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Was zählt zum Stadtmobiliar für den öffentlichen Raum?

Zum Stadtmobiliar für den öffentlichen Raum zählen alle Möbel, die dauerhaft auf Plätzen, an Gehwegen und in Grünanlagen stehen. Im Sortiment sind das Sitzbänke, Sitzgruppen, Tische, Picknicktische, Liegestühle, Abfallbehälter, Pflanzkübel und Fahrradparksysteme.

Den größten Teil machen Sitzbänke aus, gefolgt von Fahrradständern und Abfallbehältern. Alle Möbel sind für Wind, Wetter und viele Nutzer gebaut. Sie stehen meist fest verankert und gehören dem Betreiber, in der Regel der Gemeinde oder Stadt.

Welche Stadtmöbel braucht ein öffentlicher Platz?

Ein öffentlicher Platz braucht mindestens Sitzplätze, einen Abfallbehälter in der Nähe und, je nach Lage, Abstellplätze für Fahrräder. Pflanzkübel und Tische kommen dazu, wenn Menschen dort länger bleiben sollen.

OrtTypische Ausstattung
Marktplatz, FußgängerzoneBänke mit und ohne Lehne, Abfallbehälter, Pflanzkübel
Gehweg, HaltestelleBänke mit Armlehnen, Abfallbehälter, Fahrradbügel
Grünanlage, RastplatzSitzgruppen, Picknicktische, Liegestühle
Vor Rathaus, Bücherei, BahnhofFahrradständer, Überdachungen, Bänke

Für ältere Menschen sind Bänke mit höherer Sitzfläche und Armlehnen gedacht. Die Seniorenbank Dettelbach hat Latten aus Recycling-Kunststoff auf einem Gestell aus pulverbeschichtetem Stahl und ist 180 cm lang.

Wie plant man eine einheitliche Möblierung für die Gemeinde?

Am einfachsten mit Möbeln aus einer Serie, die Bank, Tisch, Abfallbehälter und Pflanzkübel in derselben Formensprache anbietet. Viele Städte legen das in einer Gestaltungssatzung oder einem Möblierungskonzept fest.

Solche Vorgaben regeln meist Material, Farbpalette und eine einheitliche Designfamilie für alle Stadtmöbel. Prüfen Sie diese Unterlagen, bevor Sie Modelle auswählen. Im Sortiment gibt es Bänke, Seniorenbänke, Tische, Sitzgruppen und Pflanzbehälter mit gleichen Maßen in mehreren Ausführungen: pulverbeschichteter Stahl mit Eiche, mit Recycling-Kunststoff oder ganz aus Stahl. So lässt sich ein Platz in einem Material durchgehend ausstatten.

Unser Tipp: Legen Sie für die Gemeinde einen RAL-Farbton und ein Material fest. Dann passen auch Möbel, die Jahre später nachgekauft werden, zum Bestand.

Welches Material eignet sich für Stadtmöbel im Freien?

Für den öffentlichen Raum eignen sich verzinkter oder pulverbeschichteter Stahl, Beton, HPL, Recycling-Kunststoff und dauerhafte Hölzer. Jedes Material hat eine andere Lebensdauer und braucht unterschiedlich viel Pflege.

MaterialErwartete LebensdauerPflege
Stahl verzinkt und pulverbeschichtet20 bis 30 Jahregering
Beton30 bis 80 Jahre und mehrsehr gering
Recycling-Kunststoff25 bis 50 Jahre und mehrsehr gering
Hartholz wie Eiche oder Robinie15 bis 25 JahreÖl oder Lasur alle 1 bis 3 Jahre
Lärche10 bis 15 Jahremittel bis hoch

HPL ist ein unter hohem Druck gepresstes Schichtmaterial. Es ist sehr witterungsbeständig, in vielen Farben erhältlich und lässt sich nach Graffiti leichter reinigen. Holz heizt sich in der Sonne weniger auf als Metall oder Beton und ist deshalb angenehmer zum Sitzen.

Wie vandalismussicher ist Stadtmobiliar für den öffentlichen Raum?

Am widerstandsfähigsten sind Möbel ganz aus Metall oder Beton. Stahlgestelle mit Holzlatten liegen im Mittelfeld, reine Holzkonstruktionen und leichte Kunststoffteile sind am anfälligsten.

Typische Schäden an öffentlichen Möbeln sind Brandstellen, abgebrochene Latten, Graffiti und abgeschraubte Teile. Diese Bauweisen helfen:

  • Sicherheitsschrauben: Spezialköpfe, die sich nur mit passendem Werkzeug lösen lassen.
  • Verdeckte Befestigung: Latten sind von unten verschraubt.
  • Austauschbare Latten: Nach einem Schaden wird nur das kaputte Teil ersetzt.
  • Feste Verankerung: Die Möbel lassen sich weder umwerfen noch wegtragen.

