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Was sind Spielgeräte für Schulen und wofür werden sie eingesetzt?

Spielgeräte für Schulen sind Spielplatzgeräte, die speziell für den Einsatz auf Schulhöfen und Pausenflächen konzipiert sind. Sie müssen den Anforderungen der DIN EN 1176 entsprechen und sind für die intensive Nutzung durch viele Kinder unterschiedlicher Altersgruppen ausgelegt.

Der Schulhof ist weit mehr als eine Fläche zum Warten auf die nächste Unterrichtsstunde. In den Pausen bewegen sich Kinder, bauen Spannungen ab und sammeln Kraft für die nächsten Lerneinheiten. Gut geplante Spielgeräte fördern Motorik, Koordination und soziale Interaktion. Klettern, Schaukeln und Balancieren schulen Gleichgewicht und Körpergefühl. Gemeinsames Spielen stärkt Teamfähigkeit und Kommunikation.

Für Schulen gelten besondere Rahmenbedingungen: Die Geräte werden von vielen Kindern gleichzeitig genutzt, die Beanspruchung ist überdurchschnittlich hoch, und die Altersstruktur reicht je nach Schulform von sechs bis über vierzehn Jahre. Entsprechend robust, langlebig und vielseitig müssen die Spielgeräte sein.

Welche Spielgeräte eignen sich für den Schulhof?

Die Auswahl an Spielgeräten für den Schulhof ist groß. Entscheidend ist, dass die Geräte zur Altersstruktur der Schule passen, ausreichend Spielkapazität bieten und den hohen Beanspruchungen im Schulalltag standhalten.

Spieltürme und Klettergerüste

Spieltürme und Klettergerüste gehören zu den vielseitigsten Spielgeräten für Schulhöfe. Sie kombinieren verschiedene Spielfunktionen auf kompakter Fläche: Klettern, Rutschen, Balancieren und Verstecken. Durch die Kombination mehrerer Elemente können viele Kinder gleichzeitig spielen, was auf einem belebten Pausenhof ein entscheidender Vorteil ist.

Der Spielturm Keno aus Lärchenholz bietet mit einer Höhe von 320 cm und einer Grundfläche von 593 × 515 cm ausreichend Platz für anspruchsvolle Klettermöglichkeiten. Die Sicherheitszone beträgt 928 × 812 cm, was bei der Flächenplanung berücksichtigt werden sollte.

Für Schulen, die ein besonders herausforderndes Kletterangebot suchen, eignet sich das Klettergerüst Freya. Mit 742 cm Länge, 475 cm Breite und einer Höhe von 413 cm bietet es Kindern ab drei Jahren vielfältige Klettermöglichkeiten. Die kritische Fallhöhe liegt bei 245 cm.

Schaukeln und Nestschaukeln

Schaukeln zählen zu den beliebtesten Spielgeräten auf Schulhöfen. Die rhythmische Bewegung fördert den Gleichgewichtssinn und wirkt gleichzeitig beruhigend. Für Schulen sind Nestschaukeln besonders geeignet, da sie von mehreren Kindern gleichzeitig genutzt werden können, ob sitzend, liegend oder stehend.

Die Nestschaukel Stella aus Lärchenholz hat eine kritische Fallhöhe von 140 cm und benötigt eine Sicherheitszone von 750 × 219 cm. Nestschaukeln fördern das gemeinsame Spiel und eignen sich auch für Kinder mit motorischen Einschränkungen, da die geschlossene Sitzfläche zusätzlichen Halt bietet.

Klassische Doppelschaukeln bleiben ein fester Bestandteil vieler Schulhöfe. Die Doppelschaukel Aria aus feuerverzinktem Stahl ist besonders robust und wartungsarm. Mit einer Sicherheitszone von 750 × 337 cm bietet sie zwei Kindern gleichzeitig Platz zum Schaukeln.

Gut zu wissen: Schaukeln sind Geräte mit erzwungener Bewegung. Ihre Fallräume dürfen sich nicht mit den Fallräumen anderer Spielgeräte überschneiden. Bei der Planung des Schulhofs sollte dieser Platzbedarf frühzeitig berücksichtigt werden.

