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Was sind Spielgeräte aus Kunststoff?

Spielgeräte aus Kunststoff sind Spielplatzgeräte, deren Sitze, Wände, Platten oder Figuren aus HDPE oder HPL bestehen. Das Gestell ist bei vielen Modellen aus Stahl oder Edelstahl. Alle Geräte auf dieser Seite sind für den öffentlichen und gewerblichen Einsatz gebaut, also für Kitas, Schulen und Spielplätze.

Kunststoffteile sitzen vor allem dort, wo Kinder das Gerät anfassen, darauf sitzen oder dagegen lehnen. Die Flächen sind glatt, farbig und splittern nicht. Ein Beispiel ist das Federtier Marlin aus HDPE, das schon ab 1 Jahr freigegeben ist.

Welche Kunststoffe stecken in den Geräten?

Im Sortiment sind es zwei Werkstoffe: HDPE und HPL. Beide sind für den Außenbereich gemacht und halten Regen, Frost und Sonne aus.

HDPE

HDPE steht für High Density Polyethylene, also Polyethylen mit hoher Dichte. Die Platten sind durch und durch eingefärbt. Ein Kratzer zeigt deshalb dieselbe Farbe wie die Oberfläche. HDPE ist schlagfest, UV-beständig und lässt sich recyceln. Bei mehrschichtigen Platten liegen zwei oder drei Farben übereinander, eingefräste Muster zeigen dann die Farbe der unteren Schicht.

HPL

HPL heißt High Pressure Laminate. Das Material besteht zu etwa 70 % aus Holzfasern und zu 30 % aus Harz. Es wird bei über 150 °C und mindestens 70 bar verpresst, geregelt in der DIN EN 438. Die Oberfläche ist porenfrei, sehr kratzfest und bleibt lange farbstabil. HPL findet man an Wänden, Dächern und Spielpaneelen. Das Spielhaus Thorben kombiniert pulverbeschichteten Stahl mit HPL und HDPE. Weitere Häuser finden Sie unter Kunststoff Spielhäuser.

Welche Gerätearten gibt es mit Kunststoffteilen?

Den größten Teil machen Federtiere und Federwippen aus. Dazu kommen Klettergerüste, Spieltürme, Spielhäuser und einzelne Geräte wie ein Spieltisch oder ein Sandkasten.

GerätKunststoff am GerätBeispiel
Federtier, FederwippeFigur und Sitz aus HDPEFedertier Marlin
KlettergerüstTeile aus HDPE am StahlgestellKlettergerüst Oleg
SpielturmTeile aus HDPE am EdelstahlgestellSpielturm Leonie
SpielhausWände aus HPL und HDPESpielhaus Thorben

Eine größere Auswahl je Gerätetyp finden Sie unter Kunststoff Federwippen und Kunststoff Klettergerüste.

Warum sind Federtiere meist ganz aus HDPE?

Weil sich HDPE-Platten gut fräsen lassen und die Farbe im ganzen Material steckt. So entstehen bunte Figuren mit runden Kanten, ganz ohne Lack.

Ein Federtier wird ständig angefasst, bestiegen und geschaukelt. Eine durchgefärbte Platte braucht dafür keinen Anstrich, der abplatzen könnte. Die Federwippe 4 Freunde aus HDPE ist 100 × 100 cm groß und ab 2 Jahren freigegeben.

Die meisten Federwippen mit Kunststoffteilen tragen eine U3-Kennzeichnung und eignen sich damit auch für die Krippe. Einige Modelle wie Flocke, Wilbur oder Drako sind schon ab 1 Jahr freigegeben. Andere haben ein Gestell aus pulverbeschichtetem Stahl mit Teilen aus HDPE, etwa die Federwippe Joel.

Kann Kunststoff auf dem Spielplatz splittern?

Nein, bei Spielgeräten nach DIN EN 1176 darf die Oberfläche von Kunststoffteilen nicht absplittern. Die Norm verlangt außerdem UV-stabile, wetterfeste Teile ohne scharfe Kanten.

Das ist ein Unterschied zu Holz. Holz kann bei Bewitterung an der Oberfläche aufreißen und muss deshalb splitterarm verarbeitet werden. Bei Lärche ist an bewitterten Flächen ein Abschilfern der Jahresringe möglich. Zusätzlich müssen alle Werkstoffe frei von giftigen Stoffen sein. Kinderhände greifen also eine glatte, unbedenkliche Fläche.