Für Orte mit Graffiti eignet sich die Sitzbank Moos aus HPL und feuerverzinktem Stahl.

Was macht Stadtmöbel auf Gehwegen barrierefrei?

Barrierefrei sind Stadtmöbel, wenn alle Menschen sie finden, erreichen und nutzen können. Die DIN 18040-3 regelt das für den öffentlichen Verkehrs- und Freiraum.

Für Bänke nennt sie eine Sitzhöhe von 46 bis 48 cm und empfiehlt Rücken- und Armlehnen. Sitzgelegenheiten sollen höchstens 300 m auseinanderliegen, an Hauptgehwegen nennt die DIN 18024-1 höchstens 100 m. Die Möbel stehen neben der nutzbaren Gehwegbreite und sind stufenlos erreichbar.

Für sehbehinderte Menschen zählt der Kontrast: Bank, Kübel und Abfallbehälter sollen sich farblich deutlich vom Boden abheben. Die Unterkante von Stadtmöbeln liegt höchstens 15 cm über dem Boden, damit blinde Menschen sie mit dem Langstock ertasten.

Wie weit dürfen Fahrradbügel im öffentlichen Raum auseinanderstehen?

Nach DIN 79008 stehen Fahrräder bei nur tiefer Radeinstellung mindestens 70 cm auseinander. Bei abwechselnd hoher und tiefer Einstellung reichen 50 cm.

Vor der Anlage braucht es eine freie Fläche von mindestens 180 cm zum Ein- und Ausparken. Die Norm verlangt, dass sich Rahmen und mindestens ein Laufrad mit einem Schloss anschließen lassen. An Bahnhöfen und Haltestellen, wo Räder länger stehen, sparen Doppelstockparker Fläche. Der Doppelstockparker Harz aus feuerverzinktem Stahl ist dafür ein Beispiel. Alle Systeme finden Sie unter Fahrradparksysteme.

Wo stellt die Gemeinde Abfallbehälter am besten auf?

Abfallbehälter gehören dorthin, wo Menschen sitzen, warten oder essen: neben Bänke, an Haltestellen, an Ein- und Ausgänge von Grünanlagen. Dort fällt der meiste Müll an.

Stellen Sie den Behälter neben die Bank, nicht direkt davor, damit niemand neben dem Abfall sitzt. Die Leerung durch den Bauhof wird einfacher, wenn der Behälter von einem befestigten Weg aus erreichbar ist. Schwere Modelle mit Betonteil stehen sicher, etwa der Abfallbehälter Hilders aus feuerverzinktem Stahl und Beton.

Welche Aufgabe haben Pflanzkübel auf Straßen und Plätzen?

Pflanzkübel bringen Grün auf versiegelte Flächen, wo kein Beet möglich ist. Mit ihnen lassen sich Plätze und Fußgängerzonen begrünen, ohne den Belag aufzubrechen.

In der Planung öffentlicher Flächen werden Sitzmöbel zunehmend mit Begrünung und Beschattung verbunden, etwa als Kombination aus Pflanztrog und Bank. Grund ist die Anpassung an heißere Sommer. Der Pflanzbehälter Kausen aus Beton misst 145 × 145 cm bei 45 cm Höhe. Weitere Modelle aus Stahl, Holz und Beton zeigt die Seite Pflanzkübel für den öffentlichen Raum.

Welche Möbel laden in Grünanlagen zum Verweilen ein?

In Grünanlagen und an Ufern bleiben Menschen länger, wenn sie liegen, essen oder sich an einen Tisch setzen können. Dafür eignen sich Liegestühle, Sitzgruppen und Picknicktische.

Liegen für den öffentlichen Raum sind meist so geformt, dass die Liegefläche der Form der Wirbelsäule folgt. Der Liegestuhl Poel besteht aus Tannenholz auf pulverbeschichtetem Stahl und ist 164 cm lang. Liegen lassen sich fest verankern oder mit einem Stahlseil sichern. Mit Seil bleiben sie begrenzt beweglich, und der Rasen darunter lässt sich mähen. Sitzgruppen und Picknicktische passen an Rastplätze und Grillplätze, wo Familien und Gruppen zusammensitzen.

Wer haftet für Bänke und Kübel auf öffentlichem Grund?

Für Möbel auf öffentlichem Grund haftet der Betreiber, meist die Kommune. Grundlage ist die Verkehrssicherungspflicht: Wer etwas aufstellt, muss andere vor Schäden daran schützen.