Wippgeräte und Federwippen

Wippgeräte ergänzen das Spielangebot auf dem Schulhof um eine weitere Bewegungsform. Federwippen und Balancierwippen fördern Koordination und Reaktionsfähigkeit. Sie nehmen vergleichsweise wenig Platz ein und lassen sich gut in bestehende Spielbereiche integrieren.

Sandkästen

Sandkästen eignen sich vor allem für Grundschulen mit jüngeren Schülerinnen und Schülern. Sandspiel fördert Kreativität und Feinmotorik. Auf Schulhöfen empfehlen sich Sandkästen mit stabiler Einfassung, die der intensiven Nutzung standhalten.

Welche Materialien kommen bei Schulhof-Spielgeräten zum Einsatz?

Die Materialwahl beeinflusst Lebensdauer, Pflegeaufwand und Optik der Spielgeräte. Für Schulhöfe kommen vor allem zwei Materialgruppen zum Einsatz.

Holz (Lärche und Robinie)

Holz ist das am häufigsten verwendete Material für Spielplatzgeräte. Es fügt sich natürlich in die Umgebung ein und bietet eine angenehme Haptik.

Lärche (Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 nach DIN EN 350) ist ein bewährtes Nadelholz für Spielgeräte. Es lässt sich ohne chemische Imprägnierung im Außenbereich einsetzen, sofern der direkte Erdkontakt durch Aufständerung oder Pfostenschuhe vermieden wird. Viele Spielgeräte in dieser Kategorie bestehen aus Lärchenholz. Mit der Zeit entwickelt Lärche eine silbergraue Patina. Diese Verfärbung ist rein optisch und beeinträchtigt die Haltbarkeit nicht.

Robinie (Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 nach DIN EN 350) ist das widerstandsfähigste heimische Holz. Es benötigt keine Imprägnierung und kann sogar im Erdkontakt verbaut werden. Die hohe Härte und natürliche Resistenz gegen Pilze und Fäulnis machen Robinie zur langlebigsten Holzwahl für Spielgeräte.

Stahl (feuerverzinkt und pulverbeschichtet)

Stahlkonstruktionen bieten die höchste Widerstandsfähigkeit gegen Vandalismus und Witterung. Feuerverzinkter Stahl ist nahezu wartungsfrei und erreicht hohe Standzeiten. Pulverbeschichteter Stahl kombiniert den Korrosionsschutz der Verzinkung mit farbiger Gestaltung.

Auf Schulhöfen mit besonders hoher Beanspruchung sind Stahlgeräte oft die wirtschaftlichere Wahl, da sie über ihre gesamte Lebensdauer kaum Wartungskosten verursachen.

Wichtig: Unabhängig vom Material müssen alle Spielgeräte für den Schulhof nach DIN EN 1176 zertifiziert sein. Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) bestätigt, dass ein unabhängiges Prüfinstitut wie der TÜV die Konformität geprüft hat.

Für welche Altersgruppen sind Spielgeräte auf dem Schulhof geeignet?

Die Alterseignung eines Spielgeräts bestimmt, welche Sicherheitsanforderungen gelten und wie anspruchsvoll die Spielelemente gestaltet sein dürfen.

Für Grundschulen (Kinder ab 6 Jahren) eignen sich Spieltürme mit moderaten Podesthöhen, Klettergerüste mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Schaukeln mit Standardsitzen. Der Spielturm Lena kombiniert einen Spielturm mit integrierter Schaukel und bietet mit einer Sicherheitszone von 685 × 772 cm Platz für mehrere Kinder gleichzeitig.

Für weiterführende Schulen (ab 10 Jahren) dürfen die Geräte anspruchsvoller sein. Höhere Klettergerüste, Seillandschaften und sportliche Elemente fordern ältere Schülerinnen und Schüler heraus, ohne sie zu unterfordern.

Viele Spielgeräte in dieser Kategorie sind ab drei Jahren freigegeben. Das bedeutet nicht, dass sie nur für Kleinkinder geeignet sind. Die Altersangabe definiert das Mindestalter, ab dem ein Gerät sicher genutzt werden kann. Spieltürme und Klettergerüste mit höheren Podesten und komplexen Kletterelementen bieten auch älteren Kindern ausreichend Herausforderung.

