Zu Inhalt springen
Kostenloses Angebot erhalten
Kostenloses Angebot erhalten

Was sind Spielgeräte für öffentliche Spielplätze?

Spielgeräte für öffentliche Spielplätze sind fest installierte Geräte, die speziell für den Einsatz im öffentlichen und halböffentlichen Raum konstruiert werden. Sie kommen auf kommunalen Spielplätzen, in Kindergärten, auf Schulhöfen, in Wohnanlagen und auf Freiflächen von Hotels oder Ferienanlagen zum Einsatz.

Im Unterschied zu privaten Gartenspielgeräten unterliegen öffentliche Spielplatzgeräte strengen Sicherheitsanforderungen. Die zentrale Norm ist die DIN EN 1176, die europaweit einheitliche Standards für Konstruktion, Material, Montage und Prüfung festlegt. Alle Geräte in dieser Kategorie sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176 und damit für den Einsatz auf öffentlichen und halböffentlichen Spielplätzen zugelassen.

Das Sortiment umfasst Spieltürme, Klettergerüste, Schaukeln, Spielhäuser, Sandkästen, Wippen und Federwippen. Je nach Standort und Zielgruppe lassen sich einzelne Geräte oder ganze Spiellandschaften zusammenstellen.

Welche Arten von Spielgeräten gibt es?

Öffentliche Spielplätze leben von der Vielfalt. Unterschiedliche Gerätetypen sprechen verschiedene Bewegungsbedürfnisse an und fördern motorische, soziale und kognitive Fähigkeiten auf jeweils eigene Weise. Einen Überblick über alle verfügbaren Modelle bietet die Kategorie Spielgeräte für öffentliche Spielplätze.

Spieltürme und Klettergerüste

Spieltürme und Klettergerüste bilden häufig das Herzstück eines Spielplatzes. Sie kombinieren mehrere Spielfunktionen auf kompakter Fläche: Klettern, Rutschen, Balancieren und Verstecken. Kinder trainieren dabei Kraft, Koordination und Gleichgewicht.

Die Bandbreite reicht von kompakten Einzeltürmen bis hin zu weitläufigen Spielanlagen mit mehreren Ebenen. Der Spielturm Keno bietet mit einer Grundfläche von 593 × 515 cm und einer Höhe von 320 cm eine umfangreiche Spiellandschaft für Kinder ab 3 Jahren. Wer noch mehr Klettermöglichkeiten sucht, findet im Klettergerüst Freya eine Anlage mit 742 × 475 cm Grundfläche und einer Höhe von 413 cm.

Schaukeln

Schaukeln gehören zu den beliebtesten Spielgeräten auf öffentlichen Spielplätzen. Die rhythmische Bewegung fördert den Gleichgewichtssinn und wirkt gleichzeitig beruhigend. Im Sortiment finden sich verschiedene Schaukeltypen: Einzelschaukeln, Doppelschaukeln, Nestschaukeln, Reifenschaukeln und Babyschaukeln.

Nestschaukeln wie die Nestschaukel Stella aus Lärchenholz eignen sich besonders gut für gemeinsames Schaukeln. Mehrere Kinder können gleichzeitig im Korb sitzen oder liegen. Für Spielplätze, auf denen zwei Kinder nebeneinander schaukeln sollen, bietet sich eine Doppelschaukel an. Die Doppelschaukel Aria aus feuerverzinktem Stahl ist mit 439 × 194 cm robust und langlebig.

Spielhäuser

Spielhäuser schaffen Rückzugsorte auf dem Spielplatz. Kinder nutzen sie für Rollenspiele, als Treffpunkt oder einfach als ruhigen Ort abseits des Trubels. Gerade auf Spielplätzen mit hoher Nutzungsintensität sind solche Ruhezonen wichtig.

Das Spielhaus Joris aus Akazienholz ist mit einer Grundfläche von 320 × 260 cm bereits für Kinder ab 1 Jahr geeignet. Die niedrige kritische Fallhöhe von nur 55 cm macht es zu einer sicheren Wahl für U3-Bereiche in Kindergärten.

Sandkästen

Sandspiel fördert die Feinmotorik, die Kreativität und das soziale Miteinander. Sandkästen gehören deshalb zur Grundausstattung vieler Spielplätze, besonders im Bereich der Kleinkindbetreuung.

