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Was sind Sand- und Wasserspielgeräte?

Sand- und Wasserspielgeräte sind fest aufgestellte Spielgeräte für draußen, an denen Kinder Sand und Wasser schütten, stauen, mischen und formen. Dazu gehören Matschtische mit Becken, große Matschanlagen, Wasserrinnen und Sandbagger. Alle Modelle in dieser Kategorie sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176 und für Kitas, Schulen und öffentliche Spielplätze gebaut.

Ein typisches Einstiegsmodell ist der Matschtisch Conni aus Edelstahl und HDPE mit 75 × 75 cm Grundfläche, freigegeben ab 1 Jahr. Dazu kommen Spieltische ohne Becken in Herz-, Klee- oder Schmetterlingsform, ein Küchentisch und ein Spielhaus mit Sandkasten. Weitere Geräte für das ruhige Spiel mit den Händen finden Sie unter Lernspielgeräte.

Was ist der Unterschied zwischen Matschtisch und Matschanlage?

Ein Matschtisch ist ein einzelner Spieltisch mit Becken, an dem mehrere Kinder rundherum stehen. Eine Matschanlage ist deutlich größer, mehrere Meter lang und je nach Modell mit Wasserrinne oder Plattform ausgestattet.

BauformGröße im SortimentAlter laut Hersteller
Matschtisch60 × 65 bis 205 × 119 cmab 1 oder 2 Jahren
Sandspieltisch200 × 60 cmab 1 Jahr
Matschanlage252 × 73 bis 541 × 490 cmab 1 oder 2 Jahren
Wasserrinnebis 407 cm langab 1 Jahr
Sandbagger123 bis 146 cm langab 3 Jahren

Die größte Anlage ist die Matschanlage Lilo aus Lärche und Edelstahl mit 541 × 490 cm Grundfläche und 216 cm Höhe. Die Matschanlagen Zoe und Lajos haben eine eingebaute Wasserrinne. Beide sind nur 73 cm breit. Die Matschanlage Zoe ist 252 cm lang, die Matschanlage Lajos 445 cm.

Was ist eine Matschküche?

Eine Matschküche ist ein Spieltisch in Form einer Küche, an dem Kinder mit Sand und Wasser kochen, rühren und backen. Im Sortiment ist das der Sandspieltisch Neo aus Lärche und Edelstahl. Er ist 200 cm lang, 76 cm hoch und ab 1 Jahr freigegeben. Wie alle Geräte hier ist er TÜV-geprüft nach DIN EN 1176.

Gleich groß ist das Lernspielgerät Tabea, ein Küchentisch aus Lärche, Edelstahl und Gusseisen. Rollenspiel mit Sand bietet auch das Spielhaus Otto, ein begehbarer Obst- und Gemüseladen mit Sandkasten. Weitere Häuser mit Sandbereich finden Sie unter Spielhäuser mit Sandkasten.

Wofür ist ein Sandbagger gedacht?

Ein Sandbagger ist ein Baggerarm zum Bedienen, mit dem Kinder Sand graben, anheben und an anderer Stelle wieder abladen. Beide Sandbagger im Sortiment sind erst ab 3 Jahren freigegeben. Sie sind also für Kindergarten- und Schulkinder gedacht, nicht für die Krippe.

Der Sandbagger Cia besteht aus Edelstahl und HDPE, der Sandbagger Ilka ganz aus Edelstahl. Ein Bagger braucht genug Sand ringsum, damit es etwas zu graben gibt. Er steht deshalb meist in einem Sandbereich oder einer Sandmulde. Passende Einfassungen finden Sie unter Sandkästen.

Was lernen Kinder beim Matschen mit Sand und Wasser?

Beim Spiel mit Sand und Wasser erleben Kinder mit allen Sinnen, wie sich Material verändert. Trockener Sand rieselt, nasser Sand lässt sich formen, und Wasser sucht sich seinen Weg. Je nach Alter spielen Kinder dabei ganz unterschiedlich:

  • 1 bis 3 Jahre: greifen, fühlen und schütten, meist noch jedes Kind für sich.
  • 3 bis 6 Jahre: Sandkuchen backen, Burgen bauen und zunehmend gemeinsam spielen. Sand und Wasser zusammen sind in diesem Alter besonders beliebt.
  • Schulkinder: Landschaften und Kanäle anlegen und ausprobieren, wie sich Wasser leiten und stauen lässt.

Matschtische holen das Spiel auf Tischhöhe. Mehrere Kinder stehen rundherum und spielen nebeneinander oder miteinander. Wasserrinnen und Matschanlagen verteilen die Kinder dagegen auf eine längere Strecke.

Welche Geräte eignen sich schon für Krippenkinder?

Fast alle Geräte dieser Kategorie sind laut Hersteller ab 1 oder 2 Jahren freigegeben und als U3 gekennzeichnet. Nur die beiden Sandbagger sind erst ab 3 Jahren ausgewiesen.

