen bilden Kunststoffplatten die Kletterfläche selbst. Die Kletterwand Malou ist so ein Gerät: ein Stahlrahmen mit HDPE, 205 cm hoch und 320 cm lang. Welche Teile ein bestimmtes Modell aus Kunststoff hat, steht im Datenblatt auf der Produktseite.

Was ist der Unterschied zwischen HDPE und HPL?

HDPE ist ein massiver, durchgefärbter Kunststoff. HPL ist ein Schichtstoff, der unter hohem Druck gepresst wird und eine glatte, farbige Deckschicht hat.

MerkmalHDPEHPL
Aufbaudurchgefärbter KunststoffHochdrucklaminat in Schichten
Typischer EinsatzWände, Dächer, Rutschen, SitzflächenWandpaneele, Plattformbeläge
Stärkesplitterfrei, Kratzer fallen kaum aufsehr widerstandsfähig gegen Witterung

HDPE steht für Polyethylen hoher Dichte. Die Abkürzung HPL kommt vom englischen High Pressure Laminate. Die Wackelbrücke Mathilda verbindet beide Werkstoffe mit einem Gestell aus feuerverzinktem Stahl. HDPE lässt sich am Ende der Nutzung recyceln. Manche Hersteller fertigen HDPE-Elemente schon heute zum großen Teil aus recyceltem Kunststoff.

Woraus besteht das Gestell der Kunststoff-Klettergerüste?

Bei mehr als der Hälfte der Modelle besteht das Gestell aus Lärchenholz. Die übrigen haben einen Rahmen aus Stahl, meist pulverbeschichtet, einzelne feuerverzinkt oder mit Teilen aus Edelstahl.

Lärche liegt in der Dauerhaftigkeitsklasse 3. Ohne Erdkontakt hält sie auch ohne chemischen Holzschutz lange. Das Klettergerüst Felix aus Lärche misst 479 × 341 cm. Stahl ist dagegen sehr belastbar und lässt sich in RAL-Farben pulverbeschichten. So passen Rahmen und Kunststoffteile farblich zusammen.

Reine Holzmodelle finden Sie unter Holz Klettergerüste, Geräte mit Metallrahmen unter Stahl Klettergerüste.

Wie verhält sich Kunststoff bei Sonne und Regen?

HDPE für Spielgeräte ist UV-stabilisiert und wetterfest. Die Farben sind UV-beständig, ein Anstrich ist nicht nötig.

Die Fachliteratur nennt für HDPE-Elemente eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren. Lärche ohne Erdkontakt liegt zum Vergleich bei 10 bis 15 Jahren. HDPE splittert nicht und rostet nicht. HPL gilt als sehr widerstandsfähig gegen Witterung und Vandalismus.

Was passiert bei Kratzern oder Graffiti?

Kratzer fallen bei HDPE kaum auf. Das Material ist durch und durch gefärbt, unter einer Schramme kommt also dieselbe Farbe zum Vorschein.

HDPE-Platten sind splitterfrei und schwer zu beschädigen. Das ist ein Vorteil auf Spielplätzen, die nachts frei zugänglich sind. Am Stahlrahmen schützt die Pulverbeschichtung vor Rost und Graffiti. Sicherheitsschrauben und abgedeckte Verschraubungen verhindern zusätzlich, dass jemand Teile abschraubt.

Gut zu wissen: Für stark frequentierte Plätze gibt es Anti-Graffiti-Beschichtungen. Sie machen das Entfernen von Farbschmierereien einfacher. Ob ein Modell damit lieferbar ist, klären wir gern vorab.

Was verlangt die DIN EN 1176 von Kunststoffteilen?

Die Norm schreibt kein bestimmtes Material vor, stellt aber klare Anforderungen an jeden Werkstoff. Kunststoffteile müssen UV-stabil und wetterfest sein und dürfen keine scharfen Kanten haben.