Der Sandkasten Lenny aus Lärchenholz bietet mit 202 × 202 cm ausreichend Platz für mehrere Kinder und ist ab 1 Jahr nutzbar. Die kompakte Bauform mit 34 cm Höhe ermöglicht auch den Kleinsten einen einfachen Einstieg.

Wippgeräte und Federwippen

Wippen und Federwippen bringen Bewegung und Spaß auf den Spielplatz. Federwippen trainieren den Gleichgewichtssinn und die Rumpfmuskulatur. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich: als Einzelfedertiere für die Jüngsten, als Mehrfach-Federwippen für gemeinsames Wippen oder als klassische Balkenwippen.

Die Federwippe Monty aus Robinienholz ist für Kinder ab 2 Jahren konzipiert. Mit einer kritischen Fallhöhe von nur 60 cm eignet sie sich gut für U3-Spielbereiche.

Aus welchen Materialien bestehen öffentliche Spielgeräte?

Die Materialwahl beeinflusst Haltbarkeit, Pflegeaufwand, Optik und Sicherheit eines Spielgeräts. Im öffentlichen Bereich kommen vor allem drei Materialgruppen zum Einsatz.

Holz

Holz ist das am häufigsten verwendete Material im Spielplatzbau. Es fügt sich natürlich in die Umgebung ein, fühlt sich angenehm an und bietet gute mechanische Eigenschaften. Im Sortiment finden sich Spielgeräte aus verschiedenen Holzarten:

  • Robinie (Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 nach DIN EN 350): Das widerstandsfähigste heimische Holz. Es benötigt keine chemische Imprägnierung und kann ohne Zusatzschutz im Erdkontakt verbaut werden. Die natürliche Resistenz gegen Pilze und Insekten macht Robinie zur ersten Wahl für langlebige Spielgeräte.
  • Lärche (Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4): Ein bewährtes Nadelholz mit guter Witterungsbeständigkeit. Lärche wird naturbelassen eingesetzt und entwickelt im Freien eine silbergraue Patina. Erdkontakt sollte durch Aufständerung oder Pfostenschuhe vermieden werden.

Die Doppelschaukel Carlo aus Lärchenholz zeigt, wie sich natürliches Material mit funktionalem Design verbinden lässt.

Gut zu wissen: Die DIN EN 1176 schreibt vor, dass Holzgeräte aus Holz mit geringer Splitterneigung gefertigt sein müssen. Alle Oberflächen werden glatt geschliffen, damit Kinder sicher greifen und klettern können.

Stahl

Stahl kommt vor allem bei Schaukeln, Klettergerüsten und Wippen zum Einsatz. Feuerverzinkter oder pulverbeschichteter Stahl ist langlebig, vandalismussicher und nahezu wartungsfrei. Stahlgeräte eignen sich besonders für stark frequentierte Spielplätze, auf denen Robustheit gefragt ist.

Kunststoff

Kunststoffteile aus HDPE (High-Density Polyethylen) werden vor allem bei Federwippen und Federtieren eingesetzt. Das Material ist UV-stabil, farbecht, splitterfrei und leicht zu reinigen. Kunststoffelemente finden sich auch als Spielpaneele, Rutschflächen oder Verkleidungen an Holz- und Stahlgeräten.

Für welche Altersgruppen sind die Spielgeräte geeignet?

Die DIN EN 1176 unterscheidet zwei zentrale Altersgruppen mit jeweils eigenen Sicherheitsanforderungen.

Kinder unter 3 Jahren (U3):
Für diese Altersgruppe gelten verschärfte Anforderungen. Brüstungen sind bereits ab 600 mm Fallhöhe erforderlich, und die Fangstellenprüfung ist strenger. Geräte, die für U3-Kinder leicht zugänglich sind, müssen automatisch diese erhöhten Standards erfüllen.

Im Sortiment finden sich zahlreiche Geräte, die explizit für Kinder ab 1 oder 2 Jahren freigegeben sind. Der Spielturm Steppke aus Lärchenholz ist mit einer Höhe von 156 cm speziell auf die Bedürfnisse der Jüngsten zugeschnitten und ab 1 Jahr nutzbar.

Kinder ab 3 Jahren:
Ab diesem Alter gelten die Standard-Sicherheitsanforderungen der DIN EN 1176. Geländer sind ab 1.000 mm Fallhöhe vorgeschrieben, Brüstungen ab 2.000 mm. Spieltürme, Klettergerüste und Schaukeln für diese Altersgruppe dürfen anspruchsvollere Kletterzugänge und größere Fallhöhen aufweisen.