Für Kinder unter 3 Jahren stellt die DIN EN 1176 strengere Anforderungen an leicht zugängliche Geräte. So ist eine Brüstung schon ab 60 cm Fallhöhe nötig. Die kritische Fallhöhe ist die Höhe, aus der ein Kind höchstens auf den Boden fallen kann. Bei allen Geräten hier mit Angabe liegt sie unter 60 cm, bei den meisten Matschtischen bei 0 cm. Den höchsten Wert haben die Matschanlagen Jakob und Lilo mit 55 cm.

Für die Krippe passen kleine, niedrige Tische, etwa die Spieltische in Herz- oder Kleeform mit 45 cm Höhe. Weitere Geräte für die Kleinsten finden Sie unter U3 Spielgeräte für draußen.

Aus welchem Material sind Matschtische gebaut?

Fast alle Modelle verbinden ein Gestell aus Lärche oder Stahl mit Edelstahl oder dem Kunststoff HDPE. Die Wasserrinnen sind aus Robinie. Die Materialien im Überblick:

  • Lärche: natürliche Optik und harzhaltig, vergraut mit der Zeit und soll keinen Erdkontakt haben.
  • Robinie: sehr dauerhaft und ohne Imprägnierung einsetzbar. Ihr Wuchs ist etwas unregelmäßig.
  • Edelstahl: rostet nicht und braucht keinen Rostschutz, wird in der Sonne aber warm.
  • Stahl, pulverbeschichtet oder verzinkt: robust und farbig möglich, die Beschichtung sollte UV-beständig sein.
  • HDPE: splitterfrei, farbstabil und recycelbar, wirkt aber weniger natürlich als Holz.

HDPE ist ein fester, durchgefärbter Kunststoff. Er steckt vor allem in den Tischen in Blumen- oder Tierform. Der Matschtisch Eik in Krakenform verbindet zum Beispiel pulverbeschichteten Stahl mit HDPE und ist 95 × 71 cm groß.

Wie verträgt Holz das ständige Nasswerden?

Holz hält Wasser gut aus, solange es nicht dauerhaft in Staunässe oder im Erdreich steht. Wichtig ist deshalb, dass Wasser ablaufen kann und das Holz zwischendurch abtrocknet.

Robinie

Robinie gehört nach DIN EN 350 zur Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2. Das ist die höchste Einstufung unter den in Europa angebauten Hölzern. Sie braucht keine Imprägnierung und darf auch eingegraben werden. Aus Robinie und Edelstahl ist zum Beispiel die Wasserrinne Talea mit 407 cm Länge.

Lärche

Lärche liegt in Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4. Unter Wasser ist sie sehr dauerhaft, im Erdkontakt dagegen nur bedingt. Pfosten aus Lärche sollten deshalb auf Pfostenträgern stehen statt direkt im Boden. Für eine längere Lebensdauer im Freien empfehlen die Fachquellen eine Behandlung mit Öl oder Lasur.

Beide Hölzer werden mit der Zeit silbergrau, und es entstehen feine Risse. Das ist eine natürliche Eigenschaft des Holzes und kein Mangel.

Woher kommt das Wasser für die Matschanlage?

Das Wasser bringen die Kinder mit Eimer und Gießkanne, oder es kommt aus einer Zapfstelle oder Spielpumpe in der Nähe. Planen Sie die Wasserquelle vor der Bestellung mit, denn sie bestimmt oft den Standort des Geräts.

Das Gesundheitsamt der Region Hannover nennt als geeignete Quellen Leitungswasser und Grundwasser. Regenwasser und Oberflächenwasser sind wegen der Keimbelastung ungeeignet. Bewährt haben sich Spielwasserhähne mit Drucktaste, die nur eine begrenzte Menge Wasser abgeben. Zapfstellen für Spielwasser werden mit dem Hinweis Kein Trinkwasser gekennzeichnet. Die genauen Vorgaben stimmen Sie mit Ihrem örtlichen Gesundheitsamt ab.

Wichtig: Zapfstellen, Leitungen und Pumpen sind nur in der frostfreien Zeit in Betrieb. Das Gesundheitsamt der Region Hannover nennt dafür April bis Oktober. Zum Saisonende wird die Wasserversorgung frostsicher gemacht.

Welche Vorschriften gelten für Matschanlagen in der Kita?

Für das Gerät selbst gilt die DIN EN 1176, für die Planung des Matschbereichs die DIN 18034. Alle Geräte in dieser Kategorie sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176.

Für Sand- und Matschbereiche gelten bei der Planung vor allem diese Punkte:

  • Wasser darf nur in begrenzter Menge entnommen werden können (DIN 18034).
  • Überschüssiges Wasser muss abfließen können (DIN 18034). Pfützen sind zu vermeiden.
  • Sandflächen liegen windgeschützt, teils sonnig und teils schattig, aber nicht im Schlagschatten von Gebäuden (DIN 18034).
  • Stehendes Wasser ist im Kindergarten höchstens 20 cm tief, im Hort höchstens 40 cm (DGUV Information 202-019).