Gut zu wissen: Geräte, die für Kinder unter 36 Monaten leicht zugänglich sind, müssen verschärfte Sicherheitsanforderungen erfüllen, etwa Brüstungen bereits ab 600 mm Fallhöhe. Auf Schulhöfen, die ausschließlich von Schulkindern ab sechs Jahren genutzt werden, gelten die Standardanforderungen.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Spielgeräte an Schulen?

Spielgeräte auf Schulhöfen unterliegen denselben Sicherheitsanforderungen wie Geräte auf öffentlichen Spielplätzen. Zusätzlich gelten die Regelungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

DIN EN 1176 als Grundlage

Die europäische Normenreihe DIN EN 1176 legt die sicherheitstechnischen Anforderungen an Spielplatzgeräte fest. Sie regelt Konstruktion, Materialien, Fangstellen, Fallräume und Prüfverfahren. Alle Spielgeräte für den Schulhof müssen nach dieser Norm zertifiziert sein. Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) bestätigt, dass ein unabhängiges Prüfinstitut wie der TÜV die Konformität geprüft hat.

Fallschutz und Sicherheitszonen

Jedes Spielgerät benötigt eine definierte Sicherheitszone, in der keine Hindernisse stehen dürfen. Die Größe dieser Zone hängt von der freien Fallhöhe ab:

  • Bis 1.500 mm Fallhöhe beträgt die Mindestausdehnung der Aufprallfläche 1.500 mm.
  • Bei höheren Fallhöhen steigt die Ausdehnung nach der Formel: Aufprallfläche = ⅔ × Fallhöhe + 500 mm.
  • Die maximale freie Fallhöhe beträgt 3.000 mm.

Als stoßdämpfender Untergrund eignen sich Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch oder synthetische Fallschutzbeläge. Bei losen Materialien ist ein Zuschlag von 100 mm auf die Mindestschichtdicke einzuplanen, um den sogenannten Wegspieleffekt auszugleichen.

Auch inklusive Spielgeräte wie die Rollstuhlschaukel Mina aus pulverbeschichtetem Stahl erfüllen alle Anforderungen der DIN EN 1176. Sie ermöglicht Kindern im Rollstuhl das Schaukelerlebnis und trägt zu einem inklusiven Schulhof bei.

Inspektionspflichten für Schulen

Die DIN EN 1176-7 definiert ein dreistufiges Inspektionssystem, das auch für Schulen verbindlich ist:

  • Visuelle Routine-Inspektion (wöchentlich bis täglich): Unterwiesenes Personal, etwa der Hausmeister, prüft auf offensichtliche Gefahren wie Glasbruch, Vandalismus oder lose Teile.
  • Operative Inspektion (alle 1–3 Monate): Sachkundiges Personal kontrolliert Verschleiß, Stabilität und Fallschutz.
  • Jährliche Hauptinspektion: Ein qualifizierter Spielplatzprüfer nach DIN 79161 führt eine umfassende Prüfung durch. Diese Inspektion muss von einer unabhängigen Person durchgeführt werden.

Alle Inspektionen und Wartungsarbeiten sind zu dokumentieren. Die Dokumentation dient als Nachweis der Verkehrssicherungspflicht.

Wichtig: Die Schule als Betreiberin trägt die Verkehrssicherungspflicht nach § 823 BGB. Regelmäßige Inspektionen und deren Dokumentation schützen nicht nur die Kinder, sondern auch die Verantwortlichen im Schadensfall.

Wo können Spielgeräte auf dem Schulgelände aufgestellt werden?

Spielgeräte lassen sich auf verschiedenen Flächen des Schulgeländes aufstellen, sofern die Sicherheitszonen eingehalten werden und ein geeigneter Untergrund vorhanden ist.

Typische Aufstellorte sind der zentrale Pausenhof, abgegrenzte Spielbereiche am Rand des Schulgeländes oder Grünflächen neben dem Schulgebäude. Bei der Standortwahl sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Einsehbarkeit: Die Spielgeräte sollten von zentralen Punkten des Schulgeländes aus einsehbar sein, damit die Aufsichtspflicht gewährleistet bleibt.
  • Abstand zu Verkehrsflächen: Fallräume dürfen nicht in Verkehrswege oder Zufahrten hineinragen.
  • Trennung von Bewegungszonen: Schaukeln und andere Geräte mit erzwungener Bewegung sollten abseits von stark frequentierten Laufwegen stehen. So wird vermieden, dass Kinder unbeabsichtigt in den Schwingbereich laufen.
  • Untergrund: Sand, Rasen, Holzschnitzel oder Rindenmulch eignen sich als Fallschutz. Synthetische Beläge wie EPDM-Gießbelag sind rollstuhlbefahrbar und damit eine gute Wahl für inklusive Schulhöfe.