Bleicht HDPE in der Sonne aus?

HDPE für Spielgeräte ist UV-stabilisiert und bleibt auch nach Jahren draußen farbig. Weil die Farbe im ganzen Material steckt, gibt es keine Schicht, die abwittern kann.

Auf der glatten Oberfläche haftet Schmutz kaum, sie lässt sich einfach abwaschen. HPL-Flächen sind ebenfalls UV-beständig und brauchen keine Nachbehandlung.

Wie entfernt man Graffiti von Kunststoffflächen?

Graffiti lassen sich von HDPE und HPL meist mit einem geeigneten Reinigungsmittel abwischen. Beide Oberflächen sind geschlossen, Farbe zieht also nicht in das Material ein.

Für Spielplätze, die rund um die Uhr frei zugänglich sind, ist das ein praktischer Vorteil. Bei HPL gilt die porenfreie, sehr harte Oberfläche als besonders unempfindlich gegen Vandalismus.

Gut zu wissen: HDPE quillt bei Nässe nicht auf und verliert keine Farbe. Eingefräste Muster und Schriften verblassen nicht, weil sie im Material liegen.

Was spricht für Kunststoff statt Holz oder Stahl?

Kunststoff ist farbig, splitterfrei und braucht keinen Anstrich. Holz wirkt natürlicher, Stahl trägt hohe Lasten. Viele Geräte kombinieren deshalb ein Stahlgestell mit Kunststoffflächen.

Für Kitas mit kleinen Kindern zählt oft die glatte Oberfläche ohne Splitter. Für Spielplätze mit viel Vandalismus zählt die einfache Reinigung. Für naturnahe Spielräume passt Holz meist besser zum Gelände.

MerkmalKunststoffHolzStahl
Oberflächeglatt, durchgefärbtnatürlich, vergrautverzinkt oder pulverbeschichtet
PflegeReinigen genügtbei Lärche Öl oder Lasur empfohlenKorrosionsschutz durch Verzinkung
Splitterkeinegeringe Splitterneigung gefordertkeine
Typischer EinsatzFiguren, Wände, PaneelePfosten, Podeste, HäuserGestelle, Rahmen

Wer Holz bevorzugt, findet die Modelle unter Holz Spielgeräte.

Was gilt beim Brandschutz für Kunststoffteile?

Für alle Spielgeräte schreibt die DIN EN 1176-1 Anforderungen an die Entflammbarkeit der Werkstoffe vor. Bei vollständig umschlossenen Geräten wie geschlossenen Spielhäusern gilt zusätzlich Teil 10 der Norm.

Teil 10 verlangt flammhemmende Werkstoffe, geprüft nach EN ISO 11925-2 oder EN 1021-1. Er betrifft auch Tunnel und andere Geräte, in denen Kinder ganz umschlossen sind. HPL gilt als schwer entflammbar. Offene Geräte wie Federwippen und Klettergerüste fallen nicht unter Teil 10. Brauchen Sie für eine Ausschreibung Angaben zu einem bestimmten Gerät, fragen Sie das Datenblatt über unseren Kundendienst an.

Ab welchem Alter eignen sich Spielgeräte aus Kunststoff?

Die Altersangaben reichen von ab 1 Jahr bis ab 3 Jahren. Ein großer Teil der Geräte ist mit U3 gekennzeichnet, also für Kinder unter 3 Jahren geeignet. Federtiere, Federwippen und kleine Spielhäuser sind oft schon für Kinder ab 1 oder 2 Jahren freigegeben.

Der Spielturm Leonie aus Edelstahl und HDPE ist ab 1 Jahr freigegeben und hat eine kritische Fallhöhe von 55 cm. Klettergerüste mit Kunststoffwänden sind fast alle ab 3 Jahren ausgewiesen. Eine Ausnahme ist das Kletternetz Kira, mit 54 cm Höhe und einer Freigabe ab 1 Jahr. Für Krippen gelten strengere Regeln: Ist ein Gerät für Kinder unter 3 Jahren leicht zugänglich, braucht es schon ab 60 cm Fallhöhe eine Brüstung.

Wie viel Fläche brauchen Federwippe und Klettergerüst?

Eine Federwippe mit Kunststoffsitz braucht mit Sicherheitszone rund 8 m². Große Klettergerüste mit Kunststoffwänden brauchen bis zu rund 138 m².