Dazu gehören regelmäßige Kontrollen auf lose Schrauben, gebrochene Latten und Schäden an der Oberfläche. Bei Holz kommt das Splitterrisiko hinzu, das sich durch Holzart, Oberfläche und Wartung verringern lässt.

Bei Metall zeigt sich Verschleiß vor allem dort, wo die Beschichtung beschädigt ist. Darunter kann das Metall rosten, deshalb kleine Schäden früh ausbessern. Beton bekommt mit den Jahren Kantenabplatzungen, Verfärbungen und Moos. Recycling-Kunststoff verschleißt kaum.

Gibt es eine Norm für Straßenmöbel?

Eine eigene DIN-Norm für Sitzmöbel im öffentlichen Raum gibt es nicht. Es gelten Teilaspekte aus verschiedenen Normen.

  • DIN 18040-3: Barrierefreiheit im öffentlichen Freiraum, etwa Sitzhöhe und Abstände.
  • DIN EN 13198: Straßenmöbel und Gartengestaltungselemente aus Betonfertigteilen.
  • DIN 79008: stationäre Fahrradparksysteme.
  • DIN EN 581: gilt für Garten-, Camping- und Gastronomiemöbel, ausdrücklich nicht für Straßenmöbel.

Einzelne Möbel für Kinder, etwa Sitzgruppen in Kindergröße, sind zusätzlich nach DIN EN 1176 geprüft. Das steht dann auf der Produktseite unter Zertifikate.

Wie verankert der Bauhof Stadtmöbel im Boden?

Stadtmöbel werden einbetoniert, aufgedübelt oder stehen durch ihr Eigengewicht. Welche Art vorgesehen ist, zeigt der Fundamentplan zum Produkt.

  1. Einbetonieren: Bankfüße sitzen etwa 15 cm unter der fertigen Oberfläche im Fundament, Fahrradbügel meist 25 bis 30 cm tief.
  2. Aufdübeln: Fußplatten werden auf Beton oder Pflaster verschraubt und lassen sich später versetzen.
  3. Freistehend: nur bei sehr schweren Teilen aus Beton.

Hat die Gemeinde einen Bauhof mit Fachpersonal, kann er die Möbel nach Aufbauanleitung selbst aufstellen. Sonst vermitteln wir einen Montagepartner aus unserem Netzwerk in ganz Deutschland. Er macht ein eigenes Angebot für Aufbau, Fundamente und Erdarbeiten.

Wie beschafft eine Kommune neues Stadtmobiliar?

Meist holt die Verwaltung zuerst Angebote ein und legt sie zur Genehmigung vor. Ab bestimmten Wertgrenzen sind mehrere Vergleichsangebote nötig, oft drei. Die Grenzen legt jedes Bundesland selbst fest.

Wir erstellen kostenlose und unverbindliche Angebote, auf Wunsch einzeln je Produkt, etwa für Haushalts- oder Förderanträge und für Ausschreibungen. Öffentliche Einrichtungen können auf Rechnung bestellen. Datenblatt, Aufbauanleitung und Fundamentplan zu jedem Produkt helfen bei der Dokumentation. Für Rastplätze mit Tisch lohnt ein Blick auf Sitzgruppen für den öffentlichen Raum.

Wie kommen schwere Stadtmöbel zum Aufstellort?

Die meisten Stadtmöbel kommen per Spedition als Terminlieferung, unabgeladen. Den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab, der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos.

Je nach Produkt gibt es Unterschiede:

  • Kleinere Fahrradständer kommen teils per Paketdienst.
  • Einige große Fahrradanlagen wie Doppelstockparker und Schräghochparker kommen per Sattelzug. Vor Ort brauchen Sie eine große Zufahrt mit Rangierfläche und einen Stapler oder Kran.
  • Einige Betonmöbel bringt ein Kran-LKW, der Fahrer lädt sie am Aufstellort ab. So kommt zum Beispiel der Picknicktisch Olmen aus Beton.
  • Bänke, Tische und Kübel, die auf Paletten passen, liefern wir gegen Aufpreis auch mit einem LKW mit Hebebühne.

Die meisten Einzelteile laden 2 bis 3 Erwachsene von Hand ab. Beauftragen Sie die Montage über uns, geht die Ware direkt an den Montagepartner, und Sie müssen nichts abladen.

Wo kann man Stadtmobiliar für den öffentlichen Raum kaufen?

Stadtmobiliar für den öffentlichen Raum kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Für Kommunen ist meist ein kostenloses, unverbindliches Angebot der erste Schritt, das Sie über Angebot erhalten anfragen. Bei Auswahl und Planung berät Sie unser Kundendienst persönlich über die Kontaktseite. Bestellung, Lieferung und Betreuung laufen aus einer Hand.