Die Oberfläche darf nicht absplittern. Alle Werkstoffe müssen frei von giftigen Stoffen sein und so gewählt werden, dass die Festigkeit bis zur nächsten Inspektion erhalten bleibt. Farben an Spielgeräten müssen nach DIN EN 71-3 geprüft sein. Diese Norm regelt, welche Stoffe austreten dürfen, wenn Kinder eine Oberfläche anfassen oder in den Mund nehmen.

Wie ist das Brandverhalten der Kunststoffteile geregelt?

Die DIN EN 1176-1 enthält eigene Anforderungen an die Entflammbarkeit aller Werkstoffe. Jedes Gerät mit TÜV-Prüfung nach dieser Norm erfüllt sie.

Strenger sind die Regeln für vollständig umschlossene Spielgeräte wie Tunnel und Spielhäuser. Dort verlangt Teil 10 der Norm flammhemmende Werkstoffe, geprüft nach EN ISO 11925-2 oder EN 1021-1. Welche Prüfungen ein bestimmtes Gerät hat, steht auf der Produktseite unter Zertifikate.

Für welches Alter sind die Geräte freigegeben?

Fast alle Modelle sind ab 3 Jahren freigegeben. Damit passen sie in den Kindergarten, auf Schulhöfe und auf öffentliche Spielplätze.

Eine Ausnahme ist das Kletternetz Kira aus pulverbeschichtetem Stahl und HDPE. Es ist ab 1 Jahr freigegeben und als U3 gekennzeichnet. Das Netz ist nur 54 cm hoch, misst aber 713 × 685 cm in der Fläche. Für Geräte, die Kinder unter 3 Jahren leicht erreichen, gelten strengere Regeln, etwa eine Brüstung schon ab 60 cm Fallhöhe.

Für Kindergartenkinder von 3 bis 6 Jahren sind Podesthöhen von 100 bis 150 cm und einfache Kletterelemente üblich. Schulkinder suchen mehr Herausforderung: höhere Podeste, Netze, Wände und Brücken. Große Anlagen mit mehreren Ebenen decken beide Gruppen ab.

Welche Fallhöhen erreichen die Kletterteile?

Die kritische Fallhöhe liegt zwischen 25 cm bei der Wackelbrücke Mathilda und 265 cm bei den größten Holzanlagen. Die meisten Modelle liegen über 2 m.

Die Fallhöhe bestimmt die Absturzsicherung. Bei Geräten ab 3 Jahren ist ab 1 m Fallhöhe ein Geländer nötig, ab 2 m eine Brüstung. Das Klettergerüst Dunja aus Stahl und HDPE hat eine Fallhöhe von 204 cm. Die Norm erlaubt höchstens 3 m.

Wie groß ist die Sicherheitszone rund um das Gerät?

Die Sicherheitszone reicht von rund 20 m² bei der Wackelbrücke Mathilda bis über 500 m² bei der größten Kletteranlage. In dieser Fläche dürfen keine Bänke, Bäume oder anderen Geräte stehen.

Ein Teil der Zone ist der Fallraum. Bis 1,5 m Fallhöhe reicht er mindestens 1,5 m über das Gerät hinaus. Darüber gilt zwei Drittel der Fallhöhe plus 0,5 m. Bei 2,65 m Fallhöhe sind das rund 2,27 m. Das Klettergerüst Oleg braucht so eine Fläche von 1282 × 1080 cm, das Klettergerüst Dunja kommt mit 702 × 638 cm aus.

Die Fallräume zweier Klettergeräte dürfen sich grundsätzlich überschneiden. Das gilt nicht für Geräte mit erzwungener Bewegung wie Schaukeln, Rutschen oder Karussells. Liegt eine Rutsche am Klettergerüst, braucht ihr Auslauf einen eigenen freien Bereich.

Unser Tipp: Zeichnen Sie die Sicherheitszone in den Lageplan ein, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden. Die genauen Maße stehen auf jeder Produktseite.