Wichtig: Die Altersangabe jedes Geräts bezieht sich auf die Mindestaltersempfehlung des Herstellers. Sie berücksichtigt sowohl die motorischen Fähigkeiten der Altersgruppe als auch die sicherheitstechnischen Anforderungen der Norm.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für öffentliche Spielplatzgeräte?

Alle Spielgeräte für öffentliche Spielplätze müssen die Anforderungen der DIN EN 1176 erfüllen. Diese europäische Norm regelt Konstruktion, Material, Montage und Prüfung von Spielplatzgeräten. Sie ist kein Gesetz, gilt aber als anerkannter Stand der Technik und wird in der Rechtsprechung regelmäßig als Maßstab herangezogen.

Die wichtigsten Sicherheitsaspekte im Überblick:

  • Fangstellen: Die Norm definiert detaillierte Prüfverfahren für Kopf-, Finger-, Fuß- und Kleidungsfangstellen. Standardisierte Prüfkörper stellen sicher, dass keine gefährlichen Öffnungen oder Spalten vorhanden sind.
  • Fallschutz: Die maximale freie Fallhöhe beträgt 3.000 mm. Je nach Fallhöhe sind unterschiedliche Bodenbeläge vorgeschrieben. Bis 600 mm Fallhöhe bestehen keine besonderen Anforderungen an den Boden. Ab 1.000 mm sind stoßdämpfende Materialien wie Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch oder Fallschutzplatten erforderlich.
  • Sicherheitszonen: Jedes Gerät benötigt einen definierten Freiraum, in dem sich keine Hindernisse befinden dürfen. Die Größe der Sicherheitszone hängt von der Geräteart und der Fallhöhe ab.
  • Absturzsicherung: Je nach Fallhöhe und Altersgruppe sind Handläufe, Geländer oder Brüstungen vorgeschrieben.

Alle Geräte im Sortiment tragen das TÜV-Prüfzeichen nach DIN EN 1176. Ein unabhängiger Prüfer hat die Einhaltung aller Normanforderungen bestätigt.

Gut zu wissen: Die DIN EN 1176 zielt nicht darauf ab, jedes Risiko zu eliminieren. Kinder sollen auf Spielplätzen Herausforderungen finden und lernen, Risiken einzuschätzen. Die Norm unterscheidet bewusst zwischen Gefahren, die nicht erkennbar sind und eliminiert werden müssen, und Risiken, die erkennbar sind und die Entwicklung von Risikokompetenz fördern.

Auch das Thema Inklusion gewinnt an Bedeutung. Die DIN 33942 ergänzt die DIN EN 1176 um Anforderungen an barrierefreie Spielplatzgeräte. Die Rollstuhlschaukel Mina aus pulverbeschichtetem Stahl ermöglicht es Kindern im Rollstuhl, am Schaukelerlebnis teilzunehmen.

Wo können Spielgeräte für öffentliche Spielplätze aufgestellt werden?

Spielgeräte für öffentliche Spielplätze sind für den dauerhaften Einsatz im Freien konzipiert. Typische Aufstellorte:

  • Kommunale Spielplätze in Parks und Wohngebieten
  • Außengelände von Kindergärten und Kindertagesstätten
  • Schulhöfe von Grund- und weiterführenden Schulen
  • Freiflächen von Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern
  • Außenbereiche von Hotels, Ferienanlagen und Restaurants
  • Vereinsgelände und Freizeiteinrichtungen

Bei der Standortwahl sind die Sicherheitszonen der einzelnen Geräte zu berücksichtigen. Jedes Gerät benötigt einen definierten Freiraum, der frei von Hindernissen bleiben muss. Bei Geräten mit erzwungener Bewegung wie Schaukeln, Rutschen oder Karussells dürfen sich die Fallräume nicht mit denen anderer Geräte überschneiden.

Der Untergrund spielt eine zentrale Rolle. Je nach Fallhöhe des Geräts kommen verschiedene Bodenbeläge infrage:

Fallhöhe Geeignete Bodenbeläge
Bis 600 mm Keine besonderen Anforderungen
Bis 1.000 mm Rasen, Oberboden
Bis 2.000 mm Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch (mind. 300 mm Schichtdicke inkl. Wegspieleffekt)
Bis 3.000 mm Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch (mind. 400 mm Schichtdicke inkl. Wegspieleffekt), Fallschutzplatten

Hinweis: Bei losen Schüttmaterialien wie Sand oder Holzschnitzeln sind 100 mm zur Mindestschichtdicke hinzuzurechnen, um den sogenannten Wegspieleffekt zu kompensieren. Kinder schieben das Material beim Spielen zur Seite, sodass die tatsächliche Schichtdicke am Auftreffpunkt abnimmt.

