Was sind Sportgeräte für Schulen und wofür werden sie eingesetzt?
Sportgeräte für Schulen sind fest installierte Outdoor-Geräte, die Schülerinnen und Schülern Bewegungsangebote auf dem Schulgelände bieten. Sie reichen von einfachen Balancierbalken über Fitnessparcours bis hin zu kompletten Calisthenics-Anlagen und Multisportfeldern.
Im Schulalltag erfüllen diese Geräte mehrere Funktionen. In den Pausen schaffen sie Bewegungsanreize, die den Ausgleich zum langen Sitzen im Unterricht fördern. Im Sportunterricht erweitern sie das methodische Repertoire der Lehrkräfte, weil Übungen an Reck, Barren oder Kletterwand direkt auf dem Schulhof stattfinden können. Auch außerhalb der Schulzeiten stehen die Geräte der Nachbarschaft zur Verfügung, wenn das Schulgelände öffentlich zugänglich ist.
Anders als klassische Spielplatzgeräte richten sich Outdoor-Sportgeräte nicht nur an jüngere Kinder. Viele Modelle sind für Jugendliche und Erwachsene konzipiert und damit auch für weiterführende Schulen geeignet.
Welche Arten von Outdoor-Sportgeräten gibt es für Schulen?
Das Spektrum an Sportgeräten für den Schulhof ist breit. Je nach verfügbarem Platz, Altersgruppe und pädagogischem Konzept kommen unterschiedliche Gerätetypen infrage.
Fitnessparcours und Trimm-dich-Pfade
Ein Fitnessparcours besteht aus mehreren Stationen, die in einer Reihe oder einem Rundkurs angeordnet sind. Jede Station trainiert andere Fähigkeiten: Gleichgewicht, Kraft, Koordination oder Ausdauer. Schülerinnen und Schüler durchlaufen den Parcours eigenständig oder in Gruppen.
Der Fitnessparcour Emilia kombiniert auf einer Fläche von rund 7,3 × 7,3 m verschiedene Übungsstationen aus Lärchenholz. Mit einer Gerätehöhe von 126 cm und einer kritischen Fallhöhe von 87 cm eignet er sich bereits für Kinder ab 3 Jahren. Auf Rasen, Sand oder Mulch ist kein zusätzlicher Fallschutz erforderlich.
Fitnessparcours lassen sich gut in den Sportunterricht integrieren, etwa als Zirkeltraining im Freien.
Calisthenics-Anlagen
Calisthenics-Anlagen sind Trainingsgeräte für Eigengewichtsübungen wie Klimmzüge, Dips, Beinheben und Muscle-ups. Sie bestehen in der Regel aus feuerverzinktem Stahl und bieten Stangen, Barren und Hangelstrecken in verschiedenen Höhen.
Für Schulen sind Calisthenics-Geräte besonders ab der Sekundarstufe interessant, weil sie Jugendlichen ein zeitgemäßes Krafttraining ermöglichen. Die Calisthenics Anlage Kraftmeister bietet auf 688 × 637 cm zahlreiche Trainingsstationen aus feuerverzinktem Stahl und ist TÜV-geprüft nach DIN EN 1176. Sie ist für Nutzer ab 9 Jahren freigegeben.
Gut zu wissen: Calisthenics-Anlagen sprechen auch ältere Schülerinnen und Schüler an, die klassische Spielplatzgeräte nicht mehr nutzen. Damit schließen sie eine Lücke im Bewegungsangebot weiterführender Schulen.
Eine Übersicht aller Modelle finden Sie in der Kategorie Calisthenics Anlagen für Schulen.
Einzelgeräte: Reck, Barren und Kletterwand
Nicht jede Schule hat Platz für einen kompletten Parcours. Einzelgeräte wie Recks, Barren, Kletterwände oder Kletternetze lassen sich flexibel auf dem Schulhof verteilen und ergänzen vorhandene Ausstattung.
Ein Reck fördert Oberkörperkraft und Koordination. Ein Barren eignet sich für Stützübungen und Dips. Kletterwände und Kletternetze trainieren Griffkraft, Körperspannung und Mut. Balancierbalken schulen das Gleichgewicht und sind bereits für jüngere Kinder geeignet.