Welcher Untergrund gehört unter das Klettergerät?

Laut Produktdaten eignen sich Sand, Holzhackschnitzel, Kies oder Fallschutzmatten. Die nötige Schichtdicke hängt von der Fallhöhe ab.

FallhöheBoden
bis 60 cmkeine besondere Anforderung
bis 1 mRasen oder Oberboden möglich
bis 2 m30 cm Sand, Kies oder Hackschnitzel
bis 3 m40 cm Schüttgut oder geprüfte Fallschutzplatten

In den Werten für Schüttgut stecken 10 cm Zuschlag, weil spielende Kinder das Material zur Seite schieben. Fallschutzplatten müssen nach DIN EN 1177 für die jeweilige Fallhöhe geprüft sein.

Wie befestigt man das Gerät im Boden?

Die Pfosten werden in Betonfundamente eingelassen oder mit Bodenankern im Beton befestigt. Empfohlen sind 60 bis 80 cm Einbautiefe, am besten frostfrei.

Bei Lärche verhindern Bodenanker aus verzinktem Stahl, dass das Holz die Erde berührt. Fundamente dürfen keine Stolperfalle sein. Bei lockerem Boden liegen Fundamentköpfe mindestens 20 cm unter der Spielfläche, Sockel und Befestigungen mindestens 40 cm. Den Fundamentplan erhalten Sie zum jeweiligen Gerät.

Auf befestigten Flächen aus Beton oder Asphalt mit Fallschutzplatten kommt grundsätzlich auch das Aufdübeln in Frage. Ob ein Modell dafür vorgesehen ist, steht in seiner Aufbauanleitung.

Wie reinigt und pflegt man die Kunststoffteile?

Kunststoffteile brauchen wenig Pflege. Ein Anstrich entfällt, und die glatten Flächen lassen sich leicht reinigen.

  1. Laub und Sand von Podesten und Rutschen entfernen.
  2. Kunststoffflächen auf Risse, Bruchstellen und scharfe Kanten prüfen.
  3. Schrauben an Paneelen und Griffen auf festen Sitz kontrollieren.
  4. Am Holz- oder Stahlgestell nach Splittern, Fäulnis oder Roststellen sehen.

Die DIN EN 1176-7 sieht eine Sichtkontrolle täglich bis wöchentlich vor, eine operative Inspektion alle 1 bis 3 Monate und eine jährliche Hauptinspektion. Die Hauptinspektion übernimmt ein Spielplatzprüfer nach DIN 79161.

Wie laufen Anlieferung und Montage ab?

Die Geräte kommen per Spedition als Terminlieferung, als Bausatz mit Aufbauanleitung. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos, den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab.

Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die meisten Teile lassen sich mit 2 bis 3 Erwachsenen von Hand abladen, mit Stapler oder Radlader geht es leichter. Ein LKW mit Hebebühne ist bei Klettergerüsten nicht möglich, weil lange Pfosten und Balken über die Palette ragen. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Montagepartner aus unserem Netzwerk in ganz Deutschland, mit eigenem Angebot. Er kann auch Fundamente setzen und den Fallschutz einbringen. Die Ware geht dann direkt an ihn, Sie müssen nichts abladen. Mit eigenem Fachpersonal, etwa einem Bauhof, ist auch Eigenmontage möglich. Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer das Gerät ab, diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst.

Zum Vergleichen im Team eignet sich unser Katalog für Spielgeräte. Weitere Geräte mit Kunststoffteilen zeigt die Seite Kunststoff Spielgeräte.

Wo kann man Kunststoff-Klettergerüste kaufen?

Kunststoff-Klettergerüste kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Bei der Wahl zwischen Holz- und Stahlgestell berät Sie unser Kundendienst persönlich über die Kontaktseite. Ein kostenloses und unverbindliches Angebot fordern Sie über Angebot erhalten an, auf Wunsch einzeln je Gerät für Haushalts- oder Förderanträge.