Wie werden Spielgeräte angeliefert?

Die Spielgeräte werden per Spedition direkt vom Hersteller an den Aufstellort geliefert. Der Versand erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Lieferzeitpunkt im Voraus planen können. Die Lieferung erfolgt in ganz Deutschland versandkostenfrei.

Die meisten Geräte werden als Bausatz geliefert. Alle Bauteile, Verbindungselemente und eine detaillierte Montageanleitung sind im Lieferumfang enthalten. Einzelne Geräte, etwa bestimmte Stahlschaukeln, werden komplett vormontiert geliefert.

Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Die Spedition stellt die Ware am Fahrzeug bereit, das Abladen muss vor Ort organisiert werden. Bei größeren Spielanlagen empfiehlt es sich, ein geeignetes Entladegerät wie einen Gabelstapler oder Radlader bereitzuhalten.

Wer übernimmt die Montage der Spielplatzgeräte?

Für die Montage gibt es zwei Wege.

Eigenmontage: Die Geräte werden als Bausatz mit vollständiger Montageanleitung geliefert. Kommunale Bauhöfe oder GaLaBau-Betriebe mit entsprechender Erfahrung können die Montage selbst durchführen. Dabei ist entscheidend, dass die Montage exakt nach Herstellervorgaben erfolgt, da nur so die Normkonformität gewährleistet bleibt.

Montageservice: Über ein Netzwerk von Montagepartnern kann die professionelle Montage organisiert werden. Die Montagepartner kennen die Geräte und die Anforderungen der DIN EN 1176. Dieser Service eignet sich besonders für Einrichtungen ohne eigene Bautrupps.

Nach der Montage ist eine Erstabnahme erforderlich. Diese Prüfung muss von einer Person durchgeführt werden, die nicht an der Installation beteiligt war. Sie stellt sicher, dass das Gerät normkonform aufgebaut wurde und sicher bespielt werden kann.

Welche Pflichten hat der Betreiber nach der Aufstellung?

Mit der Inbetriebnahme eines Spielgeräts übernimmt der Betreiber die Verkehrssicherungspflicht. Die DIN EN 1176-7 definiert ein dreistufiges Inspektionssystem, das den sicheren Betrieb gewährleistet.

1. Visuelle Routine-Inspektion (täglich bis wöchentlich):
Unterwiesenes Personal prüft den Spielplatz auf offensichtliche Mängel: Glasbruch, Vandalismus, freiliegende Fundamente, fehlende oder beschädigte Teile. Für diese Kontrolle ist keine Spezialqualifikation erforderlich, aber eine klare Unterweisung.

2. Operative Inspektion (alle 1 bis 3 Monate):
Sachkundiges Personal prüft den Verschleiß beweglicher Teile, den Zustand von Ketten und Seilen, die Stabilität der Verankerungen und die Füllhöhe des Fallschutzmaterials. Diese Prüfung erfordert fundierte Normkenntnisse.

3. Jährliche Hauptinspektion:
Ein nach DIN 79161 qualifizierter Spielplatzprüfer führt eine umfassende Prüfung aller Geräte, Fundamente und Oberflächen durch. Diese Inspektion muss extern und unabhängig erfolgen.

Wichtig: Alle Inspektionen und Wartungsarbeiten müssen dokumentiert werden. Diese Dokumentation dient im Schadensfall als Nachweis der erfüllten Verkehrssicherungspflicht. Versäumte Inspektionen können sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Einen Überblick über das gesamte Sortiment an Spielplatzgeräten finden Sie im Katalog für Spielgeräte.

Wo kann man Spielgeräte für öffentliche Spielplätze kaufen?

Im Gewerbefabrik Online-Shop finden Sie ein umfangreiches Sortiment an TÜV-geprüften Spielgeräten für öffentliche Spielplätze. Von der ersten Beratung über die Angebotserstellung bis zur Lieferung erhalten Sie alles aus einer Hand. Das Team reagiert schnell auf Anfragen und unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Geräte für Ihr Projekt. Über die Seite Angebot erhalten können Sie unverbindlich eine Anfrage stellen und sich ein individuelles Angebot zusammenstellen lassen.