Multisportanlagen
Multisportanlagen sind eingezäunte Spielfelder aus Stahl, auf denen Fußball, Basketball, Handball oder Volleyball gespielt werden kann. Sie bündeln mehrere Sportarten auf einer Fläche und eignen sich für den Sportunterricht ebenso wie für die Pausengestaltung.
Die Anlagen bestehen aus feuerverzinktem Stahl und sind auf intensive Nutzung ausgelegt. Je nach Modell variieren die Abmessungen erheblich. Die Kategorie Multisportanlagen zeigt die verfügbaren Größen und Ausstattungsvarianten.
Spieltische aus Beton
Tischtennisplatten und Tischkicker aus Beton sind ein Klassiker auf Schulhöfen. Sie sind robust, witterungsbeständig und nahezu unverwüstlich. Die Tischtennisplatte Levi misst 274 × 152 cm bei einer Höhe von 76 cm und besteht vollständig aus Beton. Vandalismus ist bei diesem Material praktisch kein Thema.
Betontische benötigen keine Wartung und halten bei sachgemäßer Aufstellung Jahrzehnte. Sie eignen sich für alle Altersgruppen und fördern das Miteinander in den Pausen.
Aus welchen Materialien bestehen Sportgeräte für den Schulhof?
Die Materialwahl beeinflusst Langlebigkeit, Pflegeaufwand und Optik der Geräte. Im Sortiment finden sich drei Hauptmaterialien.
Holz (Lärche)
Der Großteil der Fitnessparcours, Balancierbalken und Klettergeräte besteht aus Lärchenholz. Lärche gehört zu den widerstandsfähigsten heimischen Nadelhölzern und erreicht die Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 nach DIN EN 350. Das Holz kann naturbelassen im Außenbereich eingesetzt werden, ohne dass eine chemische Imprägnierung erforderlich ist.
Der Balancierbalken Marc zeigt, wie Lärchenholz im Sportgerätebereich eingesetzt wird. Das Gerät misst 459 × 198 cm bei nur 36 cm Höhe und ist TÜV-geprüft nach DIN EN 1176.
Lärchenholz vergraut mit der Zeit zu einem gleichmäßigen Silbergrau. Diese Patina ist rein optisch und beeinträchtigt die Haltbarkeit nicht. Wer die ursprüngliche Farbe erhalten möchte, kann das Holz mit einem geeigneten Öl behandeln.
Wichtig: Bei Holzgeräten sollte direkter Erdkontakt der tragenden Pfosten vermieden werden. Konstruktiver Holzschutz durch Aufständerung oder Pfostenschuhe verlängert die Lebensdauer erheblich.
Stahl (feuerverzinkt und pulverbeschichtet)
Calisthenics-Anlagen, Multisportanlagen und viele Fitnessgeräte bestehen aus Stahl. Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461 schützt den Stahl dauerhaft vor Korrosion. Bei pulverbeschichteten Geräten kommt zusätzlich eine farbige Beschichtung hinzu, die den Korrosionsschutz verstärkt und gestalterische Akzente setzt.
Stahl eignet sich besonders dort, wo hohe Belastbarkeit und Vandalismussicherheit gefragt sind. Die Geräte sind wartungsarm und behalten über viele Jahre ihre Stabilität. Eine Übersicht aller Stahlgeräte finden Sie in der Kategorie Fitnessgeräte.
Beton
Spieltische wie Tischtennisplatten und Tischkicker werden aus Beton gefertigt. Beton ist das robusteste Material im Außenbereich: witterungsbeständig, vandalismussicher und praktisch wartungsfrei. Die Oberflächen sind glatt geschliffen und für den Spielbetrieb optimiert.
Für welche Altersgruppen sind Sportgeräte auf dem Schulhof geeignet?
Die Altersfreigabe variiert je nach Gerätetyp und Konstruktion. Die meisten Holzgeräte im Sortiment, darunter Fitnessparcours, Balancierbalken und Kletternetze, sind ab 3 Jahren freigegeben. Sie eignen sich damit bereits für Grundschulen.