  • Federtier Lady: Sicherheitszone 331 × 233 cm, eines der kleinsten Geräte.
  • Spielhaus Thorben: 436 × 449 cm, ab 1 Jahr freigegeben.
  • Klettergerüst Oleg: 1282 × 1080 cm, die größte Fläche auf dieser Seite.

Die Sicherheitszone ist die freie Fläche um das Gerät, in der nichts anderes stehen darf. Die Maße stehen auf jeder Produktseite. Bei Wippgeräten reicht der Fallraum mindestens 1 m über den Rand des Geräts in seiner äußersten Stellung hinaus.

Welcher Boden gehört unter die Kunststoffgeräte?

Das richtet sich nach der Fallhöhe des Geräts. Ab 60 cm freier Fallhöhe ist ein stoßdämpfender Boden nötig, und die meisten Federwippen erreichen genau diese 60 cm.

Auf den Produktseiten sind Sand, Hackschnitzel, Kies und Fallschutzmatten als Bodenbelag genannt. Das Klettergerüst Oleg aus pulverbeschichtetem Stahl und HDPE hat eine kritische Fallhöhe von 210 cm. Darunter brauchen Sie bei losem Material 40 cm Schichtdicke. Bis 2 m Fallhöhe reichen 30 cm, darin sind jeweils 10 cm Zuschlag enthalten, weil spielende Kinder das Material wegschieben.

Die Spielhäuser Thorben und Viktor sowie der Spieltisch Ria liegen bei 0 cm kritischer Fallhöhe. Unter 60 cm stellt die Norm keine Anforderung an die Stoßdämpfung des Bodens. In der Krippe eignet sich kleinteiliges Material wie Kies trotzdem nicht, weil Kleinkinder es in den Mund nehmen können.

Wie werden Geräte mit Kunststoffteilen verankert?

Pfosten und Gestelle werden in Betonfundamenten verankert, nach dem Fundamentplan zum Produkt. Aufbauanleitung und Fundamentplan gibt es zu jedem Gerät.

Übliche Einbautiefen für Pfosten liegen bei 50 bis 80 cm, je nach Gerätehöhe und Herstellervorgabe. Bei losem Fallschutz müssen Fundamente mindestens 40 cm unter der Spielebene liegen. Für leichte, ebenerdige Geräte auf befestigtem Untergrund gibt es auch die Aufschraubmontage, wenn der Fundamentplan sie vorsieht.

Worauf achtet der Prüfer bei Kunststoffteilen?

Er prüft Platten und Figuren auf Brüche, fehlende Teile und Schäden durch Vandalismus. Bei Federwippen gehören die beweglichen Teile und die Verankerung dazu.

Vor der ersten Nutzung nimmt ein unabhängiger Spielplatzprüfer das Gerät ab. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst, sie gehört nicht zur Montage. Danach gelten die drei Stufen der DIN EN 1176-7:

  1. Sichtkontrolle täglich bis wöchentlich: Scherben, Graffiti, abgebrochene Teile.
  2. Operative Inspektion alle 1 bis 3 Monate: Verschleiß, Verbindungen, Füllhöhe des Fallschutzes.
  3. Jährliche Hauptinspektion durch einen Prüfer nach DIN 79161.

Wie kommen die Geräte zu Ihnen?

Eine Spedition liefert die Geräte als Bausatz zum vorher abgestimmten Termin. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.

Die Lieferung kommt unabgeladen. Die meisten Teile heben 2 bis 3 Erwachsene von Hand ab, mit Stapler oder Radlader geht es leichter. Kleine Geräte wie Federwippen passen auf Paletten, dafür ist gegen Aufpreis ein LKW mit Hebebühne möglich. Den Aufbau übernimmt auf Wunsch ein Fachbetrieb aus unserem Netzwerk in ganz Deutschland, mit eigenem Angebot. Mit Montage geht die Ware direkt an ihn.

Zur ersten Orientierung im Team können Sie unseren Katalog für Spielgeräte anfordern.

Wo kann man Spielgeräte aus Kunststoff kaufen?

Spielgeräte aus Kunststoff bestellen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Unser Kundendienst berät Sie persönlich über die Kontaktseite, etwa zur Kombination von Federwippen und Klettergeräten auf einer Fläche. Ein kostenloses und unverbindliches Angebot erhalten Sie über Angebot erhalten, auf Wunsch einzeln je Produkt für Förderanträge.