Das Klettergerüst Erik benötigt mit seinen Maßen von 545 × 496 cm und einer Sicherheitszone von 923 × 845 cm eine entsprechend große Fläche. Eine frühzeitige Flächenplanung verhindert, dass Geräte später nicht wie gewünscht aufgestellt werden können.

Wie werden Spielgeräte für Schulen angeliefert?

Die Spielgeräte werden per Spedition direkt an die Schule geliefert. Die Lieferung erfolgt als Terminlieferung, sodass Sie den Anlieferungstermin im Voraus planen können. Der Versand ist innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.

Die meisten Geräte werden als Bausatz geliefert. Alle Bauteile, Verbindungselemente und eine ausführliche Montageanleitung sind im Lieferumfang enthalten. Die Lieferung erfolgt unabgeladen. Für das Entladen am Aufstellort muss die Schule sorgen. Bei größeren Geräten empfiehlt sich die Abstimmung mit dem Schulträger, ob ein Gabelstapler oder ein Radlader bereitgestellt werden kann.

Wer übernimmt die Montage der Spielgeräte?

Die Montage von Spielgeräten auf dem Schulhof erfordert Fachkenntnis. Die Geräte müssen normgerecht aufgebaut und im Boden verankert werden, damit sie den Anforderungen der DIN EN 1176 entsprechen.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege:

Eigenmontage durch den Schulträger: Viele Kommunen verfügen über Bauhöfe mit geschultem Personal, das die Montage übernehmen kann. Die mitgelieferte Montageanleitung enthält alle notwendigen Angaben zu Fundamenten, Einbautiefen und Sicherheitsabständen.

Professioneller Montageservice: Über ein Netzwerk von Montagepartnern kann die Gewerbefabrik die professionelle Montage vermitteln. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn kein eigenes Fachpersonal zur Verfügung steht.

Nach der Montage muss eine Erstabnahme durch einen unabhängigen, qualifizierten Prüfer erfolgen, bevor die Geräte für die Nutzung freigegeben werden. Wenn Sie ein Angebot inklusive Montage wünschen, können Sie dies direkt bei der Anfrage angeben.

Warum lohnt sich die Investition in hochwertige Schulhof-Spielgeräte?

Schulhof-Spielgeräte sind eine langfristige Investition. Hochwertige Geräte aus Lärche, Robinie oder feuerverzinktem Stahl halten bei sachgemäßer Wartung viele Jahre. Die Anschaffungskosten verteilen sich über diesen Zeitraum und relativieren sich deutlich.

Robuste Materialien und eine normgerechte Konstruktion reduzieren den Wartungsaufwand und die Folgekosten. Günstigere Geräte, die nach wenigen Jahren ersetzt werden müssen, verursachen über die gesamte Nutzungsdauer oft höhere Gesamtkosten.

Spielgeräte leisten zudem einen pädagogischen Beitrag. Bewegung in den Pausen verbessert die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht. Ein attraktiv gestalteter Schulhof steigert die Aufenthaltsqualität und wird von Schülerinnen, Schülern und Eltern gleichermaßen geschätzt.

Fazit: Wer bei der Auswahl auf TÜV-geprüfte Qualität, langlebige Materialien und eine durchdachte Planung setzt, schafft einen Schulhof, der über viele Jahre sicher und attraktiv bleibt.

Wo kann man Spielgeräte für Schulen kaufen?

Im Gewerbefabrik Online Shop finden Sie eine große Auswahl an TÜV-geprüften Spielgeräten für Schulen, die speziell für den Einsatz auf Schulhöfen geeignet sind. Von Spieltürmen und Klettergerüsten über Schaukeln bis hin zu Wippgeräten können Sie alle Geräte direkt online anfragen. Bei Fragen zur Produktauswahl, Flächenplanung oder Montage steht Ihnen der Kundendienst persönlich zur Verfügung. Über die Kontaktseite erreichen Sie das Team schnell und unkompliziert.