Calisthenics-Anlagen aus Stahl richten sich an ältere Nutzer. Die Calisthenics Anlage Kraftmeister ist ab 9 Jahren freigegeben, weil die Übungen ein gewisses Maß an Körperkraft und Koordination voraussetzen.
Das Dreifach Reck Magnus bietet mit drei Stangen in unterschiedlichen Höhen eine Lösung, die verschiedene Altersgruppen gleichzeitig anspricht. Bei einer Gesamthöhe von 156 cm nutzen jüngere Kinder die niedrigere Stange, ältere Schüler die höhere. Das Gerät ist ab 3 Jahren freigegeben und besteht aus Lärchenholz.
Gut zu wissen: Betonspieltische wie Tischtennisplatten und Tischkicker haben keine Alterseinschränkung und werden von Grundschulkindern ebenso genutzt wie von Jugendlichen und Lehrkräften.
Bei der Planung empfiehlt es sich, Geräte für unterschiedliche Altersgruppen zu kombinieren. So entsteht ein Bewegungsangebot, das die gesamte Schülerschaft anspricht.
Welche Normen und Sicherheitsanforderungen gelten für Outdoor-Sportgeräte?
Für Sportgeräte im Außenbereich gelten je nach Gerätetyp unterschiedliche Normen:
- DIN EN 16630 regelt die sicherheitstechnischen Anforderungen an fest installierte Fitnessgeräte im Außenbereich. Sie definiert Konstruktions-, Material- und Prüfanforderungen speziell für Outdoor-Fitnessgeräte und Calisthenics-Anlagen.
- DIN EN 1176 gilt für Spielplatzgeräte und greift bei Geräten, die auch von Kindern genutzt werden, etwa Kletternetze, Balancierbalken oder Fitnessparcours mit Spielcharakter.
Viele Geräte im Sortiment sind TÜV-geprüft nach DIN EN 1176. Ein unabhängiger Prüfer hat dabei die Konstruktion auf Fangstellen, Absturzsicherung, Materialqualität und Fallraumanforderungen kontrolliert.
Für den Betreiber, also in der Regel den Schulträger oder die Kommune, ergeben sich daraus Pflichten:
- Regelmäßige Sichtkontrollen (wöchentlich)
- Operative Inspektionen alle 1 bis 3 Monate
- Eine jährliche Hauptinspektion durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer
Wichtig: Die Verkehrssicherungspflicht liegt beim Betreiber. Alle Inspektionen und Wartungsarbeiten sollten dokumentiert werden, um im Schadensfall den Nachweis der Sorgfaltspflicht führen zu können.
Beim Fallschutz gilt: Geräte mit einer freien Fallhöhe unter 600 mm benötigen keinen speziellen Fallschutzbelag. Viele Balancierbalken und niedrige Fitnessparcours fallen in diese Kategorie. Bei höheren Geräten muss der Untergrund stoßdämpfend sein, etwa durch Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch oder Fallschutzplatten.
Wo können Sportgeräte auf dem Schulgelände aufgestellt werden?
Sportgeräte lassen sich an verschiedenen Stellen auf dem Schulgelände integrieren.
Schulhof: Der klassische Standort. Balancierbalken, Recks und Tischtennisplatten fügen sich in die vorhandene Pausenfläche ein.
Sportplatz oder Rasenfläche: Fitnessparcours und Calisthenics-Anlagen benötigen mehr Platz und stehen oft am Rand des Sportplatzes oder auf einer eigenen Grünfläche.
Randbereich des Schulgeländes: Weniger frequentierte Bereiche eignen sich für Multisportanlagen, die durch ihre Einzäunung einen abgegrenzten Bereich bilden.
Die Multisportanlage Fabian benötigt eine Fläche von rund 21,1 × 10 m. Bei der Planung sollte neben der reinen Gerätefläche auch die Sicherheitszone berücksichtigt werden, die je nach Gerät über die Gerätemaße hinausgeht.
Grundsätzlich eignen sich als Untergrund Rasen, Sand, Holzschnitzel, Rindenmulch oder befestigte Flächen. Welcher Untergrund sinnvoll ist, hängt von der Fallhöhe des jeweiligen Geräts ab. Bei vielen niedrigen Geräten reicht ein gepflegter Rasen aus.