Gerade in Kitas brauchen Sandbereiche Schatten. Für einen einzelnen Tisch gibt es mit dem Spieltisch Imke auch ein Modell mit eigenem Sonnenschutz.

Wie bleibt das Spielwasser sauber?

Spielwasser bleibt sauber, wenn es nicht lange steht. Lassen Sie das Wasser nach dem Spielen ablaufen, und spülen Sie Leitungen vor dem ersten Spiel des Tages kurz durch.

Im Alltag bewährt:

  • Kein Geschirr verwenden, das sonst mit Lebensmitteln in Berührung kommt, etwa Trinkbecher oder Teller.
  • Den Sand regelmäßig durchrechen und Tierkot sofort entfernen.
  • Den Sandbereich bei Nichtbenutzung abdecken, besonders in Kitas.
  • Den Spielsand je nach Nutzung alle 1 bis 2 Jahre austauschen.
  • Alle Maßnahmen und Zuständigkeiten im Hygieneplan der Einrichtung festhalten.

Wie viel Platz braucht eine Matschanlage?

Jedes Gerät braucht eine Sicherheitszone, also eine freie Fläche rundherum, in der keine anderen Geräte, Bänke oder Bäume stehen. Im Sortiment reicht sie von rund 3,6 × 3,7 m beim Matschtisch Fina bis 8,4 × 7,9 m bei der Matschanlage Lilo.

ModellGerätSicherheitszone
Matschtisch Conni75 × 75 cm375 × 375 cm
Sandspieltisch Neo200 × 60 cm500 × 360 cm
Matschanlage Niklas294 × 170 cm594 × 470 cm
Matschanlage Lilo541 × 490 cm841 × 790 cm

Unter 60 cm Fallhöhe verlangt die Norm keinen stoßdämpfenden Boden. Auf den Produktseiten sind Sand, Hackschnitzel, Kies und Fallschutzmatten als passende Böden genannt. Rund um Wasser zählt vor allem, dass der Boden das Spielwasser aufnimmt oder ableitet.

Wer baut ein Wasserspielgerät auf?

Den Aufbau übernimmt am besten ein Fachbetrieb, etwa ein Spielplatzbauer oder GaLaBau-Betrieb. Wir vermitteln Montagepartner in ganz Deutschland. Sie erhalten von ihnen ein eigenes Angebot für Aufbau, Fundamente und Fallschutz.

  1. Standort mit Wasserquelle, Ablauf und Schatten festlegen.
  2. Fundamente nach dem Fundamentplan des Modells setzen.
  3. Bei Lärche Erdkontakt vermeiden, Robinie darf eingegraben werden.
  4. Gerät nach Aufbauanleitung montieren und den Boden rundherum anlegen.

Beauftragen Sie die Montage über uns, geht die Lieferung direkt an den Montagepartner. Er bringt alles zum Termin mit, Sie müssen nichts abladen. Mit eigenem Fachpersonal, zum Beispiel einem Bauhof, ist auch Eigenmontage möglich.

Wer prüft die Geräte nach dem Aufbau?

Vor der ersten Nutzung nimmt ein Spielplatzprüfer das Gerät ab, der nicht am Aufbau beteiligt war. Diese Abnahme organisiert der Betreiber selbst, sie ist nicht Teil der Montage.

Danach gelten die Intervalle der DIN EN 1176-7. Unterwiesenes Personal kontrolliert die Geräte täglich bis wöchentlich. Alle 1 bis 3 Monate folgt eine operative Inspektion, einmal im Jahr die Hauptinspektion durch einen Prüfer nach DIN 79161. Rostige oder beschädigte Teile lassen Sie umgehend austauschen. Halten Sie jede Kontrolle schriftlich fest, die Dokumentation ist Ihr Nachweis für die Verkehrssicherungspflicht.

Wie läuft die Lieferung ab?

Die Geräte kommen im Direktversand vom Hersteller per Spedition als Terminlieferung. Den Termin stimmen wir vorher mit Ihnen ab. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenlos, nach Österreich auf Anfrage gegen Aufpreis.

Geliefert wird unabgeladen als Bausatz, teils vormontiert, mit Aufbauanleitung. Die meisten Einzelteile laden 2 bis 3 Erwachsene von Hand ab, mit Gabelstapler oder Radlader geht es leichter. Passt die ganze Lieferung auf Paletten, ist gegen Aufpreis ein LKW mit Hebebühne möglich. Bei großen Matschanlagen prüfen wir das vorab. Details stehen unter Versand und Zahlung.

Wo kann man Sand- und Wasserspielgeräte kaufen?

Sand- und Wasserspielgeräte kaufen Sie im Gewerbefabrik Online Shop. Welches Gerät zu Alter, Fläche und Wasseranschluss Ihrer Einrichtung passt, klärt unser Kundendienst persönlich mit Ihnen über die Kontaktseite. Ein kostenloses und unverbindliches Angebot anfragen können Sie jederzeit, auf Wunsch einzeln je Produkt für Förder- oder Haushaltsanträge. Bestellung, Lieferung und Betreuung laufen bei uns aus einer Hand.