Wie werden Sportgeräte für Schulen angeliefert?
Die Lieferung erfolgt direkt vom Hersteller an die Schule. Alle Geräte werden versandkostenfrei innerhalb Deutschlands per Spedition geliefert. Der Liefertermin wird vorab abgestimmt, damit die Annahme vor Ort organisiert werden kann.
Bei Holz- und Stahlgeräten erfolgt die Lieferung als Bausatz. Die Spedition liefert die Pakete unabgeladen an. Für das Abladen muss vor Ort ein Gabelstapler oder eine andere Entlademöglichkeit bereitstehen.
Betonspieltische bilden eine Ausnahme. Der Hersteller HeBlad liefert mit eigenem Kran-LKW und übernimmt den Transport bis zum Aufstellort. Das Abladen und Positionieren ist im Lieferumfang enthalten.
Gut zu wissen: Planen Sie die Anlieferung möglichst in die Ferienzeit. So stören weder Lieferfahrzeuge noch Montagearbeiten den Schulbetrieb, und die Geräte stehen zum Schulstart bereit.
Wer übernimmt die Montage der Sportgeräte?
Die meisten Sportgeräte werden als Bausatz geliefert und müssen vor Ort fachgerecht montiert werden. Dafür gibt es zwei Wege.
Eigenmontage: Schulen, die über einen erfahrenen Hausmeister oder einen beauftragten GaLaBau-Betrieb verfügen, können die Montage selbst organisieren. Jedes Gerät wird mit einer detaillierten Montageanleitung geliefert. Für die Fundamentierung sind in der Regel Punktfundamente erforderlich.
Montageservice: Über ein Netzwerk von Montagepartnern kann die professionelle Montage vermittelt werden. Das spart Zeit und stellt sicher, dass die Geräte normgerecht aufgebaut werden. Bei Interesse an einem Montageangebot erreichen Sie den Kundendienst über die Kontaktseite.
Nach der Montage sollte eine Erstabnahme durch eine Person erfolgen, die nicht an der Installation beteiligt war. Diese Prüfung bestätigt, dass das Gerät normgerecht aufgebaut ist und sicher genutzt werden kann.
Warum lohnt sich die Anschaffung von Sportgeräten für Schulen?
Bewegung ist ein zentraler Baustein für die körperliche und kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Sportgeräte auf dem Schulhof schaffen niedrigschwellige Bewegungsangebote, die ohne Anleitung und ohne Umziehen genutzt werden können.
Für Schulen ergeben sich daraus konkrete Vorteile:
- Bewegte Pausen: Schülerinnen und Schüler, die sich in der Pause körperlich betätigen, sind im anschließenden Unterricht konzentrierter und aufnahmefähiger.
- Erweiterung des Sportunterrichts: Outdoor-Sportgeräte ermöglichen Übungseinheiten im Freien, ohne dass die Turnhalle belegt sein muss.
- Soziales Miteinander: Geräte wie der Tischkicker Mats oder Tischtennisplatten fördern das gemeinsame Spiel und stärken den Zusammenhalt.
- Attraktivität des Schulstandorts: Ein gut ausgestatteter Schulhof ist ein Argument bei der Schulwahl und signalisiert, dass die Schule Wert auf ganzheitliche Bildung legt.
- Langfristige Investition: Hochwertige Sportgeräte aus Stahl oder Beton halten bei sachgemäßer Pflege Jahrzehnte. Die Anschaffung amortisiert sich über die lange Nutzungsdauer.
Wo kann man Sportgeräte für Schulen kaufen?
Im Gewerbefabrik Online Shop finden Sie Outdoor-Sportgeräte, die speziell für den Einsatz auf Schulgeländen geeignet sind. Von Fitnessparcours über Calisthenics-Anlagen bis hin zu Betontischtennisplatten können Sie alle Geräte direkt online vergleichen und eine unverbindliche Angebotsanfrage stellen. Der Kundendienst berät Sie persönlich bei der Auswahl, stimmt Liefertermine ab und organisiert auf Wunsch die Montage, damit Sie sich auf Ihren Schulalltag konzentrieren können.